Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Schülerarbeiten werden in Buch veröffentlicht

Treuenbrietzen Schülerarbeiten werden in Buch veröffentlicht

Ein bundesweites Kunstprojekt zum Thema „Rassismus und Gewalt“ mündete jetzt in einem Buch. Unter den in 20 Jahren beim Projekt „Wer wenn nicht wir“ an 300 Schulen entstandenen Arbeiten sind jetzt 200 ausgewählt worden. Darunter auch drei Werke aus dem Vorjahr von Schülern des Treuenbrietzener Gymnasiums.

Voriger Artikel
Immer mehr Zuspruch für das Familienzentrum
Nächster Artikel
Spähte ein Syrer für IS Berliner Terror-Ziele aus?

Im Buch verewigt ist auch die Arbeit von Lina Hinze mit dem Titel „Jeder kann ein Engel sein“.

Quelle: privat

Treuenbrietzen. Freude und Überraschung waren groß bei Treuenbrietzener Schülern des Gymnasiums. Einige ihrer voriges Jahr für eine Ausstellung zum Thema Toleranz und Rassismus gefertigten Bilder sind jetzt in einem Buch veröffentlicht worden.

Die Bilder und das Buch entstanden im Projekt „Wer wenn nicht wir“ der bundesweit tätigen Künstlerin Silvia Izi. Alarmiert durch die zunehmende Fremdenfeindlichkeit fordert die Grafikerin seit 1992 Schüler aller Altersstufen und Schulformen auf, zum Thema „Rassismus und Gewalt“ künstlerisch zu arbeiten. Inzwischen war das Projekt an 90 Orten zu sehen. Rund 300 Schulen beteiligten sich deutschlandweit. Wandernd und wachsend wird die Schau an jedem Ausstellungsort durch neue Arbeiten erweitert, aktualisiert und bereichert.

Eine Auswahl von 200 Arbeiten ist nun im Buch mit dem Titel „Der Storch macht keinen Unterschied“ zusammengefasst. Aus Treuenbrietzen gingen die Bilder von Louis Damm mit dem Titel „2 People - 1 Proble = Mobbing!“ sowie von Lina Hinze („Jeder kann ein Engel sein“) und von Bastian Schulze („Das, was mir einfällt für die Rettung der Welt“) in das Buch ein. Darin sind Zeichnungen und Collagen in Farbe sowie schwarz-weiß zusammengestellt.

„Ich glaube, dass die Schüler überrascht waren, dass nach einem Jahr ihre Anstrengung und ihre Arbeit nicht in Vergessenheit geraten ist, sondern auf diese Art wertgeschätzt wird“, sagt Diana Bölke. Die Treuenbrietzener Sozialarbeiterin hatte das Projekt im vorigen Jahr begleitet. Nach der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema mündete das Kunstprojekt in einer Ausstellung im Medianzentrum der örtlichen Johanniter-Kliniken. „Das nun dieses Buch auch in der Schulbibliothek steht und von allen eingesehen werden kann, erfüllt die drei Schüler schon mit Stolz“, so Bölke. Ihnen selbst wurde das Buch als Geschenk überreicht, verbunden mit Glückwünschen der Initiatoren, darunter die deutsche Unseco-Kommission. Sie hat diese einmalige und erfolgreiche künstlerische Solidaritätserklärung als Beitrag zur internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit ausgezeichnet.

Titelgebend für das Buch ist das Bild der Schülerin Gudrun Schorr aus Ludwigshafen/Rhein von 1998, das auch den Umschlag des Buches bildet. „In den Bilder des Buches bringen Kinder und Jugendliche auf eindringliche Weise zum Ausdruck, was sie in unserer Gesellschaft erstaunt, ängstigt oder wütend macht“, erzählt Diana Bölke. Aus den Bildern der Treuenbrietzener Schüler spreche die Hoffnung auf eine Welt, in der statt Gewalt und Hass Friede und Empathie das Leben der Menschen bestimmen sollen.

Von Thomas Wachs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg