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Schulstandort soll erweitert werden

Wildenbruch Schulstandort soll erweitert werden

Die Gemeinde Michendorf will den Wildenbrucher Schulstandort erweitern. Zur Wahl stehen zwei Varianten, die Engpässe beheben sollen. Als Übergangslösung sind sogar Container geplant, in denen Schulsekretariat, Schulleitung und Lehrerzimmer untergebracht werden, um die freiwerdenden Zimmer in der Grundschule als Unterrichtsräume zu nutzen.

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Eine Variante sieht vor, die Kita rechts neben der Schule in einem Schulcampus zu integrieren und als Ersatz eine neue Kita am Pappelplatz zu bauen.

Quelle: Jens Steglich

Wildenbruch. Die Gemeinde Michendorf will den Schulstandort in Wildenbruch ausbauen. Wie Bauamtsleiter Christopher Gerhardt bestätigte, sind zwei Varianten im Spiel, die demnächst in den Gemeindegremien beraten werden. Eine Option sieht vor, einen Anbau am Hortgebäude zu errichten, um sowohl für den Hort als auch für die Grundschule zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Bei Variante zwei ist der Neubau einer Kita am Pappelplatz in Wildenbruch geplant. Die Kinder der Kita „Wildenbrucher Waldzwerge“ würden in dem Fall aus ihrem angestammten Haus, das sich gleich neben der Grundschule befindet, ausziehen und am Pappelplatz ihr neues Domizil bekommen. Das bisherige Kita-Gebäude würde im Gegenzug Bestandteil eines Schulcampus und soll von Schule und Hort genutzt werden.

Die Pläne sind eine Reaktion auf Platzprobleme am Schul-und Hortstandort in der Potsdamer Allee. Der Bauamtschef sieht nach einer ersten Analyse aktuell zwar noch keinen Platzmangel. Er räumte aber ein: „Wenn man die Prognosen zur Entwicklung der Kinderzahlen und die Anmeldezahlen sieht, muss man an dem Standort etwas tun.“ Eltern waren indes schon vor einigen Wochen auf die Barrikaden gestiegen und hatten Engpässe im Hort beklagt, die vor allem bei schlechtem Wetter auftreten, wenn alle Kinder in den Räumen beschäftigt werden müssen.

Weil die eine wie die andere Variante erst noch den Segen der Gemeindevertreter braucht und nicht über Nacht zu realisieren ist, liegt auch ein Vorschlag für eine kurzfristige Lösung auf dem Tisch. Laut Gerhardt sollen vorübergehend Container aufgestellt werden – für Schulsekretariat, Schulleitung und Lehrerzimmer. Die freiwerdenden Zimmer in der Schule sollen dann als Unterrichtsräume genutzt werden. Der Zeitplan sieht vor, dass die Gemeindevertretung im April mit einem Grundsatzbeschluss über die Erweiterungspläne entscheidet. Bereits am kommenden Montag befasst sich der Wildenbrucher Ortsbeirat mit der Thematik. Ortsvorsteher Manfred Bellin (FBL/UWG) wollte der Beratung nicht vorgreifen. Er verwies aber darauf, dass es zwei Schwierigkeiten am Schulstandort gibt: das Platzproblem und das Verkehrsproblem. Morgens zwischen 7 und 8 Uhr, wenn Kita- und Schulkinder zeitgleich von Eltern gebracht werden, kommt es regelmäßig zu einer Verkehrsnotlage vor den Einrichtungen. „Der Verkehr würde entzerrt, wenn die Kita an einem anderen Standort wäre“, sagte Bellin. Mit anderen Worten: Die Variante, die einen Kita-Neubau am Pappelplatz vorsieht, könnte das Platz- und das Verkehrsproblem lösen.

Bei einem Kita-Neubau würde die Bauverwaltung einen Kindergarten in freier Trägerschaft favorisieren. Das wäre die wirtschaftlichste Variante, sagte Gerhardt und verwies auf eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, in der unabhängig vom Standort drei Möglichkeiten für einen Kita-Neubau untersucht worden sind.

Variantenuntersuchung

Unabhängig vom Standort hat die Gemeindeverwaltung Kita-Neubau-Varianten untersucht.

Laut Bauamt ist die Option, eine Kita von einem freien Träger bauen und betreiben zu lassen, die wirtschaftlichste. Die Gemeinde zahlt dann nur einen Platzkostenzuschuss von etwa 160 Euro pro Kind.

Ein kommunaler Kita-Neubau kostet zwischen 2,1 und 2,5 Millionen Euro.

Baut ein Privater und vermietet die Kita an die Gemeinde, zahlt die Kommune monatlich etwa 10,50 Euro je Quadratmeter und rund 200 000 Euro für die Erstausstattung des Kindergartens.

Von Jens Steglich

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