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Potsdam-Mittelmark Schonzeit im Flüchtlingsheim ist beendet
Lokales Potsdam-Mittelmark Schonzeit im Flüchtlingsheim ist beendet
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23:47 07.03.2018
Das Haus in der Potsdamer Straße in Teltow könnte weiter als Übergangswohnheim genutzt werden. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass das erste Haus des Übergangswohnheimes für Geflüchtete in der Teltower Potsdamer Straße 5 geschlossen wurde und die dort untergebrachten Menschen auf andere Unterkünfte im Landkreis aufgeteilt wurden. Vor allem um Familien mit Kindern, die teilweise bereits seit mehreren Jahren die kommunalen Schulen und Kitas besucht hatten, gab es damals Wirbel – sie würden aus ihrem sozialen Umfeld gerissen und erneut traumatisiert werden, wurde kritisiert. Doch auch die Letzten mussten weichen, zogen in ihre neuen zugewiesenen Orte um, entweder weg von Teltow, in beengte Verhältnisse – etwa zu neunt in zwei Zimmer, mit gemeinschaftlich genutzten Sanitärräumen auf dem Flur, oder in das Heim nach Stahnsdorf, das immer wieder negativ in den Schlagzeilen zu finden ist.

Dieser Tage wurden nun auch die Bewohner des zweiten Hauses in der Potsdamer Straße davon unterrichtet, dass Änderungen bevorstehen: Rund 85 junge Männer, die noch Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben, werden schon bis Ende März auf freie Plätze im Landkreis verteilt. Die Planung des Umzuges sei bereits vorbereitet, teilte Kai-Uwe Schwinzert, Pressesprecher des Landkreises, jetzt mit. Anderes ist für die übrigen rund 80 Personen geplant, die noch in dem Haus wohnen: Sie verdienen selbst Geld oder bekommen Leistungen nach dem SGB II („Hartz IV“), befinden sich also entweder in Arbeit oder in Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt. „Sie sind oft bereits seit mehreren Jahren in der Region integriert. Würde dieser Personenkreis aus der Region hinausverlegt werden, so könnte die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes und damit verbunden ein Rückfall in staatliche Unterstützungssysteme erwachsen. Dies soll im Sinne eines integrationsorientierten Ansatzes im Landkreis natürlich vermieden werden“, heißt es aus dem Landkreis.

Vielleicht wieder ein Übergangswohnheim

Aus diesem Grund wird diesen jungen Männern angeboten, Einzelverträge mit dem Betreiber Berolina Hotels abzuschließen, um auch nach Ablauf des Mietvertrages des Landkreises am 31. Juli dieses Jahres weiterhin in den beiden oberen Etagen bleiben zu können – aber dann als Mieter mit Rechten und Pflichten. 350 Euro monatlich soll in der neuen Wohnmöglichkeit, in die der Landkreis vertraglich nicht involviert ist, ein Platz in einem Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsküche und Sanitärräumen auf dem Flur kosten, heißt es, und während viele der Betroffenen den Preis in Kauf nehmen, um weiterhin von der günstigen Lage und der Nähe zu ihren Arbeitsplätzen zu profitieren, haben manche bereits angekündigt, sich das nicht leisten zu können. Die übrigen Etagen sollen zunächst saniert und könnten anschließend bei Erfolg des neuen Konzeptes zur Erweiterung dieses genutzt oder vielleicht auch wieder als Übergangswohnheim verwendet werden.

Die Bewohner hätten auf die Nachrichten betroffen und erschrocken reagiert, recht zurückhaltend und nicht auf Widerstand gebürstet, erzählen Beobachter. Gestern wurden vor Ort detailliertere Planungen vom Sozialamt des Landkreises vorgenommen, um auch über Härtefälle zu entscheiden. So hatte etwa Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt die Pläne dahingehend kommentiert, dass der Stadt wichtig sei, gerade für Heimbewohner, die etwa ein Handicap hätten und für die ein Umzug möglicherweise ein Problem darstelle, eine gute Lösung zu finden. In der Potsdamer Straße 5 leben derzeit mehrere Männer mit Gehbehinderungen, da die unterste Etage barrierefrei gestaltet ist – diese ist jedoch offensichtlich nicht im neuen Wohnkonzept eingebunden.

Stahnsdorfer Heim soll bis Mitte 2019 bleiben

Aktuell leben in der Region TKS knapp mehr als 500 Menschen in Übergangswohnheimen in Teltow und Stahnsdorf: Neben den Bewohnern in der Potsdamer Straße leben rund 260 in Stahnsdorf und 129 in Teltow.

Das Stahnsdorfer Übergangswohnheim möchte der Landkreis bis zum Ende des Mietvertrages mit dem Green Park laufen lassen – also Mitte 2019. Zwischendurch hatte der Kreis dem Eigentümer Green Park zwar mit einer vorzeitigen Schließung gedroht, weil die Sanierungen nicht wie gewünscht funktioniert hätten. In diesem Punkt seien aber mittlerweile Lösungen gefunden worden, so Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert.

Von Konstanze Kobel-Höller

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