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Schlalach: Fixe Hilfe nach Storchennest-Drama

Horst erneuert Schlalach: Fixe Hilfe nach Storchennest-Drama

Die zwischenzeitlich obdachlosen Schlalacher Störche haben ein neues Heim. Nach dem tragischen Absturz ihres Horstes vom Schlauchturm des Feuerwehrhauses schuf der Experte der Unteren Naturschutzbehörde nun Ersatz. Die spannende Frage war sodann, ob die Störche den Neubau und ihren geretteten Jungstorch auch wieder annehmen.

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Christian Kurjo (re.) richtet das neue Storchennest in Schlalach für den geretteten Jungstorch her.

Quelle: Gabriele Amann

Schlalach. Nach der tierischen Tragödie vom Sonntagmorgen mitten in Schlalach kam spontane Hilfe für die zwischenzeitlich obdachlosen Störche. Experte Christian Kurjo von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) bei der Kreisverwaltung sorgte umgehend für ein neues Storchennest. Der bisherige Horst war am Sonntag gegen 6 Uhr wegen Altersschwäche der Unterkonstruktion zu Boden gekracht.

Einer von zwei Jungstörchen überlebte den Absturz nicht. Dem zweiten jungen Adebar, gehe es erstaunlich gut, berichtet Nachbarin Gabriele Amann vom Medien- und Kulturverein Schlalach. Sie und weitere Dorfbewohner hatten das Drama mit Mitgefühl und großer Anteilnahme beobachtet. „Man könnte hier eine Würstchenbude aufmachen, so groß ist der Andrang vor allem auch der Kinder“, gibt die unmittelbare Anwohnerin zu verstehen.

Nach drei Tagen verstoßen Störche ihre Jungen

Bei der Rettung von Jungstörchen drängt die Zeit. Denn schon nach drei Tagen nehmen die Eltern ihren Nachwuchs nicht mehr an, berichtete Christian Kurjo den interessierten Dorfbewohnern.

 Dem  geretteten Jungstorch geht es  wieder gut

Dem geretteten Jungstorch geht es wieder gut. Im Karton kehrte er in sein renoviertes Elternhaus zurück.

Quelle: Gabriele Amann

Die UNB installierte in diesen Tagen nun einen neuen Korb und bestückte die Basis für das neue Storchenheim schon mit Zweigen und Heu. Der von Christian Kurjo behutsam in den Horst gesetzte Jungstorch sitzt nun probeweise im neuen Nest. Norbert Eschholz von der Naturschutzstation in Baitz hatte ihn am Sonntag nach dem Sturz in Obhut genommen. Die anfangs von den besorgten Dorfbewohnern vermutete schwere Verletzung stellte sich als blutende Schürfwunde heraus. Sie war weniger dramatisch.

Elterntiere suchten schon Ersatzquartier

„Alle hofften, dass die Eltern das Junge wieder annehmen“, erzählt Gabriele Amann. Das scheint geglückt zu sein. „Die Alten füttern schon wieder“, berichtet Gabriel Amann am Mittwochnachmittag. Dabei hatten die Elterntiere bald nach dem Absturz ihres Stammquartiers schon begonnen, den Ausweichplatz auf dem Dach von Familie Stranz herzurichten. „Das tun sie sonst immer erst, wenn die Jungen zu groß werden und ein Ausweichen für die Alten nötig wird“, berichtet Gabriele Amann aus Schlalach, das schon zu einem kleinen Storchendorf geworden ist.

Immerhin gibt es dort neben dem ursprünglichen Nest auf dem Gerätehaus der Feuerwehr nun drei weitere Bauplätze für Horste. Diese Orte sind allerdings dieses Jahr nicht besetzt worden.

Von Thomas Wachs

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