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Schlagabtausch verlief harmonisch

Bürgermeisterwahl in Teltow Schlagabtausch verlief harmonisch

Am 24. September bestimmen die Teltower ihren Bürgermeister – bei den Themen Gesundheit, Pflege, Verkehr und Wohnen gab es bei einem ersten Aufeinandertreffen der vier Kandidaten am Montag wenig Differenzen. Einzig die Erweiterung des Diakonissenhauses war umstritten. Denn dafür müsste ein Radweg weichen.

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Moderator Conrad Wilitzki (Mitte) mit den Bürgermeisterkandidaten v.l.: Andreas Wolf (BfB), Eric Gallasch (CDU), Thomas Schmidt (SPD) und Hans-Peter Goetz (FDP) am Montag im Teltower Bürgerhaus.

Quelle: Jürgen Stich

Teltow. Beim Kandidatencheck „Seniorenpolitik“ trafen die vier Teltower Bürgermeisterkandidaten Hans-Peter Goetz (FDP), Thomas Schmidt (SPD), Andreas Wolf (BfB) und Eric Gallasch (CDU) am Montag erstmals aufeinander. Die erstaunlich harmonische Diskussionsrunde der Akademie 2. Lebenshälfte – moderiert von Politikwissenschaftler Conrad Wilitzki – nahm aber Fahrt auf, als es um die alte Osdorfer Straße in Teltow-Seehof ging. Radfahrer nutzen den Weg, doch er droht überbaut zu werden. „Es ist richtig, dass das Diakonissenhaus sich dort erweitern will“, so der amtierende Bürgermeister Schmidt. „Und wir sollten das dem größten Arbeitgeber am Ort, der viel für die medizinische Versorgung tut, wegen eines Radwegs auch nicht verwehren.“ BfB-Kandidat Wolf widersprach: „Es muss doch zumindest geprüft werden, ob der Weg für Radfahrer nicht doch erhalten werden kann.“

Grundsätzlich herrschte in puncto Verkehr aber Einigkeit. „Teltow hat ein gutes Radwegenetz“, waren sich die vier Politiker einig. Die von Schmidt beschriebenen Projekte, neue Radwege auf der Industriebahntrasse, am Teltowkanal und über eine wieder aufzubauende Teltowwerftbrücke zu bauen, würden die anderen Kandidaten wohl ebenfalls umsetzen. FDP-Kandidat Goetz forderte zudem, die Einstufung der Teltower S-Bahn in die Zone B des Verkehrsverbunds. Das würde etwa eine Million Euro kosten und den Preis für Fahrten nach Berlin reduzieren. „Dieses Geld könnte auch die Stadt Teltow in die Hand nehmen, um eine spürbare Verbesserung für die Bürger zu erreichen.“ Die meisten der rund 50 Zuhörer im Bürgerhaus wollten von den Kandidaten aber etwas zu den Themen Gesundheit und Pflege wissen. „In diesen Bereichen hat die Kommune und damit auch der Bürgermeister leider wenig Einflussmöglichkeit“, so Thomas Schmidt. Damit ältere Menschen zumindest länger in den eigenen vier Wänden wohnen können, forderte CDU-Kandidat Gallasch den verstärkten Bau barrierefreier Häuser. Außerdem sollten Jugendliche animiert werden, Älteren zur Hand zu gehen. „Statt vor der Play-Station zu sitzen, könnten junge Leute Einkäufe für Senioren erledigen“, so Gallasch, der mit seinen 31 Jahren selbst der jüngste Kandidat für den Teltower Chefposten ist. Andreas Wolf würde als Bürgermeister „Anreize schaffen für die Ansiedlung von Pflegediensten, zum Beispiel kostengünstige Grundstücke“. Insgesamt – und das betonten insbesondere Goetz und Schmidt – ist Teltow bei Gesundheit und Pflege „gut aufgestellt“, Verbesserungen bei der digitalen Versorgung zum Beispiel für die Etablierung telemedizinischer Angebote schließe das aber nicht aus.

Von Jürgen Stich

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