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Potsdam-Mittelmark Schlalach bietet vier Storchenpaaren Quartier
Lokales Potsdam-Mittelmark Schlalach bietet vier Storchenpaaren Quartier
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16:47 15.03.2016
In Schlalach half die Drehleiter der Feuerwehr Treuenbrietzen bei der Montage des von Familie Christ erneuerten Storchenhorstes in 15 Metern Höhe. Quelle: privat
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Schalach

Rotschnäbel sind in Schlalach gern gesehene Sommergäste. Der Ort ist auf dem Weg zum Storchendorf. Inzwischen gibt es dort vier Nester. Die meisten werden von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Als Gastgeber scheuen sie keine Mühe. So auch die Familie von Tom und Nadine Christ. Auf ihrem Grundstück haben sie in luftiger Höhe jetzt ihren Storchenhorst komplett renoviert und damit für die neue Saison empfangsbereit gemacht. Dem auf einem gut 15 Meter hohen Mast montierten Vorgänger hatten Sturm und Wetter zugesetzt. ein Neubau musste her. Die Bauanleitung bezog die Familie von Naturschutzbund Deutschlands (Nabu) aus dem Internet. Fertig war das Ganze in nicht mal zehn Arbeitsstunden.

Feuerwehrleute müssen hoch hinaus

Ein Herausforderung war jedoch die anspruchsvolle Montage. Hilfe dafür kam von den örtlichen Kameraden und von der Feuerwehr aus Treuenbrietzen. Sie rückte im Rahmen einer kleinen Übung zum Techniktraining mit der Drehleiter an. Marcel Kraft und Heiko Zeidler verdrahteten die von Tom und Nadine Christ aus Astwerk geflochtene Storchenpension auf dem Metallrahmen an der Spitze des Betonmastes. „Für uns war das eine Premiere“, erzählt Marcel Kraft. „Nach gut zwei Stunden war alles erledigt“, sagt der amtierende Ortswehrführer aus Treuenbrietzen.

Am Boden geflochten, ging das Storchennest von Familie Christ per Drehleiter in die Höhe. Quelle: FFW Treuenbrietzen

Damit können demnächst nun wieder vier Storchenpaare in den alljährlich zu beobachtenden Kampf um das Sommerquartier treten. „Ende des Monats erwarten wir die Rückkehrer aus dem Süden“, erzählt Maja-Catrin Schulze. Ihre Familie zog vor fünf Jahren nach Schlalach und übernahm einen Hof mit Storchennest auf dem Wohnhaus. „Seither kommen immer wieder die gleichen Störche zu uns und immer gab es hier auch Nachwuchs“, erzählt die Anwohnerin. Auf dem Hof herrsche dann immer viel Flugbewegung. Auch liefern sich die Adebare in der Nacht schon mal zwei Stunden lang Kämpfe um das Nest. „Dabei geht es dann richtig laut zur Sache“, erzählt die Gastgeberin vom Naturschauspiel.

Störche beflügeln Bevölkerungswachstum im Dorf

Weitere Storchenhorste gibt es in Schlalach auf dem Schlauchturm des Feuerwehrhauses sowie auf dem Hof von Familie Stranz. Diese Vielfalt beflügelt womöglich gar das Bevölkerungswachstum im Dorf. Zumindest bei Familie Christ ist dieser sprichwörtliche Zusammenhang nicht auszuschließen. Nachdem das Paar nämlich – mit zunächst einem Kind – aus Fichtenwalde nach Schlalach umgezogen war, kündigte sich umgehend weiterer Nachwuchs an. Und im vorigen Jahr kam sodann das dritte Wunschkind zur Welt. Trotz der vielen Beobachter hat allerdings auch in Schlalach noch nie jemand einen Storch gesichtet, der eine Mutter ins Bein beißt, damit sie im Bett liegen muss, und Adebar anschließend ein am roten Schnabel hängendes Neugeborenes abliefert. Immerhin: Der Ort Schlalach mit seinen 310 Einwohnern hat 56 Kinder – und bald auch wieder einige junge Störche.

Von Thomas Wachs

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