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Schulcampus: Stadt fordert Korrektur

Werder Schulcampus: Stadt fordert Korrektur

Die CDU in Werder erwartet vom Kreis mehr Unterstützung beim Bau des Schulcampus, um Zahlungen an Potsdam für Schulpendler aus dem Umland in Grenzen zu halten. Darüber hinaus soll der Kreis seine Schulentwicklungsplanung überarbeiten, denn die Stadt ist auf mehr als 25 000 Einwohner gewachsen.

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Das städtische Gymnasium Werder reicht für die gegenwärtigen und künftigen Schülerzahlen nicht aus.

Quelle: Jacqueline Schulz

Werder.  Die Stadt Werder und die Hoffbauerstiftung planen einen Schulcampus in Glindow und setzen auf mehr Unterstützung vom Kreis. „Die Prognosezahlen im Schulentwicklungsplan des Kreises sind von der tatsächlichen Entwicklung Werders aber längst überholt“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU Werder. Sie reagiert damit auch auf die angekündigte Novellierung des Schulgesetzes. „Wenn Schüler aus dem Umland Potsdamer Gymnasien besuchen, kann dies zu einer teuren Angelegenheit für den Landkreis werden“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsetzende Peter Kreilinger. Die vom Kabinett in dieser Woche beschlossene Reform des Brandenburger Schulgesetzes sollte laut Kreilinger dem Kreis ein dringender Anlass sein, seinen Schulentwicklungsplan für die Region Werder anzupassen. Der Änderung des Gesetzes muss der Landtag zwar noch zustimmen, aber vorgesehen ist, Umlandgemeinden mehr als bisher zur Kasse zu bitten, wenn zum Beispiel Schüler aus Werder in Potsdam zur Schule gehen.

 „Niemand verliert gerne Zeit für Verkehrswege. Deshalb wird kein Werderaner sein Kind auf das Gymnasium nach Potsdam schicken, wenn es in Werder eine geeignete Schule gibt“, sagt Kreilinger. „Statt am Ende Geld nach Potsdam zu schicken, sollte der Kreis dem städtischen Gymnasium in Werder einen stärkeren Stellenwert in seinem Schulentwicklungsplan geben.“ Der Kreis sollte die rasche Umsetzung der Pläne der Hoffbauerstiftung für ein weiteres Gymnasium in Werder nach Kräften unterstützen, erwartet die CDU in Werder.

Die Stadt Werder plant seit längerer Zeit den Ausbau des städtischen Gymnasiums und unterstützt die Pläne der Hoffbauerstiftung für einen Campus. „Jetzt ist es Aufgabe des Kreises, unter anderem mit Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, seinen Teil beizutragen, dass viele Kinder aus Werder und Umgebung vor Ort entsprechende schulische Angebote finden“, heißt es in der Presseinformation der CDU Werder. Dies sei umso dringlicher, weil Werder auf über 25 000 Einwohner gewachsen ist.

„Es wäre grober Unfug, wenn der Kreis Infrastruktur in Potsdam statt in seinen Kommunen finanzierte“, so Kreilinger. Er erinnert daran, dass die Stadtverordneten in Werder bereits vor einiger Zeit auf Antrag der CDU-Fraktion einen Auftrag zu Planungen für Anbauten am städtischen Ernst-Haeckel-Gymnasium ausgelöst hatten.

 Mit der evangelischen Hoffbauer-Stiftung wurde eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Schulcampus in Glindow vereinbart. „Der Kreis ist jedoch für die Schulentwicklungspläne zuständig. Wird dort keine Entwicklungsmöglichkeit für Gymnasien in Werder vorgesehen, können die Schulträger nicht handeln.“ Mit der Reform des Schulgesetzes ist für die CDU absehbar, dass Potsdam dem Kreis erhebliche Zusatzforderungen bescheren wird. Die Stadt Potsdam setzt schon jetzt darauf, für Schulpendler und Schulneubauten vom Kreis 700 000 Euro kassieren zu können.

Von Regine Greiner

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