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Potsdam-Mittelmark Schöne Landschaft, aber wenig los
Lokales Potsdam-Mittelmark Schöne Landschaft, aber wenig los
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13:20 25.06.2017
Die ruhige Lage und die hilfsbereiten Nachbarn werden von den Einwohnern in Seddienr See als wichtiges Kriterium für die Lebensqualität angegeben. Quelle: Archiv/omoe
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Seddiner See

Es war eine gute Idee, die gemeinsame Kommune 1993 nach dem See zu benennen, der alle drei Orte miteinander zu verbindet. Die schöne Natur, die Ruhe und die Nähe zum Seddiner See werden jedenfalls am häufigsten genannt, wenn Menschen aus Seddin, Neuseddin oder Kähnsdorf ihre Gründe aufzählen, warum sie gern in ihrem Ort leben. Das hat eine Fragebogenaktion der MAZ ergeben. Viele Umfrageteilnehmer schätzen vor allem, dass sie in einer tollen Landschaft wohnen und doch Potsdam und Berlin nicht weit entfernt sind. Die gute Verkehrsanbindung zur Landeshauptstadt und in die große Millionenmetropole gehört zu den Vorteilen, die hervorgehoben werden.

Als ein Pluspunkt wird auch die Hilfsbereitschaft der Nachbarn genannt. Ein Neuseddiner schilderte seine Verbundenheit mit dem Heimatort mit diesen Worten: „Ich bin hier aufgewachsen, in den Reichsbahnkindergarten und zur Schule gegangen, habe hier Freunde und Liebe gefunden und auch verloren.“ Neuseddiner sei er nicht nur, weil er dort schon so lange wohne, sondern auch, „weil ich dort die Ruhe nach der Arbeit genieße“.

Wunschlos glücklich sind die Menschen in der Gemeinde Seddiner See freilich nicht. Mehr Kita-Plätze, mehr kulturelle Angebote, mehr Initiativen der Jugend und mehr Einkaufsmöglichkeiten stehen bei der Frage, was sich in der Kommune verbessern müsste, oben auf der Wunschliste. Eine Seddinerin hofft auf „Möglichkeiten fürs Wohnen im Alter“ in ihrem Ort. Ein Umfrageteilnehmer formuliert auch die Hoffnung nach „einer stärkeren Verbindung zwischen den Ortsteilen. Ein Neuseddiner findet, der Ort habe sich zu einer „reinen Schlafstätte ohne gastronomische Einrichtungen“ entwickelt. Auch konkrete Forderungen werden genannt, diese etwa: Die alte Panzerstraße sollte als Umgehung für Lastwagen genutzt werden, um die Waldstraße und die Karl-Marx-Straße vom Verkehr zu entlasten.

Was den Leuten fehlt, sind auch Radwegverbindungen zwischen Neuseddin und Ferch (Gemeinde Schwielowsee) und zwischen Seddin, Kähnsdorf und Fresdorf (Gemeinde Michendorf). In den Rücksendungen zur Umfrage tauchen auch solche Wünsche auf: Mehr Geschwindigkeitskontrollen in Tempo-30-Zonen, eine Bewirtschaftung des Strandbads und die Weiterführung des Fischereibetriebs.

Außerdem wird für die Erhaltung des Seddiner Sees eine Lanze gebrochen, der in den vergangenen Jahrzehnten Wasser verlor. Konkret werden eine Gewässerüberwachung und -pflege sowie die Kontrolle des Grundwasserspiegels gefordert, damit „kein Abzug von Wasser zum Beispiel durch den Golfplatz erfolgt“, heißt es.

In einer anderen Zuschrift schreibt jemand, er fände die Aufstellung eines EC-Automaten gut. Zurzeit wäre diese Art des Geldabhebens nur für Postkunden möglich oder im Netto, wo man indes nur Geld bekomme, wenn man auch für 20 Euro einkaufe.

Von Jens Steglich

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