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Potsdam-Mittelmark Schülerarbeiten werden in Buch veröffentlicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Schülerarbeiten werden in Buch veröffentlicht
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19:05 27.10.2016
Im Buch verewigt ist auch die Arbeit von Lina Hinze mit dem Titel „Jeder kann ein Engel sein“. Quelle: privat
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Treuenbrietzen

Freude und Überraschung waren groß bei Treuenbrietzener Schülern des Gymnasiums. Einige ihrer voriges Jahr für eine Ausstellung zum Thema Toleranz und Rassismus gefertigten Bilder sind jetzt in einem Buch veröffentlicht worden.

Die Bilder und das Buch entstanden im Projekt „Wer wenn nicht wir“ der bundesweit tätigen Künstlerin Silvia Izi. Alarmiert durch die zunehmende Fremdenfeindlichkeit fordert die Grafikerin seit 1992 Schüler aller Altersstufen und Schulformen auf, zum Thema „Rassismus und Gewalt“ künstlerisch zu arbeiten. Inzwischen war das Projekt an 90 Orten zu sehen. Rund 300 Schulen beteiligten sich deutschlandweit. Wandernd und wachsend wird die Schau an jedem Ausstellungsort durch neue Arbeiten erweitert, aktualisiert und bereichert.

Eine Auswahl von 200 Arbeiten ist nun im Buch mit dem Titel „Der Storch macht keinen Unterschied“ zusammengefasst. Aus Treuenbrietzen gingen die Bilder von Louis Damm mit dem Titel „2 People - 1 Proble = Mobbing!“ sowie von Lina Hinze („Jeder kann ein Engel sein“) und von Bastian Schulze („Das, was mir einfällt für die Rettung der Welt“) in das Buch ein. Darin sind Zeichnungen und Collagen in Farbe sowie schwarz-weiß zusammengestellt.

„Ich glaube, dass die Schüler überrascht waren, dass nach einem Jahr ihre Anstrengung und ihre Arbeit nicht in Vergessenheit geraten ist, sondern auf diese Art wertgeschätzt wird“, sagt Diana Bölke. Die Treuenbrietzener Sozialarbeiterin hatte das Projekt im vorigen Jahr begleitet. Nach der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema mündete das Kunstprojekt in einer Ausstellung im Medianzentrum der örtlichen Johanniter-Kliniken. „Das nun dieses Buch auch in der Schulbibliothek steht und von allen eingesehen werden kann, erfüllt die drei Schüler schon mit Stolz“, so Bölke. Ihnen selbst wurde das Buch als Geschenk überreicht, verbunden mit Glückwünschen der Initiatoren, darunter die deutsche Unseco-Kommission. Sie hat diese einmalige und erfolgreiche künstlerische Solidaritätserklärung als Beitrag zur internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit ausgezeichnet.

Titelgebend für das Buch ist das Bild der Schülerin Gudrun Schorr aus Ludwigshafen/Rhein von 1998, das auch den Umschlag des Buches bildet. „In den Bilder des Buches bringen Kinder und Jugendliche auf eindringliche Weise zum Ausdruck, was sie in unserer Gesellschaft erstaunt, ängstigt oder wütend macht“, erzählt Diana Bölke. Aus den Bildern der Treuenbrietzener Schüler spreche die Hoffnung auf eine Welt, in der statt Gewalt und Hass Friede und Empathie das Leben der Menschen bestimmen sollen.

Von Thomas Wachs

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