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Potsdam-Mittelmark Schöner legen: Luxus-Herberge für Hühner
Lokales Potsdam-Mittelmark Schöner legen: Luxus-Herberge für Hühner
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11:29 05.03.2018
Gerhard Rettig (68) aus Cammer hat einen maroden Bauwagen zum energieeffizienten Hühnermobil umgebaut. Der Umbau dauerte ein Jahr. Nun finden seine sechs Hühner und ein Hahn in dem Gefährt Platz. Quelle: Christiane Sommer
Cammer

Sechs Hühner und einen Hahn nennt Gerhard Rettig aus Cammer sein eigen. Vor wenigen Tagen bezog das Federvieh ein mobiles, energieeffizientes Hühnerhaus. Der Stall auf Rädern entstand in einjähriger Bauzeit aus einem maroden Bauwagen.

Mit viel Liebe und Geschick hat Gerhard Rettig seinen Hühnern ein schmuckes und kuscheliges Zuhause geschaffen. Der Lohn sind schmackhafte Eier.

Das zweite Leben des Gefährts hat der 68-Jährige voll auf die Bedürfnisse des Federviehs ausgerichtet. „Eigentlich wollte ich früher Tauben züchten. Aber davon wurde mir wegen Habicht und Wanderfalken abgeraten“, erzählt er. Weshalb sich der Ruheständler seit 2016 einer kleinen Hühnerschar widmet, die bisher mit einem einfachen Hühnerstall vorlieb nehmen musste.

Hühner haben in den Wintermonaten in Deutschland zu wenig Licht“, beginnt Rettig auf dem Weg zum mobilen Hühnerhaus zu erzählen. Zahllose Bücher hat der Cammeraner seitdem studiert, um sein Wissen um die Bedürfnisse des Geflügels zu vervollkommnen.

Er scheute er weder Kraft noch Geld

Im Ergebnis dessen fasste er den Entschluss, den Hennen und ihrem Hahn ein Quartier zu entwerfen, dass ihre Herzen höher schlagen lässt. Dabei scheute er weder Kraft noch Geld.

Bevor er das Luxus-Quartier erklärt, bekommt das Federvieh noch einen kleinen Zwischensnack. So kann Rettig in aller Ruhe das neues Domizil erklären, welches sich als Fünf-Sterne-Luxus-Hühnerherberge entpuppt.

Der Wagen ist mit viel Technik ausgestattet

Damit es dem Federvieh an nichts mangelt, ist der Wagen mit viel Technik ausgestattet. Täglich um 5.30 Uhr läutet die Zeitschaltuhr den Tag im Hühnerstall ein. Doch wird das Federvieh nicht etwa abrupt aus dem Schlaf gerissen. Über 30 Minuten wird es im Stall langsam heller. Der Tag wird so hauptsächlich in der Winterzeit länger.

Allabendlich wiederholt sich das Prozedere. Wenn es draußen schon dunkel ist, brennt im Hühnermobil noch Licht. Ab 20.30 Uhr stellt sich aber auch dort langsam wieder die Nacht ein. „Damit sich die Hühner noch in aller Ruhe einen Platz zum schlafen suchen können“, erklärt Rettig die 30-minütige Dimmphase, die ab 21 Uhr Nachtruhe im Stall vorsieht.

Viel frische Luft

Doch ist die Beleuchtungsanlage nicht das einzige Highlight. Weil frische Luft für Hühner wichtig ist, gibt es eine genau durchdachte Lüftungsanlage. Der Tüftler hat dem Gefährt dafür sogar ein Pultdach aufgesetzt.

Zwei doppelreihige Sitzstangen bieten komfortable Ruhegelegenheit im 4,70 Meter langen Hühnermobil. „Kottisch und Kotbunker bieten zusätzliche Scharrgelegenheit auf dem Boden und sorgen für weniger Dreck“, erklärt Rettig weiter.

Licht und Sonne von Osten und Süden

Dann erläutert er die rundum Wärmedämmung des Wagens – inklusive der vier Thermofenster, die Licht und Sonne von Osten und Süden her hinein lassen. Rettigs Federvieh kann damit von der Sitzstange aus den Sonnenaufgang über Cammer beobachten.

Ein elektrischer Türöffner öffnet dem Federvieh wiederum allmorgendlich die Türe, damit es aus der Luxusherberge in den Garten gelangt. Zum Wagen, der ferner über eine integrierte Futterküche verfügt, gehören auch 100 Meter mobiler Zaun. Damit der Stall im Jahreslauf jeweils dorthin gefahren werden kann, wo saftiges Grün wächst.

Ziel: das gute Frühstücks-Ei

Rettigs Federvieh hat zwischenzeitlich begonnen, den Aufwand des Tüftlers zu belohnen. „Eigentlich müssten sie goldene Eier legen“, bemerkt der Ruheständler lachend. Über den finanziellen Aufwand für die noble Hühnerherberge mag er nicht reden. Ihm geht es allein um das frische Frühstücksei am Morgen.

Die sechs Hennen haben sich nach dem Umzug bereits als zuverlässige Lieferanten erwiesen. Nur ein Problem hat sich in den vergangenen Tagen offenbart. Die Hühnerleiter vom Garten ins Hühnermobil ist für das Federvieh zu steil. „Da muss ich nacharbeiten“, sagt Rettig.

Plätze für 16 Tiere

Mit Blick auf die Stallkapazität von 16 Plätzen soll die aus französischen Marans, Sundheimer und Vorwerkhühnern bestehende Federviehfamilie im Verlauf des Jahres weiter wachsen. Geplant sind zehn bis zwölf Hennen, die an der Seite eines Hahnes ein glückliches Leben als Wirtschaftshühner führen sollen.

Von Christiane Sommer

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