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Schüler testen neuen Job-Parcours

Job Navi PM in Geltow Schüler testen neuen Job-Parcours

Hunderte Schüler aus ganz Potsdam-Mittelmark haben in den vergangenen drei Tagen den neu konzipierten Berufsorientierungsparcours „Job Navi PM“ in der Geltower Sporthalle ausprobiert. Am Mittwoch hat Bildungsminister Günter Baaske den Entwicklern vom Technologie- und Gründerzentrum Fläming (TGZ) einen Besuch abgestattet.

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Baaske schaut den Schülern über die Schultern.

Quelle: Luise Fröhlich

Geltow. An drei Tagen hat das Technologie- und Gründerzentrum Fläming (TGZ) mit Schülern der 8. und 9. Klassen den neuen Parcours zur Berufsorientierung „Job Navi PM“ in Geltow getestet. Am Mittwoch endete der Probelauf in der Sporthalle mit dem Besuch von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und dem Vize-Landrat Christian Stein (CDU). Veranstalter, Schüler und Unternehmen zeigten sich begeistert von dem Konzept, das auch der hohen Quote der Ausbildungs- und Studienabbrecher entgegen wirken soll.

Alle Schüler durchlaufen bei dieser Navigation durch ihre potenzielle berufliche Zukunft sieben Stationen, die sieben verschiedenen Branchen entsprechen. Dort stehen jeweils zwei bis drei Unternehmen aus der Region, die Übungen vorbereitet haben und Fragen beantworten. Das Resort Schwielowsee etwa präsentierte sich in der Kategorie der Tourismusberufe. Für erfolgreiches Serviettenfalten bekamen die Schüler einen Teddy und Günter Baaske half den Schülern aus Kleinmachnow bei der Aufgabe, die Sehenswürdigkeiten des Landkreises Potsdam-Mittelmark auf der Karte wiederzufinden.

Neuer Parcours füllt eine Lücke

„Auf spielerische Weise werden die Jugendlichen an die Vielfalt der Berufe herangeführt und so auch nicht überfordert“, sagte Entwicklerin Caroline Stallbaum vom TGZ. Der Parcours soll nach dem erfolgreichen Probelauf im nächsten Jahr allen weiterführenden Schulen im Landkreis Potsdam-Mittelmark angeboten werden. Laut TGZ-Geschäftsführer Michael Paduch verbindet „Job Navi PM“ die bereits bestehenden Säulen der Berufsorientierung miteinander. Der ähnliche Parcours „Komm auf Tour“ konzentriere sich auf die Stärken und Schwächen der Schüler und stelle noch nicht den direkten Kontakt zu den Unternehmen her.

Günter Baaske lobte die Idee: „Es ist eine sehr sinnvolle Ergänzung zum Konzept des Landes.“ Der Parcours sei ein zusätzlicher Baustein zur Potenzialanalyse in der 7. Klasse und dem Berufswahlpass, den die Achtklässler bekommen, um ihre Findungsphase zu dokumentieren. „Job Navi PM“ soll auch dabei helfen, Fehlentscheidungen und Abbrüche zu vermeiden. Derzeit kommen laut Arbeitsagentur auf knapp 5000 Ausbildungsplätze in Brandenburg 4000 Jugendliche, die noch auf der Suche sind. „Nicht jeder Topf findet seinen Wunschdeckel, das muss den Jugendlichen klar sein“, so der Bildungsminister weiter. Einige Schüler konnten bereits in den drei Testtagen Kontakte knüpfen. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse hat schon potenzielle Praktikanten finden können.

Finanziert wurde der Testlauf vom Landkreis Potsdam-Mittelmark. Wie viel Geld nötig war, konnte das TGZ noch nicht beziffern. Die Entwickler hoffen für die Realisierung im kommenden Jahr auch auf die Unterstützung des Kreises. „Für uns ist dieser Parcours wichtig, weil wir wollen, dass die jungen Leute bei uns in der Region arbeiten können und hier bleiben“, sagte Christian Stein.

Von Luise Fröhlich

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