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Potsdam-Mittelmark Schwarzes Brett auf dem Friedhof
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwarzes Brett auf dem Friedhof
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17:08 01.10.2017
Auch auf dem Klostergelände in Lehnin gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise für den alten Kornspeicher. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Kloster Lehnin

Der Blick von außen zeigt: in Kloster Lehnin ist noch einiges möglich und die Bürger der Gemeinde „haben den nötigen Schwung“, um ihren Ort voranzubringen. Das von der Brandenburger Architektenkammer initiierte und vom Berliner Büro Best betreute Projekt „Stadt-Land gestalten“ ging am Freitagabend mit einem Workshop in die nächste Runde.

Die seit dem Sommer auf dem Klostergelände ausgestellten Fotos und Litfaßsäulen, die mit Hilfe einer Fragebogenaktion unter den Kloster-Lehninern erstellt wurden, sind als erstes Ergebnis des Projekts ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. „Dafür gab es viel positives Feedback“, sagt Bürgermeister Uwe Brückner.

Am Freitag waren wieder die Bürger gefragt. Zu einem Workshop versammelten sich etwa 80 Interessierte, um gemeinsam mit Experten aus Tourismus, Politik, Architektur und Stadtentwicklung zu drei ausgewählten Themenkomplexen Ideen und Handlungsansätze zu diskutieren.

Die Baukultur, die Infrastruktur und das Zusammenwachsen der 14 Ortsteile von Kloster Lehnin waren als Schwerpunkte gesetzt. Die gesammelten Ergebnisse werden, zusammen mit den Erkenntnissen aus der Fragebogenaktion, im Dezember in einem umfangreichen Infoheft publiziert.

Während des Workshops wurde klar, dass so ein größeres Forum, in dem Vertreter aus Gemeindepolitik, lokalen Tourismusanbietern, ortsansässigen Kulturvertretern und Bürgern zusammenkommen, eine gute Grundlage sein kann, um den Ort weiter positiv zu entwickeln. „Man merkt, dass die Bürger sich mit Kloster Lehnin identifizieren und der Wille zur Weiterentwicklung miteinander und als Ort für den Tourismus vorhanden ist“, bilanziert Andreas Zimmer vom Tourismus Marketing Brandenburg.

Verschiedene Aspekte, wie das Kloster als kulturell und geschichtlich bedeutender Ort, aber auch die Natur und die relative Nähe zur Metropole Berlin, sind als Pluspunkte zu verzeichnen, um den Tourismus weiter anzukurbeln. Die Nähe zur Autobahn wurde dabei als Fluch und Segen zugleich herauskristallisiert. Individualtouristen sind zwar schnell vor Ort, aber die Einwohner leiden gleichzeitig unter häufigem Umleitungsverkehr, wenn die A2 blockiert ist. Das Fahrradwegenetz zwischen den Ortsteilen ist inzwischen gut erschlossen, doch der Anschluss an einige Nachbargemeinde, wie Brandenburg oder Groß Kreutz fehlt noch und steht einem steigenden Fahrradtourismus im Wege.

Die Workshop-Teilnehmer sahen zudem für ihre einzelnen Ortsteile Handlungsbedarf. Oft liegt die Ortsmitte als ein Treffpunkt für die Menschen brach. Lebensmittelgeschäfte, Gaststätten oder einfach ein schöner, zentraler Platz, an dem die Menschen sich in Gemeinschaft versammeln können, fehlen oft. „Bei uns steht nicht umsonst auf dem Friedhof das Schwarze Brett, weil dort der einzige Ort ist, wo die Leute regelmäßig hingehen und sich auch treffen“, meldet sich eine Stimme aus Nahmitz.

Ein kleiner Ansatz, um die einzelnen Ortsteile schöner zu gestalten, wurde in der Diskussion erarbeitet. Bei gemeinsamen Dorfspaziergängen durch die Orte könnten Einwohner aus dem Nachbardorf mit unverstelltem Blick kleine Tipps zur Gestaltung der Straßen und Plätze geben, die den Einwohnern im Alltagstrott gar nicht einfallen würden.

Von Christine Lummert

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