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Potsdam-Mittelmark Schule führt Jugendliche ins Berufsleben
Lokales Potsdam-Mittelmark Schule führt Jugendliche ins Berufsleben
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15:35 26.02.2018
Johanna Johannink (2.v.r.) und Nadine Vogel (r.) von den Recura-Kliniken beraten Schüler zu den Berufsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen.    Quelle: Heinz Helwig
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Beelitz

 Bislang rollte einmal in jedem Jahr das Lehrstellen-Mobil auf den Schulhof der Solar-Oberschule in Beelitz. Mit ihm half die Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Potsdam den Schülern, den richtigen Beruf zu finden. Diesmal kamen sieben Unternehmen aus der Region Beelitz und Seddiner See selbst zu den Oberschülern, um ihnen die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben vorzustellen. „Die Firmen hatten uns direkt angesprochen und wollten sich den Schülern präsentieren. Das hätten wir im regulären Unterricht nie unterbringen können. Also kamen wir auf die Idee, einen Berufsorientierungstag mit einer Ausbildungsmesse zu veranstalten“, sagt Schulleiterin Michaela Brückner.

Diese Messe sei bei den Schülern sehr gut angekommen, meinte Brückner nach der Veranstaltung. Einige hätten sich schon im Vorfeld genauer über ein bestimmtes Berufsbild in einem konkreten Ausbildungsbetrieb informiert. Sie kamen mit kompletten Bewerbungsunterlagen in die Schule.

„Wir haben diesen Tag gleichzeitig genutzt, um unseren neunten Klassen einen Überblick über mögliche Schülerpraktikumsplätze zu geben. Dieses Praktikum absolvieren die Schüler zwei Wochen lang im April. Es soll ihnen helfen, den richtigen Ausbildungsplatz für sich zu finden“, so die Schulleiterin.

Unternehmen sucht Straßenbauer

Den haben einige Zehntklässler auf dem Berufsorientierungstag auch gefunden. Elektromeister Jürgen Spahn aus Beelitz wird einen Schüler ausbilden, und auch die Strabag AG, die in Neuseddin einen Standort unterhält, hat mit einem Jugendlichen einen Lehrvertrag abgeschlossen. „Der Schüler absolvierte bei uns ein Praktikum beim Ausbau der Ortsdurchfahrt durch Beelitz-Heilstätten. Dadurch fand er zu seinem künftigen Beruf“, sagt Strabag-Ausbildungskoordinator Heiko Rauschenbach. Das Unternehmen sucht vor allem Baugeräteführer und Straßenbauer. Aber auch zum Bauingenieur oder zum Industriekaufammen können sich junge Leute in dem Unternehmen ausbilden lassen. „Für uns zählen nicht nur die schulischen Leistungen. Wir legen auch großen Wert auf Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit“, betont Rauschenbach.

Firma und Oberschule schließen Kooperationsvertrag ab

Für die kommenden Jahre haben Strabag AG und Solar-Oberschule ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Der Betrieb will unter anderem Schul- und Unterrichtsprojekte unterstützen, den Schülern detailliert den Betrieb und seine Ausbildungs- sowie Aufstiegsmöglichkeiten vorstellen und beim Übergang von der Schule in die Ausbildung beratend zur Seite stehen. Bei Schul- und Betriebsveranstaltungen wie beispielsweise Tage der offenen Tür, Zukunftstage oder Elternabende wollen sich beide Partner gegenseitig unterstützen.

Eine zweite Kooperation will die Solar-Oberschule mit der Median Kinder- und Jugendklinik in Beelitz-Heilstätten vereinbaren. „Vor allem bei den Mädchen sind medizinische Berufe sehr beliebt, während die Jungen mehr auf Autos und Technik stehen“, begründet Schulleiterin Michaela Brückner die geplante Zusammenarbeit.

Mit der Berufsorientierung beginnt die Solar-Oberschule bereits in den achten Klassen. In einem zweiwöchigen Aufenthalt im Zentrum für Gewerbeförderung der Handwerkskammer Potsdam in Götz lernen die Schüler erstmalig das Berufsleben kennen. Ein intensives Bewerbungstraining mit externen Partnern schließt sich in der jeweils letzten Woche der laufenden Schuljahre an.

Michaela Brückner, Leiterin der Solar-Oberschule in Beelitz, und Heiko Rauschenbach, Ausbildungskoordinator der Strabag AG schließen auf dem Berufsorientierungstag an der Schule einen Kooperationsvertrag ab. Quelle: Heinz Helwig

Die Schule arbeitet außerdem seit vier Jahren mit dem Coaching-Laden in Berlin zusammen. Professionelle Trainer dieser Agentur üben drei Tage lang mit den Schülern der neunten Klassen, wie sie sich erfolgreich bewerben können. Für die wenigen Problemfälle hat die Solar-Oberschule einen sogenannten Berufseinstiegsbegleiter, der dem Schüler beim Übergang in sein Berufsleben hilft. „Die ersten Anzeichen zeigen sich meist in der Hälfte der zehnten Klasse. Spätestens da setzt die Begleitung ein“, sagt Schulleiterin Brückner.

Jeder Schüler soll den für ihn richtigen Beruf finden, damit es später nicht zum Abbruch der Ausbildung kommt, lautet das Ziel der Schule.

Mit „Herausragender Berufsorientierung“

Nach der zehnten Klasse gehen die Beelitzer Solar-Oberschüler in die sogenannte duale Ausbildung (Berufsschule/Ausbildungsbetrieb).

Sie können aber auch an der Fachoberschule die Fachhochschulreife erlangen oder in die gymnasiale Oberstufe wechseln.

Im Durchschnitt verlassen jährlich etwa 60 bis 65 Schüler die Oberschule in Beelitz. Derzeit lernen etwa 270 Schüler in drei Klassenzügen an der Schule

Die Schule wurde mit dem Prädikat „Herausragende Berufsorientierung“ ausgezeichnet.

Den Zusatz „Solar“ trägt die Schule seit 1997. In diesem Jahr wurde auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Das professionelle Training zur Bewerbung mit dem Berliner Coaching-Laden ist von der Initiative Sekundarstufe 1 (Insek) befürwortet worden. Auf Antrag der Beelitzer Solar-Oberschule prüft Insek den Bedarf und schreibt die Leistung aus.

Die Firma Strabag bildet nach Angaben von Koordinator Heiko Rauschenbach derzeit rund 50 Lehrlinge in drei Ausbildungsjahren in Berlin und im Land Brandenburg aus.

Von Heinz Helwig

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