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Potsdam-Mittelmark Schmucke Straße bis zum Herbst
Lokales Potsdam-Mittelmark Schmucke Straße bis zum Herbst
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00:18 09.03.2017
Der Schotter in der Niemegker Poststraße soll bei der Sanierung für den Unterbau mit verarbeitet werden. Quelle: Thomas Wachs
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Niemegk

Jetzt werden die Pläne konkreter. Spätestens im Herbst sollen die Anwohner der Poststraße in Niemegk ruhiger und ohne Staubbelastung leben können. Zuvor geht es freilich nochmals lauter zu, wenn im Juli und August vor den Haustüren Bagger in Aktion treten. Sechs bis sieben Wochen lang werden Bauarbeiter dann die Strecke komplett sanieren. Das sieht der Plan der Stadtverwaltung vor, der nun während einer zweiten Anliegerversammlung konkretisiert worden ist.

Demnach steigen die Kosten leicht um insgesamt rund 8000 Euro, weil die Straßenbreite nicht wie zunächst kalkuliert 4,75 Meter sondern nun 5,50 Meter betragen soll. Das hatte die Amtsverwaltung nach Hinweisen von Anliegern vorgeschlagen, um die Straße besser passierbar zu halten und trotzdem Parkmöglichkeiten auf der Fahrbahn zu haben. „Immerhin fahren dort auch Lastwagen und Traktoren entlang zu den Gewerbegrundstücken“, sagte Thomas Griesbach, der Leiter der Stabsstelle Gemeindeentwicklung im Amt.

Regenwasser versickert in einseitiger Mulde

Als günstig erweise es sich indes, dass der Straßenuntergrund gut geeignet ist, um Regenwasser versickern zu lassen. Das hat das Gutachten ergeben. „Somit müssen wir keine unterirdische, geschlossene Ableitung für Regenwasser bauen und können offene Sickermulden anlegen“, so Griesbach. „Das hätte die Kosten ansonsten um bis zu 40 Prozent höher ausfallen lassen“, sagte der Ressortchef.

Kopfsteinpflaster, holpriger Gehweg und eine staubige Straßenhälfte sollen bald der Vergangenheit angehören. Bereits in der Anliegerversammlung im Oktober hatte sich eine klare Mehrheit der Anwohner für das Sanierungsvorhaben in ihrer Straße ausgesprochen. Für den Bau der Asphaltpiste, einer Sickermulde für Regenwasser sowie des einseitigen Gehweges werden sie freilich auch zur Kasse gebeten. Laut Satzung der Stadt werden für die Fahrbahn der Anliegerstraße 60 Prozent der umlagefähigen Kosten auf Grundbesitzer übertragen. Beim Gehweg sind es 70 Prozent.

Pro Grundstück liegen die Kosten laut der ersten Schätzung vom Oktober zwischen 3000 und 11 000 Euro. Mit am stärksten zur Kasse gebeten wird die Agrargenossenschaft. Für zwei Grundstücke, beziehungsweise Teile davon, muss sie um die 8000 sowie 11 000 Euro aufbringen. „Die genauen Gesamtkosten ergeben sich nun mit der Ausschreibung“ so Griesbach. Sie soll unmittelbar nach der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 21. März erfolgen, so die Stadtväter das Projekt weiter billigen.

Stadt erhält komplette Förderung

Die finanziell angeschlagene Stadt Niemegk kann für ihren kompletten Eigenanteil zum Ausbau der Poststraße ein Bundesförderprogramm für finanzschwache Kommunen nutzen.

Bedingung dafür ist, dass dieses Projekt zu einer Reduzierung von Immissionen wie Lärm und Staub führt.

Ebenfalls genutzt wird diese Förderungsmöglichkeit für einen auch noch dieses Jahr geplanten Straßenbau in Hohenwerbig.

Die von Bauplaner Jürgen Möller erstellte Entwurfsplanung sieht neben der Asphaltfahrbahn einen 1,40 Meter breiten Gehweg in grauem Betonsteinpflaster und einen Hochbord vor. Die bereits vor einigen Jahren modernisierte Straßenbeleuchtung bleibt bei dem Ausbauprojekt unverändert. Auch Wasser, Gas- Strom- und Kommunikationsleitungen bleiben im Untergrund unangetastet. „Sie wurden bereits modernisiert“, erzählt Griesbach.

Günstige Variante für den Unterbau

Bei Straßenbau selbst soll ein kostengünstiges Verfahren erfolgen für den Unterbau, auf dem Tragschicht und Asphaltdecke aufgebaut werden. Dazu wird der in einer Hälfte der Straße vorhandene Schotter mit Zement vermengt und verdichtet.

„Für die Stadt Niemegk ist dieses Projekt der erste Straßenbau überhaupt, der über Anliegerbeiträge laut Kommunalabgabengesetz erfolgt“, erklärte Thomas Griesbach. Ansonsten habe es sich um Bundes- und Landesstraßen gehandelt oder um solche im Sanierungsgebiet, für die Anlieger Kostenbeteiligungen gemäß der Wertsteigerung als Ausgleichsbeträge zahlen mussten.

Von Thomas Wachs

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