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Schwielowsee Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) wieder gewählt
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) wieder gewählt
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20:46 30.09.2018
Erleichtert: Kerstin Hoppe (r.) verfolgte mit Saskia Ludwig (beide CDU) die Bekanntgabe der Ergebnisse. Quelle: Martin Müller
Schwielowsee

Kerstin Hoppe (CDU) behält die Zügel der Gemeinde Schwielowsee fest in den Händen. Mit 64,5 Prozent der Stimmen setzte sie sich im Kampf um das Bürgermeisteramt am Sonntag klar gegen ihren Kontrahenten Michael Holstein (SPD) durch, der auf 35,5 Prozent kam. Damit geht Kerstin Hoppe am 1. März 2019 in ihre dritte Amtszeit. „Ich bin unheimlich erleichtert“, sagte sie kurz nachdem alle neun Stimmbezirke ausgezählt waren. Alle konnte sie für sich entscheiden und hatte auch bei der Briefwahl mit 66,16 Prozent die Nase vorn. „Das Ergebnis ist sehr eindeutig und ich bin dankbar, dass ich nach 16 Jahren als Bürgermeisterin noch einmal gewählt wurde“, so Kerstin Hoppe weiter.

Auch mit der Wahlbeteiligung zeigte sie sich zufrieden. Sie fiel nur ein bisschen geringer aus als im Jahr 2010: 57,01 Prozent der Wahlberechtigten machten am Sonntag ihr Kreuz, vor acht Jahren waren es im ersten Wahlgang 57,76 Prozent. Insgesamt gaben bei der jetzigen Bürgermeisterwahl 5114 Geltower, Caputher und Fercher ihre Stimme ab. Am längsten dauerte die Auszählung bei den Briefwählern. Wahlleiterin Katrin Reichau zufolge fehlten beim Abgleich zwei Stimmzettel, die die Wahlhelfer suchen mussten. 776 Briefwahlstimmen fielen auf Kerstin Hoppe, 397 auf Michael Holstein. Gegen 19.20 Uhr stand das vorläufige Endergebnis dann fest.

Holstein trotzdem zufrieden

Trotz der Niederlage im Ergebnis blickte Michael Holstein zufrieden zurück: „Ich bin unheimlich stolz auf das, was wir in dem halben Jahr geschafft haben und dass ich als Unbekannter trotzdem die 35 Prozent erreicht habe.“ Der knappe Sieg, den sich das Wahlkampfteam der SPD erhofft hatte, ist es zwar nicht geworden. Dennoch habe man in den vergangenen Monaten kritische Dinge auf den Tisch bringen können, die dadurch etwas mehr in den Fokus gerückt sind. „Ich bleibe im Ortsverein aktiv und will mich weiter für die Menschen hier engagieren“, kündigte Holstein nach der Wahl gegenüber der MAZ an.

Bürgermeisterkandidat Michael Holstein (SPD) auf seiner Wahlparty am Wahlabend der Bürgermeisterwahl in Ferch. Quelle: Martin Müller

Verhältnismäßig viele Stimmen erntete er zum Beispiel dort, wo genau diese kritischen Stimmen sehr laut waren: in Wildpark-West. Wie berichtet, hatte sich dort eine Bürgerinitiative zur Rettung der Waldsiedlung gegründet. Das Duell zwischen Hoppe und Holstein ging bei der Auszählung im Bürgerclub recht knapp aus. Von 331 Wählern stimmten 128 für den SPD-Mann und 190 für die amtierende Bürgermeisterin. Am engsten wurde es zwischen den beiden im dritten Caputher Stimmbezirk – dort fuhr Holstein 248 Stimmen ein und Hoppe 285. Die meisten Stimmen (1105) für die Bürgermeisterin kamen dennoch aus Caputh, wo die 53-Jährige seit 1993 lebt. In Ferch kam sie auf 410 Stimmen und in Geltow auf 760 zuzüglich den 190 aus Wildpark-West.

Schulen stehen auf der Agenda ganz oben

Nach dem kräftezehrenden Wahlkampf muss die neue alte Bürgermeisterin am Montag gleich wieder früh raus. Um 8 Uhr eröffnet sie gemeinsam mit Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die sanierte Templiner Straße. Auf der Agenda für die nächste Zeit ganz oben stehen unter anderem die Caputher und die Geltower Schule, die ausgebaut werden sollen. Für Caputh wird derzeit noch die Machbarkeit untersucht und diskutiert. „Unser größter Wunsch ist aber, dass sich die Menschen hier wohl fühlen“, sagte Kerstin Hoppe.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Das nächste Wahlereignis steht bereits bevor: Am 26. Mai 2019 finden die Kommunalwahlen in Brandenburg statt. Alle fünf Jahre wählen die Märker dabei ihre Vertreter in den Ortsbeiräten, Gemeindevertretungen, Stadtverordnetenversammlungen und Kreistagen sowie ihre ehrenamtlichen Bürgermeister und Ortsvorsteher.

Von Luise Fröhlich

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