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Schlossbusch statt Ausbau? Klingt doch besser

Neuer Name in Brück Schlossbusch statt Ausbau? Klingt doch besser

Jetzt sind die Bürger gefragt. Der Stadtteil Brück-Ausbau (Potsdam-Mittelmark) soll einen neuen Namen bekommen. Das wünschen sich zumindest die Potsdamer Investoren, die nun die Neubausiedlung aus DDR-Zeiten umfangreich sanieren möchten. Die Stadt Brück begrüßt die Idee und startet eine Umfrage. Erste Vorschläge gibt es bereits.

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Plattenbauten prägen das Bild von Brück-Ausbau.

Quelle: MAZ-Archiv

Brück. Die Neubausiedlung und der gesamte Gemeindeteil unweit des Planestädtchens soll nicht mehr länger Brück-Ausbau heißen. Das schwebt zumindest der „Dr. Matthias Lenhardt & Helmut Roling GbR“ vor. Die Gesellschaft des Potsdamer Investorenduos möchte die Wohnanlage an der Beelitzer Straße 21 bis 33, geprägt von Plattenbauten und weiteren meist maroden Gebäuden aus DDR-Zeiten, Schritt für Schritt sanieren. Für rund sieben Millionen Euro wollen die neuen Eigentümer dem Areal in den nächsten fünf Jahren zu mehr Leben und zeitgemäßem Wohnraum verhelfen.

Der Aufbrucholl auch in einem neuen Namen deutlich werden. Den beantragten die Investoren jetzt bei der Stadt Brück. Sie steht dem Ansinnen offen gegenüber. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur, Stadt- und regionale Entwicklung deutlich. Nun sollen in einer Umfrage unter allen Brücker Bürgern Vorschläge zusammengetragen werden. Sie können bis zum 31. März 2017 schriftlich oder demnächst auf der Internetseite bei Amt Brück eingereicht werden.

Noch herrscht ein eher tristes Bild in dem Wohngebiet vor

Noch herrscht ein eher tristes Bild in dem Wohngebiet vor.

Quelle: Rainer Marschel

Die neuen Eigentümer selbst haben bereits zwei Ideen unterbreitet. Sie können sich vorstellen, den Stadtteil, zu dem auch weitere private Gebäude sowie eine Rettungswache und eine Pension zählen, „Neubrück“ oder „Am Schlossbusch“ zu nennen. Der Infrastrukturausschuss soll eine Vorauswahl aus eingegangenen Vorschläge treffen, die der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden. Die mögliche Namensänderung muss zudem vom Innenministerium des Landes genehmigt werden und zieht die Änderung der Hauptsatzung nach sich. Die Amtsverwaltung Brück hat für das Verfahren Kosten von rund 500 Euro kalkuliert.

Man setzt auf Sonnenkraft in Brück-Ausbau

Man setzt auf Sonnenkraft in Brück-Ausbau

Quelle: Rainer Marschel

„Der historische Bezug im Namen Schlossbusch klingt für mich schon ganz gut und besser als Ausbau oder alte Armeesiedlung“, sagte Lothar Koch (SPD), der Vorsitzende des Infrastrukturausschusses. Immerhin trage auch die benachbarte Pension von Achim Liesecke bereits diesen Namen. Er geht auf eine Schlossanlage zurück, die einmal dort gelegen hat.

Heute grenzt die einst für Berufssoldaten der Nationalen Volksarmee der DDR errichtete Neubausiedlung an den Truppenübungsplatz Lehnin/Brück der Bundeswehr an. In den Wohnungen dominiert Leerstand. Nur wenige Mieter leben dort, die den äußerst niedrigen Mietpreis von lediglich etwa 3,30 Euro je Quadratmeter Kaltmiete zu schätzen wissen. Mit der Sanierung soll sich auch dies ändern.

Mehr zur Umfrage unter www.amt-brück.de

Von Thomas Wachs

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