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Schulhof wird zum Campus

Große Pläne mit Stahnsdorfer Lindenhof-Grundschule Schulhof wird zum Campus

Die Lindenhof-Grundschule in Stahnsdorf soll einen Campus mit neuer Sporthalle und weiterem Hortgebäude erhalten. Derzeit wird das Dach des mehr als einhundertjährigen Schulhauses erneuert und die Fassade saniert. Die Gemeinde will die Schule von derzeit zwei auf künftig drei Klassenzüge erweitern. Ein Berliner Planungsbüro hat ein Konzept für das Campus-Projekt erarbeitet.

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An der Lindenhof-Grundschule in Stahnsdorf haben die Bauleute mit der Erneuerung des Daches sowie der Fassade begonnen.

Quelle: Stephan Reitzig

Stahnsdorf. Die Lindenhof-Grundschule in Stahnsdorf ist seit einigen Tagen eingerüstet. Bauleute werden in den nächsten Wochen das Dach erneuern und am Obergeschoss eine neue Dämmung einbauen, die die Fassade besser vor Witterungseinflüssen schützt. Die Fassade des mehr als einhundertjährigen Schulhauses soll anschließend ebenfalls saniert werden. Die lärmintensiven Baumaßnahmen sollen weitestgehend in den Herbstferien abgeschlossen werden. Je nach Wetterlage wollen die Bauarbeiter Ende November mit der restlichen Sanierung fertig sein. Die Sanierung kann symbolisch als Start für den Umbau des Schulgeländes zu einem Campus mit neuer Sporthalle und weiterem Hortgebäude gewertet werden.

Aufgrund des anhaltenden Zuzugs will Stahnsdorf die Lindenhof-Grundschule von derzeit zwei auf drei Klassenzüge ausbauen. Dazu ist auch eine Umstrukturierung des Schulgeländes erforderlich. Die Gemeinde beauftragte die Plafond Gesellschaft für kostenoptimiertes Bauen GmbH in Berlin mit einem Masterplan für einen „Campus mit Sportanlagen und Horteinrichtung“ an der Mühlenstraße. Das Planungsbüro stellte jetzt ein Nutzungskonzept vor.

Nach einem mehrstufigen Bauablaufplan sollen zuerst die neue Sporthalle und später das weitere Hortgebäude gebaut sowie zuletzt der künftige Campus vervollständigt werden. Für die Zweifeldhalle hat die Gemeindeverwaltung im Haushaltsplan für 2016 bis zu anderthalb Millionen Euro eingeplant. Sie wird vis-a-vis des Fitnesscenters „Fit 2000“ errichtet. Die Freianlage mit dem Kleinspielfeld, der Laufbahn und der Weitsprunganlage sollen hinter der Halle angelegt werden, um eine Lärmbelästigung der Anwohner am Campus zu vermeiden. Die Halle soll auch für andere Veranstaltungen sowie als Mensa für die Schüler nutzbar sein.

Der neue Hort sollte ursprünglich dreigeschossig werden. Nach Rücksprache einigten sich die Planer mit der Gemeindeverwaltung nun auf zwei Geschosse. 16 Hortgruppen – jeweils acht auf jeder Etage – werden Haupt- und Nebenräume erhalten. Im Obergeschoss sieht das Konzept zusätzliche Räume für Betreuungsangebote oder eine kleine Teeküche vor. Das Hortgelände wird ebenfalls aus Lärmschutzgründen von den benachbarten Wohnhäusern abgewandt angelegt.

Eine Schleife auf der Zufahrt zum Schulgelände in der Mühlenstraße soll den Eltern das Bringen und Abholen ihrer Kinder erleichtern. Dann müssen die Schüler nicht mehr auf der viel befahrenen Mühlenstraße aus- oder einsteigen und der übrige Verkehr würde nicht mehr von haltenden Autos behindert, sagen die Planer. Vor den 54 Stellplätzen auf dem Schulgelände schlagen sie zehn sogenannte Kiss-and-Ride-Plätze vor, Kurzzeit-Halteplätze, um Schulkinder aus- oder einzuladen.

Die Turnhalle und der Hort könnten jeweils in einer Bauzeit von einem Jahr errichtet werden, heißt es. Wenn die Gemeinde das notwendige Geld hat, ließen sich beide Häuser auch parallel innerhalb eines Jahres bauen.

Von Heinz Helwig

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