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Schwanebecker enthüllen Gedenkstein

Bad Belzig Schwanebecker enthüllen Gedenkstein

Mehr als 100 Fredersdorfer waren bei der jüngsten Osterwanderung dabei. Sie führte in den Nachbarort. Am 325 Jahre alten Schwanebecker Gesundbrunnen wurde ein Gedenkstein enthüllt. Doch vor Ort in dem Ortsteil von Bad Belzig hat das Jubiläum noch nicht so großes Interesse geweckt.

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Werner Lehmann (links) und Werner Moritz (rechts) aus Schwanebeck enthüllen den Stein am 325 Jahre alten Gesundbrunnen.

Quelle: Christiane Sommer

Fredersdorf/Schwanbeck. Mehr als 100 Teilnehmer wurden bei der Wanderung am Ostermontag gezählt. Es handelt sich um eine noch junge Tradition in Fredersdorf. Die Idee dazu wurde erst vor fünf Jahren geboren. Mittlerweile ist daraus ein fester Termin im Veranstaltungskalender des 375-Einwohner-Ortes geworden.

Zu den von Wanderleiter Ingo Schwarz ausgesuchten Zielen gehörte unter anderem der Gesundbrunnen in Schwanebeck. Vor 325 Jahren wurde nämlich im Nachbarort eine heilsame Quelle entdeckt, die diesem Zipfel Erde nicht nur den klangvollen Namen bescherte, sondern das Dorf bekannt machte. Auf dem Weg dorthin nahmen die Fredersdorfer Osterwanderer also nicht von ungefähr 25 Schwanebecker in ihre Mitte. Sie wollten an der Quelle einen Erinnerungsstein enthüllen und den Baum des Jahres dort pflanzen.

So richteten sich dann die mehr als 125 Augenpaare zuerst auf Werner Moritz und Werner Lehmann, die den eiszeitlichen Riesen mit Aufschrift enthüllten. Dann gehörte die Aufmerksamkeit dem Fredersdorfer Ortsvorsteher Bodo Sternberg, der gemeinsam mit Mariella und Alexandra Grünthal aus Schwanebeck den Jahresbaum, eine Fichte, der Erde anvertrauten. Dann hieß es: „Auf den Stein, auf den Baum und auf die Quelle!“

Während die Fredersdorfer Wanderer im Anschluss ihren Weg über das frühere Obstgut Wendoche und die Rothebacher Teiche in Richtung Heimat fortsetzten, wurde von den Schwanebeckern an der Gesundbrunnen-Quelle ein Picknick abgehalten. Petrus, der noch am Mittag noch Regen- und Graupelschauer entsendet hatte, war auf ihrer Seite. Bei Kaffee und Kuchen stand immer wieder der Quell im Mittelpunkt der Gespräche, der ab den 1950er Jahren nach und nach in Vergessenheit geriet. Steinenthüllung und Baumpflanzung bildeten zugleich den Auftakt für einen kleinen Veranstaltungsreigen, mit dem im Verlauf der kommenden Monate an die Entdeckung der Quelle vor 325 Jahren erinnert werden soll.

„Nur schade, dass so wenige Schwanebecker dabei waren“, resümierten Kristin Grünthal und Sieglinde Paul . „Ein Grund dürfte die Signalwirkung des Ortsbeirats sein, der sowohl den Arbeitseinsatz im Vorfeld als auch diese Veranstaltung ignoriert hat“, so Hartmut Jänicke. Werner Lehmann, dessen Idee der Erinnerungsstein war, bemerkt: „Es ist an der Zeit, dass dieser Teil unserer Dorfgeschichte in das Bewusstsein zurückgeholt wird. Ich hoffe, dass das Interesse der Schwanebecker noch wächst.“ Ortsvorsteher Walter Rettig hatte sich immerhin vorab entschuldigt, dass er nicht teilnehmen könne.

Von Christiane Sommer

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