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Potsdam-Mittelmark Schüler feiern Himmels 250. Geburtstag
Lokales Potsdam-Mittelmark Schüler feiern Himmels 250. Geburtstag
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00:24 25.11.2015
Eine kleine Gruppe erinnerte am Freitagabend am Denkmal im Treuenbrietzener Stadtpark an den 250. Geburtstag von Friedrich Heinrich Himmel. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Mit einem kleinen Programm haben Schüler der Geschichtswerkstatt des Gymnasiums „Am Burgwall“ Treuenbrietzen und einzelne Gäste an Friedrich Heinrich Himmel (1765–1814) erinnert. Anlass war der 250. Geburtstag des in der Stadt geborenen Musikers. Der Sohn einer Gastwirtsfamilie war nach seinem Theologie-Studium als Musiker am preußischen Hofe von König Friedrich Wilhelm II. als Klaviervirtuose, königlicher Hofkapellmeister sowie Komponist bekannt geworden. Er komponierte nicht nur die Siegeskantate zur Schlacht bei Großbeeren, in der im August 1813 Preußen und seine Verbündeten die französischen Truppen Napoleons zurückschlugen. Auch hinterließ der begabte Musiker Opern, geistliche sowie weltliche Chorwerke und an die 300 Lieder. Hinzu kamen Sinfonien, Klavier-Konzerte, Ouvertüren und Militärmärsche. Seine religiösen und patriotischen Lieder waren im 19. Jahrhundert fester Bestandteil von Schulliederbüchern.

Gedichte im Stadtpark

Am Denkmal für Friedrich Heinrich Himmel in Stadtpark an der Badeanstalt trugen Luise Päpke und Elaine Poet am Freitagabend kurz Texte Himmels vor. Als parallel in der Theatergruppe „Treuenbrietzener Stadtgaukler“ aktive Laien-Schauspielerinnen hatten beide schon im September an das besondere Jubiläum erinnert. An gleicher Stelle am Denkmal hatten sie das Theaterstück „Das Posthaus in Treuenbrietzen“ aufgeführt. Der Dramatiker, Schriftsteller und Librettist August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (1761–1819) hatte sich für dieses Lustspiel wohl von Erzählungen seines Zeitgenossen Himmel inspirieren lassen. Im Jahr zuvor würdigten die Stadtgaukler Friedrich Heinrich Himmel anlässlich seines 200. Todestages bereits mit einem anderen Theaterstück.

„Man kann diese Jubiläen ja nicht unbeachtet lassen“, sagt Helmut Päpke aus Rietz. Er ist einer der Tutoren der Geschichtswerkstatt am Gymnasium und Heimatforscher. Nach seiner Ansicht ist das Werk Himmels „heute Musikgeschichte, wenngleich seine Melodien nur noch selten erklingen“, so Päpke. Wenigstens der kommunale Chor des Treuenbrietzener Ortsteiles Rietz führe ab und an unter Leitung des pensionierten Pfarrers Jürgen Lüdersdorf Lieder von Friedrich Heinrich Himmel auf. So auch beim Konzert am 6. Dezember. Sein Andenken werde zudem gepflegt, indem die regelmäßig von Schülern des Gymnasiums veranstaltete Geschichtsrallye das Geburtshaus Himmels an der Großstraße 68 sowie das auf Initiative des Stadtchronisten Carl Nathanael Pischon zu Himmels 100. Geburtstag 1865 errichtete Denkmal im Stadtpark als Anlaufpunkte beinhaltet.

Seitens der Stadt gab es keine offizielle Würdigung des 250. Geburtstages des Komponisten. Seit Jahren bemüht sich die Kommune, das marode Himmel-Denkmal im Park sanieren zu können. Doch fehlt dafür Geld. Fördermittel aus der Altstadtsanierung kann nicht beantragt werden, da der südliche Parkbereich mit dem Denkmal nicht mehr im offiziell ausgewiesenen Sanierungsgebiet liegt.

Der schlechte Zustand des Denkmals sei schon vor 50 Jahren zu Himmels 200. Geburtstag kritisiert worden, erinnerte sich Ilse Waschau am Freitagabend. „Damals hatte dann Ortchronist Helmut Vorkastner selbst zum Pinsel gegriffen, um das Relief frisch mit goldener Farbe zu umranden“, erzählte die langjährige Kantorin der Marienkirche bei der Geburtstagsfeier in kleinem Rahmen für Friedrich Heinrich Himmel.

Von Thomas Wachs

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