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Schwielowsee Countdown für Rock in Caputh läuft
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Countdown für Rock in Caputh läuft
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18:05 11.07.2018
Die Mitorganisatoren von Rock in Caputh Julian Nowakowski (l.) und Rene Christ sind gespannt, wie das Festival angenommen wird. Quelle: Luise Fröhlich
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Caputh

Noch 36 Tage, dann hat das Warten auf den Neustart des beliebten Open-Air-Festivals „Rock in Caputh“ ein Ende. Nicht nur die Fans zählen die Tage, auch das Organisationsteam freut sich auf das Ergebnis seiner monatelangen ehrenamtlichen Mühe. In Kürze wird bekannt gegeben, in welcher Reihenfolge die Bands am 17. und 18. August auf der Bühne am Gewerbepark auftreten. Fest steht: „Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir ein dickes Line-Up. Dennoch wird der alte Slang von Rock in Caputh beibehalten“, sagt Rene Christ, Mitbegründer des Festivals. Julian Nowakowski (31) aus Deetz ist es gelungen, Bands wie Cherry Bomb, Die Apokalyptischen Reiter, Metakiller oder Jupiter Jones nach Caputh zu holen. Dabei stand das Festival vor nur einem Jahr noch kurz vor dem Aus.

2000 bis 3000 Besucher strömten durchschnittlich zu Rock in Caputh. Quelle: Friederike Steemann

Wie berichtet, fiel Rock in Caputh im vorigen Jahr erstmals aus, weil sich der Verein „CoolTour 05“personell nicht mehr in der Lage sah, die Organisation zu stemmen. 2001 wurde das Festival damals im kleineren Rahmen aus der Taufe gehoben. Für den Erzieher Rene Christ (38) sei die Absage auch ein Startschuss gewesen: „Ich habe geguckt, wie es weitergehen kann, habe viele Vereine angefragt und schnell kristallisierte sich ein engerer Kreis von Leuten heraus, die teilhaben wollten. Aber ich wusste, dass Rock in Caputh Macher braucht, um aus dem Tief herauszukommen.“ Im März kam dann die Nachricht, dass das Team vom Festival „Abriss Rock Potsdam“ gemeinsam mit zahlreichen Freunden und Unterstützern das Erbe antreten will. Im Kern steckt dahinter das Treuenbrietzener Abrissunternehmen „Baufix Service“. Kopf der Gruppe und Ansprechpartnerin für alle Details ist die 47-jährige Britt Springer.

Vom Besucher zum Booker

„Festivalmachen ist hartes Brot. Man braucht an der Spitze drei bis vier Leute, die das Sagen haben und viele andere, die machen“, erklärt Rene Christ. Rock in Caputh sei für ihn wie ein Kind, das er mit dem Verein Stück für Stück zum Erfolg geführt hat. Ziel der Organisatoren ist es, in diesem Jahr mehr als 2000 Besucher zu zählen. Dafür sollen unter anderem 16 Bands sorgen, die den treuen Fans teilweise bekannt sind, teilweise aber zum ersten Mal bei Rock in Caputh auftreten. So zum Beispiel die „Apokalyptischen Reiter“, die jährlich beim Heavy-Metal-Festival „Wacken“ in Schleswig-Holstein spielen, das mehrere zehntausend Besucher anzieht.

Gebucht hat sie Julian Nowakowski, der als Koch in einer Großküche in Potsdam arbeitet und bereits für „Abriss Rock“ Kontakte zu Bands geknüpft hat. Zu Rock in Caputh kam er einerseits als Stammgast und andererseits über gemeinsame Freunde. „Ich fand es traurig, als ich hörte, dass es kurz vor der Auflösung steht“, sagt er und entschied sich mitzuhelfen. Im Jahr besucht er vier bis sechs Festivals mit seinem Wohnmobil, das farblich der Zeichentrick-Figur Spongebob nachempfunden ist. 2012 kam er damit zum ersten Mal nach Caputh. Bei seinen vorherigen Besuchen war das Mobil nur gelb lackiert.

Mit diesem Spongebob-Wohnmobil reist Julian Nowakowski von Festival zu Festival. Quelle: privat

Zufrieden mit dem Vorverkauf

Neben der Hauptbühne wird erstmals eine 360-Grad-Bühne in der Mitte des Geländes aufgebaut, auf der Singer-Songwriter, hauptsächlich aus der näheren Umgebung, auftreten. „Neu ist, dass wir mit viel Licht arbeiten werden. Mittlerweile haben wir auch eine Zusage für eine Lasershow. Das Layout des Festivals wird insgesamt ein bisschen verändert sein“, berichtet Britt Springer. Die Zäune um den Platz herum sollen kreativ gestaltet und das Gelände selbst mit Holzelementen ausgestattet werden. Außerdem will die dreifache Mutter Britt Springer wie bei „Abriss Rock“ auch beim Caputher Festival soziales Engagement unterbringen. Der Erlös aus dem Verkauf selbst entworfener T-Shirts soll einem Menschen oder einem Verein aus der Region zukommen, der dringend Unterstützung braucht. Wer das sein wird, sei noch nicht entschieden. „Wer ein T-Shirt kauft, tut was Gutes“, sagt sie.

Mit dem Vorverkauf der Karten sind die Organisatoren bislang zufrieden. „Die Camping-Kombitickets sind fast ausverkauft“, erzählt Britt Springer. Für einen Aufpreis von zehn Euro können Fans das Festivalgefühl voll auskosten und neben dem Gelände übernachten. Das Sicherheitskonzept sieht begrenzte Plätze vor. Ein solches Konzept zu erstellen, werde immer komplizierter. Dank guter und enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schwielowsee sei es allerdings ohne große Probleme gelungen, sagt Rene Christ. „Es stand außer Frage, dass wir das Festival unterstützen. Als die Truppe im Winter zu uns kam, waren wir unheimlich dankbar und froh, dass es weitergeht“, erklärt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf MAZ-Anfrage. Rock in Caputh gehöre zur Gemeinde und locke nicht nur die Jugend an.

Nun bleibt den Organisatoren nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen. In der Vergangenheit hatten sie im Mai oft mit Regen zu kämpfen. „Wir waren bis jetzt immer die ersten in der Region, jetzt sind wir in der letzten Ferienwoche dran. Aber an das Wetter denken wir nicht, das kann man ohnehin nicht beeinflussen“, sagt Rene Christ.

Wer den Organisatoren spontan ehrenamtlich helfen will, kann sich via Facebook oder per Mail an email@rockincaputh.de melden.

Unterstützt durch etliche Sponsoren

Karten für das Festival kosten 32 Euro. Wer neben dem Gelände übernachten will, zahlt 10 Euro mehr und zudem noch 5 Euro „Müllpfand“.

Vorverkaufsstellen sind unter anderem im Vereinslokal von Fortuna Babelsberg (Newtonstraße 8 in Potsdam), an der Total Tankstelle Pirschheide oder bei Bäcker Markus in der Friedrich-Ebert-Straße 51 in Caputh.

Bei Rock in Caputh wird es in diesem Jahr auch ein Kinderprogramm geben. Details sollen dazu bald folgen.

Etliche Sponsoren aus Potsdam, Caputh und der Region unterstützen die Veranstaltung.

Von Luise Fröhlich

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