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Schwielowsee Freizeit-Wünsche sind konkreter geworden
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Freizeit-Wünsche sind konkreter geworden
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17:18 10.10.2018
Etwa 120 Kinder und Jugendliche sind zum Parkour-Training am Gemünde auf der Geltower Seite gekommen. Quelle: Privat
Schwielowsee

Rennen, springen, abrollen: Etwa 120 Kinder und Jugendliche sind dem Aufruf zum Parkour-Lauf am Gemünde auf der Geltower Seite gefolgt. „Wir waren total überrascht, dass so viele gekommen sind“, sagte die Jugendkoordinatorin Petra Borowski. Die Trainer der Akademie „Potsdam in Bewegung“ haben sich zunächst gemeinsam mit den jungen Schwielowseern aufgewärmt und dann verschiedene Übungen auf dem Gelände durchprobiert. Dieses Event war ein erster Wunsch, den das Team der Gemeindesozialarbeit den Kinder und Jugendlichen voriges Wochenende nach der Umfrage im Frühjahr erfüllt hat (MAZ berichtete). Aus den vielen anderen Ideen sind im anschließenden Workshop konkrete Vorschläge geworden. Rund 50 Kinder und Jugendliche hatten sich nach dem Training am Gemünde in der Caputher Kita eingefunden, um daran teilzuhaben.

Gesplittet wurden die einzelnen Ideen zunächst in vier Gruppen: Sport, Kreativität, Politik und Chillen. Beim Sport tauchte natürlich wieder Parkour auf – die Jüngsten beschreiben die Bewegungsart mit „Hindernisse überwinden, um fit zu bleiben.“ Aber auch der Kletterpark steht hoch im Kurs. Vorstellen könnten sie ihn sich auf der teils bewaldeten Wiese in Geltow an der Fähre. Um das Geld zusammenzukriegen, wären sie bereit, Unterstützer zu suchen oder Kuchen und Limonaden zu verkaufen. Beim Ortsbeirat müssten sie aber erst fragen, wem das Grundstück gehört, ob dort ein solcher Kletterpark gebaut werden darf oder wie man ihn zur Sicherheit einzäunen könnte.

Öffentliche Toiletten, Baumhäuser und Minijobs

In der Kategorie Kreativität sind eine Töpferwerkstatt und Kreativräume geblieben. „Es war eindrücklich, wie konkret die Vorstellungen sind. Die Kinder wünschen sich einen Raum, der ihnen immer offen steht, egal inwiefern sie kreativ sein wollen“, sagte Anna Töpfer, Koordinatorin des Familienzentrums. Beim Thema „Chillen“ stehen eine Leseecke, Jugendclub und Kino für verschiedene Altersgruppen zur Debatte. In der Politik-Rubrik wünschen sich die Kinder, „dass die Politiker mehr machen.“ So steht es auf dem Plakat, das sie dazu angefertigt haben. Konkret wollen sie zum Beispiel eine Bibliothek, Baumhäuser, mehr Badestellen und öffentliche Toiletten. In der Kategorie befasste sich der Nachwuchs aber auch mit Minijobs und wie man mit Firmen in Kontakt kommen kann.

Gemeinsam mit jeweils vier Paten aus der Gemeindesozialarbeit und dem Sozialausschuss haben die Kinder an den Stationen überlegt, wie was angegangen werden könnte. Mithilfe von farbigen Klebepunkten konnten Petra Borowski und Anna Töpfer am Ende erkennen, welche Wünsche in welchen Ortsteilen angesiedelt sind.

„Uns ist bewusst, dass das ein oder andere nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann“, erklärte Petra Borowski. Die Kinder sollen in die weiteren Schritte einbezogen werden. Der Beteiligungstag sei eine gute Grundlage, auf nun weiter angepackt werden kann, so Anna Töpfer.

Von Luise Fröhlich

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