Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Diese Schilder helfen verirrten Pilzsuchern
Lokales Potsdam-Mittelmark Diese Schilder helfen verirrten Pilzsuchern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:22 25.10.2016
Günther Egide und Günther Krüger nstallieren die Rettungspunkte wie hier in Cammer.  Quelle: Foto: Andreas Koska
Anzeige
Fläming

 Diese grünen Tafeln können Leben retten: Die Hinweisschilder auf Rettungspunkte im Wald. Die 30 mal 40 Zentimeter großen Tafeln zeigen ein weißes Kreuz auf grünem Grund, dazu eine Nummer und, natürlich, die Aufschrift Rettungspunkt. Bei Unfällen oder Unglücken im Wald helfen sie, Verletzte zu bergen. Seit kurzem sind sie flächendeckend an den Waldrändern der Region angebracht.

Günther Krüger und Günther Egide installieren, hier in Cammer, die Rettungspunkte im Fläming. Quelle: Andreas Koska

„Im internen Gebrauch wird diese so genannte Rettungskette Forst schon seit vielen Jahren genutzt“, sagt Marek Rothe, der Leiter der Bad Belziger Waldoberförsterei. Zu einer Waldarbeiterbrigade, im Forstjargon als Rotte bezeichnet, gehören immer mindestens drei Personen. Wenn einer verunglückt, bleibt ein Kollege beim Verletzten, während der andere Hilfe organisiert. Den Rettungskräften kann er mit Hilfe der Nummer des Rettungspunktes mitteilen, wo genau Hilfe gebraucht wird, denn die Koordinaten der Punkte werden zentral gespeichert. So sollen Rettungskräfte im Ernstfall schneller zum Unfallort kommen, so die Hoffnung der Initiatoren.

Unterstützung für Ersthelfer und Profis

 Bei der Installation der Schilder ist deshalb einiges zu beachten, wie Günther Egide und Günther Krüger wissen. Sie haben im Herbst am Tag bis zu zehn der Rettungspunkte ausgeschildert., „Je nachdem, wie weit sie auseinanderliegen und wie der Boden beschaffen ist, waren es mal mehr und mal weniger“, sagt Krüger.

Als die beiden etwa den Rettungspunkt Nummer 2152 an der Mühle in Cammer anbringen, müssen sie genau überlegen – woher die Rettungskräfte kommen, ist entscheidend. Das grüne Schild soll sowohl für den Ersthelfer leicht zu finden als auch für den eintreffenden Notarzt gut auszumachen sein. Das ist jetzt nicht nur in Cammer sichergestellt. Auch in Golzow, Pernitz und entlang der B 102 bei Ragösen und Dippmannsdorf haben die Forstarbeiter Egide und Krüger Schilder angebracht.

 Die Kommunen müssen der Installation zuvor zustimmen, doch dazu musste man die Abgeordneten nicht lange bitten. Egal ob in Planebruch, Golzow oder Brück, wo die so genannten Gestattungsverträge schon Thema waren: überall wurde dem Antrag einstimmig gefolgt.

Schon 90 Punkte im Fläming

So stehen bislang von den insgesamt 1715 Rettungspunkt-Hinweisen inb Brandenburg rund 90 im Fläming. „Ich habe neun Reviere und in jedem sieben bis zehn Tafeln“, bestätigt die Leiterin der Oberförsterei Dippmannsdorf, Karin Heintz.

Helfen sollen die übrigens nicht nur den Forstarbeitern: „Auch bei Unfällen von Jägern, Waldbesitzern, Ausflüglern oder Pilzsuchern ist dann das Auffinden einfacher“, sagt Günther Krüger.

Er weiß, wovon er spricht. Erst vor kurzem ist er beim Kanzelbau abgestürzt und hat sich am Bein verletzt. Die Kollegen holten den Rettungswagen und brachten die Sanitäter vom Rettungspunkt bis zu ihm. Ein anderes Mal ist er bei Rodungsarbeiten verletzt worden. „Insgesamt hat sich beim mir der Rettungspunkt schon zweimal als hilfreich erwiesen“, sagt Krüger dankbar.

Schon fast 50000 Punkte bundesweit

Das Kuratorium Waldarbeit und Forsttechnik koordiniert die Rettungspunktekartierung. In zwölf Bundesländern gibt es solche Punkte bereits.

 Vor drei Jahren haben die Landesforstämter die Entscheidung getroffen, die bis dahin interne Rettungskette öffentlich zu machen. Bundesweit waren bis Ende September 49.950 Rettungspunkte ausgewiesen worden.

Die Karte ist im Internet unter www.brandenburg-forst.de/LFB/client einsehbar und kann dort heruntergeladen werden.

 Allerdings braucht es ein wenig Vernunft bei den Waldbesuchern. „Wenn sich jeder, der den Wald betritt, vorher über Lage und Nummer des nächstgelegenen Rettungspunktes informieren würde, wäre das optimal“, appelliert Marek Rothe an Pilzsucher und Baumkundler. „Denn das würde Rettungsaktionen erheblich vereinfachen.“

Und, zumindest so lange das Handynetz stabil ist, können die Notfallpunkte auch über das Smartphone abgerufen werden. in manchen Regionen gibt es sogar eine App.

Von Andreas Koska

Die Kinder der Kita Stadtstrolche haben auf ihrem Spielplatz wieder ordentlich Grund zum Lachen: Die Karnevalisten des KCW in Werder schaufelten und schwitzten wegen einer verlorenen Wette mit der Stadt Werder am Sonnabend und schippten etwa zehn Kubikmeter neuen Sand auf den Spielplatz. Worum es bei der nächsten Wette in etwa drei Wochen gehen wird, ist noch unklar.

24.10.2016

Panisch schreit und wiehert „Sternchen“ – die Stute steckt im schlammigen Morast fest und schafft es aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer. Schließlich muss die Feuerwehr anrücken und das Pferd aus der Schlammfalle befreien. Derzeit ist die Stute in der Klinik und noch nicht über den Berg.

24.10.2016

In Treuenbrietzen darf das Sanierungsgebiet der Altstadt wachsen. Es soll auf Wunsch der Kommune jetzt auf den südlichen Teil der Parkanlage an der Nieplitz ausgeweitet werden. Nur so wird es überhaupt möglich, auch die darin stehenden Denkmäler und den Ehrenhain noch mit Fördergeld umfassend zu sanieren. Sie haben dies ebenso nötig wie die Wege und das Grün.

22.02.2018
Anzeige