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Schulanbau und Kita-Neubau sind fast fertig

Werder Schulanbau und Kita-Neubau sind fast fertig

Die Blütenstadt wächst und wächst. Fast jeder fünfte Zuzügler ist ein Kind, wie Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) am Donnerstag sagte. Für Betreuung und Bildung ist mit zwei Neubauten nun ein weiterer Stein gesetzt. Pünktlich zum Schulanfang wird der Erweiterungsbau der Carl-von-Ossietzky-Schule bezugsfertig sein und auch in der Kita geht es bald los.

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Stolz auf den Neubau: 1. Beigeordneter Christian Große, HGW-Geschäftsführer Thomas Lück, Bürgermeisterin Manuela Saß und Sachbereichsleiterin Ulrike Paniccia (v.l.).

Quelle: Luise Fröhlich

Werder. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres ist der Neubau an der Carl-von-Ossietzky-Schule in Werder fertig geworden. Das verkündete die Stadt am Donnerstag bei einem offiziellen Rundgang durch das Gebäude. Am 4. September dürfen die Grundschüler dann selbst ihre neuen Räume in Beschlag nehmen. „Wir hatten ja gesagt: Es wird knapp, aber wir schaffen es“, sagte Arnd Lieder von der Firma Kleusberg, die den Modulbau in Rekordzeit fertiggestellt hat. Denn im April wurden erst die Fundamente gelegt. Danach rollten 18 Module auf Schwerlasttransportern durch die Stadt, die bis zu vier Meter hoch und sechszehn Meter lang waren, wie Arnd Lieder berichtet. Eine Woche hat die Montage gedauert, danach begann der Ausbau.

Die Klassenzimmer im Schulneubau sind sogar schon möbliert

Die Klassenzimmer im Schulneubau sind sogar schon möbliert.

Quelle: Luise Fröhlich

Gekostet hat der dringend nötige Erweiterungsbau 3,2 Millionen Euro, die komplett aus dem städtischen Haushalt stammen. Werder ist inzwischen nach Zahlen des Einwohnermeldeamtes auf nahezu 26 000 Einwohner gewachsen, und fast jeder fünfte Zuzügler ist ein Kind, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Der Verwaltung sei durchaus bewusst gewesen, dass die Modulbauweise nicht die günstigste ist. „Aber sie ist schnell und wir brauchten eine schnelle Lösung“, erklärte Werders 1. Beigeordneter, Christian Große (CDU). Neben Schnelligkeit kam es aber auch auf Qualität an. Dafür holte sich die Stadt Erfahrungsberichte von einer Falkenseer Schule ein.

Modulbauweise unter laufendem Betrieb eine gute Lösung

In dem zweigeschossigen Neubau befinden sich acht Klassenräume, zwei Fachräume, ein Lehrerzimmer und ein zusätzlicher Raum für Sonderpädagogik. „Ich bin überglücklich. Wir hatten einen Plan B für den Beginn des Schuljahres, falls der Neubau doch nicht fertig wird, aber den brauchen wir nun nicht mehr“, sagte Schulleiterin Ines Lenius.

Christian Große (r) testet die Tafel im großen Konferenzraum der Schule

Christian Große (r.) testet die Tafel im großen Konferenzraum der Schule.

Quelle: Luise Fröhlich

Vom Boden bis zur Decke sind die Flure und Räume mit Schallschutz ausgestattet, es gibt einen Fahrstuhl, Toiletten in jeder Etage, Sonnenschutz an allen Fenstern und interaktive Tafeln, die das Konzept der Vermittlung neuer Medien der Schule unterstützen. Sechs neue Lehrer werden in diesem Jahr dazu kommen. „Fünf davon haben gerade frisch ihren Abschluss und können das Gelernte gleich hier umsetzen“, so die Schulleiterin weiter. Für den Bau des neuen Schulhauses unter laufendem Betrieb sei die Modulbauweise nach ihrer Erfahrung sehr vorteilhaft. „Es gab keine Probleme und keine Störungen“, sagte sie. Die insgesamt 45 Lehrer der Schule können sich auf einen großen Konferenzraum im Obergeschoss freuen und auf ausreichend Platz dank fast deckenhohen Einbauschränken in den Vorbereitungsräumen.

Kita wird am 4. Oktober geöffnet

Einen Monat nach der Schuleröffnung wird nach einem halben Jahr Bauzeit auch die neue Kita mit 100 Plätzen in der Adolf-Damaschke Straße 44 eingeweiht. Diese ist ebenfalls in Modulbauweise errichtet worden. Bauherr ist die kommunale Haus- und Grundstücksgesellschaft HGW, die auch den Schulneubau betreut hat. Gebaut wird die Kita von der Firma Alho Systembau. Die Stadt Werder wird den Kindergarten nach Fertigstellung mieten. Aufgeteilt ist die Einrichtung so ähnlich wie der Schwester-Bau in Töplitz, sagte HGW-Geschäftsführer Thomas Lück. Sie besteht aus Krippe, Kindergarten, Wirtschaftsflügel und einem 85 Quadratmeter großen „Kinderrestaurant“.

Dort wo künftig der große Spielplatz der Kita sein wird, verlegen die Bauarbeiter gerade noch Steine

Dort wo künftig der große Spielplatz der Kita sein wird, verlegen die Bauarbeiter gerade noch Steine.

Quelle: Luise Fröhlich

Details wie die einbruchsichere Nacht-Lüftungsfenster, Schallschutzdecken, Treppchen zum Wickeltisch oder große Spielflure mit kindgerechten Fensterbänken sowie die komplette Barrierefreiheit lassen den Bau durchdacht wirken. Da dieser Neubau eine Kita mit Integrationsanteil wird, gibt es auch Therapieräume und einen extra großen Bewegungsraum. Die Gesamtkosten liegen Thomas Lück zufolge bei etwa 2,9 Millionen Euro. Über diese Kita hinaus müssten in nächster Zeit noch zwei weitere gebaut werden, wie Bürgermeisterin Manuela Saß ankündigte.

Integrationskinder ziehen um

Der benachbarte Flachbau an der Carl-von-Ossietzky-Schule wurde in den Ferien ebenfalls renoviert und mit Schallschutz und W-Lan ausgestattet.

Dort kommen die Schüler der 1. und 2. Klassen unter und im Neubau die 3. bis 6. Klassen. Die Primarstufe ist dann räumlich von der Sekundarstufe I getrennt.

Insgesamt lernen ab September 589 Schüler an der Carl-von-Ossietzky-Schule, im Grundschulbereich sind es 290.

In der neuen Kita werden zum Start am 4. Oktober 16 Erzieher und eine Leiterin tätig sein. Der Name der neuen Einrichtung steht der Stadtverwaltung zufolge zwar schon fest, wird aber erst am Eröffnungstag verraten.

Einige Erzieher der derzeitigen Integrationskita „Anne Frank“ werden in die Adolf-Damaschke-Straße ziehen. Für die Kita in der Elsastraße wird ein neues Konzept ohne Integrationskinder erarbeitet, so dass es in Werder weiterhin nur eine Integrationskita geben wird.

Von Luise Fröhlich

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