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Potsdam-Mittelmark Der Sonder-Schulpreis war zum Greifen nahe
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Sonder-Schulpreis war zum Greifen nahe
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00:32 13.06.2015
Auf der Großleinwand verfolgten die Meusebach-Schüler in Geltow denVerleihung des deutschen Schulpreises in Berlin Quelle: Christel Köster
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Geltow

Die Entscheidung fiel erst fast zum Schluss und die Enttäuschung ist groß. Als die Meusebach-Grundschule in Geltow bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises am Mittwoch in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin als eine der drei möglichen Gewinnerinnen des Sonderpreises aufgerufen und ein kurzer Spot über das Schulleben gezeigt wird, bricht in zwei Klassenräumen in Geltow ohrenbetäubender Jubel aus. Die Schüler sitzen vor den Leinwänden und erkennen sich in dem Clip wieder. Nur wenige Minuten danach lähmendes Entsetzen. Eine berufsbildende Schule aus Würzburg schnappt den Geltowern den Sonderpreis weg. Das tut weh. Einige Buh-Rufe fliegen durchs Klassenzimmer. Dann leert sich der Raum. Die Kinder wollen nicht mehr wissen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Gesamtschule Barmen im nordrhein-westfälischen Wuppertal als beste Schule Deutschlands auszeichnen wird.

Dabei hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Schule für Schule wurde bei den vier zweiten Preisen aufgerufen, ohne dass der Name Geltow fiel. Das nährte in den Mädchen und Jungen die Hoffnung auf die ersten beiden Plätze. Manche Kinder baumelten vor Aufregung mit den Beinen, fuhren sich mit der Hand ins Haar oder zupften sich dauernd am Ohr. Als Christina Stürmer in einer Pause ihre „Millionen Lichter“ sang, stimmten viele Mädchen in den Song ein. Man kennt die Charts. Die Jungen schwiegen. Sie haben vielleicht eine andere Vorstellung von Musik. Als Angela Merkel auf der Leinwand den Saal betrat, rutschten die Schüler aufgeregt auf den Stühlen hin und her.

Hätte die Meusebach-Schule einen der 25 000-Euro-Preise gewonnen, wäre ein Teil des Geldes in eine bessere Medienausstattung geflossen, sagte Schulleiterin Monika Nebel später im MAZ-Interview. Wie nötig die ist, zeigte sich bei der Übertragung der Festveranstaltung am Mittwoch. Während ein Teil der Schüler schon mit hängenden Ohren den Klassenraum verließ, jubelten im Nachbarraum andere noch dem Schulvideo zu. Der Beamer hatte immer wieder ausgesetzt und noch vor dem Ergebnis die Übertragung abgebrochen. Das blieb aber nicht lange ein Geheimnis. Das Eis, das die Schulleiterin jedem Schüler versprochen hatte, schubste den dicken Kloß im Hals weg.

„Wir sind glücklich, als kleine Schule mit derzeit 177 Kindern überhaupt so weit gekommen zu sein. Schließlich hatten wir nur noch vier der 15 Schulen gegen uns“, sagte Grundschullehrerin Lioba Millert, die am Mittwoch die Schulaufsicht hatte. „Schade, mit unseren vielen Projekten hätten wir den Hauptpreis verdient“, stimmte ihr der elfjährige Timon aus der fünften Klasse zu. Die achtjährige Maylea aus der Zweiten nickte dazu. „Aber die anderen Schulen waren auch nicht schlecht.“ In einem sind sich Lehrer und Schüler allerdings einig: Ohne ihre Schulleiterin hätten sie es nie bis ins Finale geschafft.

Verloren hat die Meusebach-Grundschule dennoch nicht. Ein Anerkennungspreis in Höhe von 2000 Euro ist ihr sicher. Die eine Hälfte soll in eine Fortbildung für die Lehrer fließen, vom Rest sollen die Schüler eine schöne Klassenfahrt unternehmen. In einigen Jahren könnte sich die Meusebach-Grundschule erneut für den Deutschen Schulpreis bewerben und dann vielleicht auch gewinnen, glaubt Monika Nebel. Dann aber sicher mit einem neuen Schulleiter, denn in ein paar Jahren will sie in den Ruhestand gehen.

Von Heinz Helwig

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