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Potsdam-Mittelmark Schöner Wohnen in der Dorfmitte
Lokales Potsdam-Mittelmark Schöner Wohnen in der Dorfmitte
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02:15 22.03.2017
Bernd Gobel präsentiert seine modernisierten Wohnungen im Wiesenburger„Drahtwerksblock“. Quelle: Dirk Fröhlich
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Wiesenburg

Die Friedrich-Ebert-Straße 17a bis c wird wieder eine bessere Adresse in der „Perle des Flämings“. Voraussichtlich am 1. April sollen die ersten der 18 modernisierten Wohnungen im sogenannten Drahtwerksblock bezugsfertig sein. Noch sind die Handwerker bei der Arbeit. Allerdings lässt sich schon erkennen, dass komfortable 2- und 3-Raum-Quartiere entstehen.

Entsprechend positiv fiel das Echo bei den Besuchern des Tages der offenen Tür aus. Dutzendfach haben sie am Sonnabend Vormittag nämlich die Gelegenheit genutzt, sich vor Ort umzusehen. „Ich erinnere mich noch, wie es hier durchgezogen hat“, sagt Regina Päch. Sie hat jahrelang in dem einst kommunalen Mehrfamilienhaus gelebt. Bis jetzt wurde dort ausschließlich mit Holz und Kohle geheizt. Jetzt will sie selbst zwar nicht mehr dort einziehen. Aber das Interesse ist allgemein groß.

Investor kauft Plattenbau von der Gemeinde

„Die Sanierung erfolgt im Zeit- und Kostenplan. Von jeglichen Überraschungen ist das Vorhaben bisher verschont geblieben“, sagt Bernd Gobel. Der Unternehmer aus Ziesar hatte voriges Jahr nach einer Ausschreibung den dreigeschossigen Plattenbau für einen dem Vernehmen nach kleinen fünfstelligen Betrag von der Gemeinde Wiesenburg/Mark erworben. Nunmehr werden etwa 1,25 Millionen Euro investiert.

Gemeinde stößt Immobilien ab

Der Wohnblock an der Friedrich-Ebert-Straße 17 a bis c wurde 1973 errichtet. Bis voriges Jahr war er – wie der Brennereiblock (Friedrich-Ebert-Straße 21 a bis d) – Kommunaleigentum.

Die meisten anderen Mehrfamilienhäuser hat die Gemeinde Wiesenburg/Mark bereits in den 90er-Jahren an die Wohnungsbaugenossenschaft 1919 Bad Belzig (ehemals GWG) veräußert.

Im Drahtwerksblock sollte einst neben günstigem Wohnraum eine Tagesstätte für Senioren etabliert werden. Für die Umsetzung der Idee fand sich jedoch kein Investor.

2015 wurde die Einquartierung von Flüchtlingsfamilien erwogen, doch bekam die Kommune weder selbst noch mit Partner die Finanzierung für die vorher nötigen Umbauten zusammengestellt.

Bernd Gobel und Sohn Thomas setzten sich unter sechs Bewerbern bei der Ausschreibung vor Jahresfrist durch und kauften das Gebäude.

Energetische Sanierung vom Dach bis zum Keller, Erneuerung von Fassaden, Türen und Fenstern sowie allen Leitungen waren fällig. Seit Januar läuft die aus einer vor dem Gebäude stehenden Wärmepumpe gespeiste Fußbodenheizung. Die Dachentwässerung durch innen liegende Leitungen ist passé. Der Clou sind mithin die großen Badestuben, für die allerdings in allen 18 Wohnungen je ein Zimmer aufgegeben worden ist, wie der Bauherr bestätigt.

Mieter halten auch bei Frosttagen tapfer durch

„Mitunter hatten einige Nachbarn schon ein paar Belästigungen mit Lärm und Dreck auszuhalten“, räumt Vorarbeiter Rainer Kaczmarek für die vergangenen fünf Monate ein. Allerdings haben sechs Mieter sogar ihre Bleibe über die Frosttage im Winter behalten, während um sie herum gebohrt, gehämmert und gemalert worden war. Die nächsten Interessenten haben sich registrieren lassen. 370 bis 450 Euro für 2- bzw. 3-Raum-Wohnung müssen künftig bezahlt werden, sagt der Vermieter. Die Betriebskosten sind mit 40 Cent je Quadratmeter kalkuliert.

Mitten in Wiesenburg: Der „Drahtwerksblock“ bei Beginn der Sanierung. Quelle: Dirk Fröhlich

Balkons sollen zum Süden hin an der Hauptstraße noch montiert werden. Von dort aus erreichen die Mieter im Erdgeschoss nötigenfalls auch die Wohnung per Lift. Für die Fassade ist nun in Abstimmung mit Ortsplanerin Helga Holz eine gelb-weiße Farbe ausgesucht worden und die an der Durchfahrt postierte Stützmauer soll noch etwas mit Erde angeschüttet und dann begrünt werden, sagte Bernd Gobel. Ganz zum Schluss kann der Parkplatz auf dem Holzhof befestigt werden, damit an der Rückfront ebenfalls ein schönes Umfeld entsteht

Von René Gaffron

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