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Schüler aus Israel zu Gast im Fläming

Bad Belzig Schüler aus Israel zu Gast im Fläming

Jedes Jahr verbringen Schüler des Fläming-Gymnasiums im Rahmen des Schüleraustausch „Le Chaim Israel/ Bad Belzig“ eine Woche im israelischen Even Yehuda. 13 Schüler waren es in diesem Jahr. Vor ihrer Abreise sorgte ein Zwischenfall in Tel Aviv für Anspannung.

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Israelische Schüler mit ihrer Lehrerin Anat Alon, die den Austausch mit Bad Belzig einst initiiert hat.

Quelle: Daniela Singhal

Bad Belzig. Sie schwärmen vom Meer, von den schönen Märkten und erzählen von bewaffneten Soldaten vor der Klagemauer in Jerusalem: Vor wenigen Tagen kehrten 13 Jugendliche aus dem Fläming von ihrer Reise nach Israel zurück. Jedes Jahr verbringen Schüler des Fläming-Gymnasiums im Rahmen des Schüleraustausch „Le Chaim Israel/ Bad Belzig“ eine Woche in Even Yehuda, eine Kleinstadt im Westen Israels.

 Die israelische Lehrerin Anat ALon (links) und Bad Belzig Bürgermeisterin Hannelore Klabunde kennen sich seit mehreren Jahren und sind befreundet

Die israelische Lehrerin Anat ALon (links) und Bad Belzig Bürgermeisterin Hannelore Klabunde kennen sich seit mehreren Jahren und sind befreundet.

Quelle: Daniela Singhal

In diesen Tagen werden sie nun von 13 Mädchen und Jungen aus Yehuda besucht. Bürgermeisterin Hannelore Klabunde und der Brücker Pfarrer Helmut Kautz hießen die israelischen Jugendlichen und ihre zwei Begleiterinnen bei einem Frühstück im Jakob-Wächtler-Haus willkommen. „Wir freuen uns sehr darauf, Euch unsere Stadt und unsere Region zu zeigen“, so Klabunde, die selbst bereits dreimal in Israel gewesen ist und mit der israelischen Initiatorin des Austausches, Anat Alon, befreundet ist.

Israelische Schüler leben eine Woche in Gastfamilien

„Belzig ist wunderschön“, schwärmt die 16-jährige Israelin Tamar Larmeli. „Hier ist alles so grün und die Häuser so bunt.“ Eine Woche leben die israelischen Schüler in Gastfamilien in Bad Belzig. Ein spannendes Programm wartet auf die Jugendlichen: Sie lernen die Altstadt kennen, besuchen die Steintherme, feiern Gottesdienst in Brück, besuchen die Titaten der Rennbahn und Potsdam. „Ich freue mich darauf, die deutsche Kultur kennenzulernen“, sagt Tamar. Hat sie schon Unterschiede zu den israelischen Gepflogenheiten festgestellt? „Wir essen mehr und wir reden lauter!“

Die Belziger Schülerin Maike Schönfeld stimmt dem zu: „In Israel wird zu jeder Mahlzeit unheimlich viel aufgetischt. Und Humus darf bei keiner Mahlzeit fehlen.“ Sie fühlte sich richtig wohl bei ihren israelischen Gastgebern und möchte auf jeden Fall noch einmal nach Israel reisen. „Es entstehen wirkliche Freundschaften, die lange anhalten“, so die israelische Lehrerin Anat Alon. Seit elf Jahren besucht sie Belzig mit israelischen Jugendlichen. „Für mich ist die Stadt mittlerweile wie ein zweites Zuhause.“

Angespannte Lage nach Bomben-Explosion

Eine Reise nach Israel will gut vorbereitet sein: Sechsmal trafen sich die Jugendlichen aus dem Fläming für mehrere Stunden mit ihren Betreuern um über Organisatorisches, aber auch über die Geschichte Israels und die aktuelle politische Situation zu sprechen. Wochen vor ihrem Abflug explodierte in Tel Aviv eine Bombe. „Wir waren deshalb angespannter als die Jahre zuvor“, so Frank Moritz, Lehrer am Fläming-Gymnasium. Es gab keine offizielle Reisewarnung für Israel, dennoch informierte er das Auswärtige Amt über die Reiseroute der Gruppe.

„Ansonsten ist das fast wie eine Klassenfahrt in den Harz“, sagt Moritz. Er begleitete bereits zum sechsten Mal Jugendliche aus dem Fläming nach Israel. Unterstützt wird er dabei von Ella Enzmann, Sozialarbeit-Studentin aus Lütte. Beide kennen Israel gut. Enzmann spricht sogar hebräisch. Die 27-jährige Studentin arbeitete ein Jahr lang freiwillig in einem israelischen Altersheim für Holocaust-Überlebende.

Deutsche und israelischen Austauschschüler posieren für ein Gruppenbild mit ihren Betreuern

Deutsche und israelischen Austauschschüler posieren für ein Gruppenbild mit ihren Betreuern.

Quelle: Daniela Singhal

Besonders der Besuch in Jerusalem beeindruckte die Schüler aus dem Fläming. „Das war sehr beeindruckend“, erinnert sich der 16-jährige Belziger Antonius Thile. „Am Anfang war es komisch für uns mitten in der Stadt Soldaten zu sehen. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt“. Hatte er vor der Reise Angst? „Nein gar nicht. Wir waren ja super vorbereitet.“

Von Daniela Singhal

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