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Schwielowsee Das erwartet Besucher „Caputher Musiken“
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Das erwartet Besucher „Caputher Musiken“
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01:15 28.02.2019
Musik am Wasser: Hinter dem Café Heimath liegt die idyllische Anlage mit Ferienwohnungen „Remise am See“. Quelle: Fotos: Anne Knappe
Caputh

Die Gemeinde Schwielowsee wechselt ab März kurzzeitig die Flagge – zumindest in musikalischer Hinsicht.

Die „Caputher Musiken“ möchten sich in ihrer diesjährigen Konzertsaison anlässlich des geplanten Brexits, also dem Austritt des Vereinten Königreichs aus der EU zum 29.März, näher mit England auseinandersetzen. „Wir wollen der Musik hier eine Bühne geben – sie ehren und pflegen“, sagt Andreas von Zadow, Vorsitzender des Fördervereins „Caputher Musiken“.

Schwielowsee entdecken

Bereits zum 24.Mal findet die Konzertreihe nun in Captuh statt. Die Idee dazu hatte 1999 der damalige Bürgermeister der Gemeinde Friedrich-Karl Grütte. Ein kleiner Kulturkreis entstand und erfüllte fortan Schwielowsee mit neuem kulturellen Leben. Auch in diesem Jahr setzt man auf das bewährte Konzept, die Veranstaltungen in ganz Schwielowsee stattfinden zu lassen. „Damals war die Idee: Es ist so toll hier, das müsste man doch besser erfahren“, erklärt Andreas von Zadow.

Von März bis Ende November können sich Besucher an neun verschiedenen Orten niederlassen und die Musik genießen. Los geht es am 16.März um 19 Uhr im Festsaal des Caputher Schlosses mit dem Bläserquintett der Rostocker Musik und Theater Hochschule. Fünf Musiker spannen den Bogen von französischer Moderne über Wiener Klassik bis hin zu lateinamerikanischen Jazz. Die Kooperation mit Studenten zahlt sich aus. „Sie bringen eine unglaublich hohe Qualität mit“, lobt Andra Sauerborn, die das Programm musikalisch auf die Beine gestellt hat.

Auch die „Remise am See“ in idyllischer Lage am Caputher Gemünde gelegen, verwandelt sich unter dem Titel „In achtzig Minuten um die Welt“ mit selbst urbaner Folklore zum Konzerthaus. Vieles ist dabei selbst komponiert und dreht sich thematisch um England.

Öffnungszeiten und Karten

Mit der neuen Musik-Saison wurde auch die Website www.caputher-musiken.de neu überarbeitet. Hier finden Sie alle Termine und Konzerte.

Erstmals können Sie hier auch Eintritts-Karten ohne Aufpreis online buchen und selbst ausdrucken.

Programm-Flyer liegen zum Beispiel auch im Schloss Caputh aus.

Karten im Barverkauf gibt es in der Nähe des Fährhauses im Café Heimath an der Straße der Einheit 86. Öffnungszeiten sind saisonabhängig, Telefonnummer 033209/ 84 80 75.

 

Konzerte in der Kirche in Caputh sind in der Regel frei, um Spende wird gebeten. Der Preis liegt bei den anderen Konzerten zwischen 6 und 29 Euro.

Mit einer Jahreskarte für 110 Euro können Gäste alle Konzerte besuchen.

 

Vor allem Künstler aus der Region werden in der Reihe auftreten. Unter anderem werden in der Caputher Kirche die hiesigen Nachwuchstalente von „Jugend musiziert“, der Organist Dietrich Schönherr aus Potsdam sowie der traditionelle Männerchor „Einigkeit“ zu sehen sein.

Ein ganz neues Projekt hat sich Andra Sauerborn mit dem Konzert „Poetry in Concert“ im Caputher Gemeindehaus überlegt. Teilnehmer können selbstverfasste Gedichte oder Geschichte mit ja drei bis fünf Minuten vortragen, dazu gibt es abwechselnd musikalische Untermalung. „Es sollen sich Leute angesprochen fühlen, die sonst eher nicht kommen“, erklärt Andra Sauerborn ihre Idee.

Sie haben das Programm vorgestellt: Schatzmeister Heinrich Wolf (v.l.), Petra Reichelt vom Schloss Caputh sowie die Vereinsmitglieder Andra Sauerborn und Andreas von Zadow. Quelle: Anne Knappe

Besonderes Highlight wird das Musical „My Fair Lady“ von Frederick Loewe sein, welches auf den Straßen Londons spielt. Die Bühne wird dabei direkt an das Wasser rücken, mit dem Schloss Caputh im Rücken und den Blick auf den Schwielowsee gerichtet, führen neun Studierende der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ das Musical auf. Gäste dürfen in der lauen Sommernacht am 3. August ab 18 Uhr auf der Wiese auf Bänken Platz nehmen. Bei Regen könne man notfalls in die Caputher Kirche ausweichen. „Es ist die kleine Schwester der Potsdamer Schlössernacht und bei den Caputhern sehr beliebt“, sagt Heinrich Wolf. Mit etwa 300 bis 350 Gästen herrscht im Gegensatz zum großen Spektakel in der Landeshauptstadt allerdings eine ruhige, familiäres Atmosphäre.

Ohne Förderung geht es nicht

Die Konzertreihe wird jedes Jahr weit über die Gemeinde-Grenze hinaus angenommen. Zu den zwölf Konzerten kamen im vorigen Jahr rund 1500 Besucher. „Wir sind damit in einer stabilen wirtschaftlicher Lage“, sagt Heinrich Wolf, Schatzmeister des Fördervereins, „aber ohne öffentliche Förderung kämen wir wirtschaftlich nicht zurecht.“ Im Schnitt kostet die Ausrichtung des Programms zwischen 20.000 und 25. 000 Euro. Dieses Jahr mit der Schlössernacht liegt der Preis sogar bei über 40.000 Euro. „Wir können es uns nicht alljährlich leisten, aber diese Veranstaltung ist uns etwas wert!“, so Heinrich Wolf.

Insgesamt 70 Mitglieder, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, zählt der Förderverein aktuell. Neben den Vereinsbeiträgen sind es auch Spenden, welche die Konzertreihe aufrechterhalten. Die Hälfte bringt der Verein dabei selbst auf, der Rest wird aus Mitteln des Landes, Kreises und der Kommune finanziert.

Von Anne Knappe

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