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Schwielowsee Zweite Müllhalde ins Kataster aufgenommen
Lokales Potsdam-Mittelmark Schwielowsee Zweite Müllhalde ins Kataster aufgenommen
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18:14 11.03.2019
Der an der Deponie gesammelte Müll wird in den nächsten Tagen von den zuständigen Stellen abgeholt. Quelle: Privat
Flottstelle

Dachpappe, Getriebeteile, Glasflaschen und Gartenabfälle: Herrenlose Müllberge haben sich über viele Jahre auf der Müllhalde am Rohrweg in der Flottstelle angesammelt. Der SPD-Ortsverein Schwielowsee hat nun gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins „Pro Flottstelle“ grobe und oberflächliche Abfälle beseitigt. Etwa 20 Helfer haben Schrott und Müll gesammelt und vor allem alte Auto- und Fahrradteile gefunden, wie der SPD-Vorsitzende Uwe Märtens der MAZ berichtete. „Das war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte er. Deshalb will der Ortsverein die Aktion in größerem Stil wiederholen.

Bis vor Kurzem war die einstige Mülldeponie offiziell noch nicht erfasst. Nur die benachbarte Halde „Zur Roten Brücke“ hatte die Bodenschutzbehörde des Kreises im Kataster registriert. Nachdem Bewohner der Siedlung in ihrer Petition auf die zweite Halde aufmerksam gemacht hatten, ließ der Kreis die Fläche untersuchen. „Es wurde festgestellt, dass sich dort eine weitere Altablagerung befindet, die in das Altlastenkataster des Landkreises aufgenommen wurde“, sagte Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert.

Woher stammen die Abfälle?

Die Behörde geht derzeit der Frage auf den Grund, woher die Abfälle stammen. Daraus schätzt sie dann ab, ob die Mülldeponie eine Gefahr, beispielsweise für das Grundwasser, darstellt. Die Halde „Zur Roten Brücke“ befindet sich außerhalb des Abstrombereiches der Müllablagerungen. Sie wurde um 1975 angelegt und bis 1991 betrieben. Die Flottsteller haben noch immer Sorge, dass das Wasser aus ihren Brunnen wegen der Müllhalden schadstoffbelastet sein könnte. Norbert Wilczek, Vorsitzender des Vereins „Pro Flottstelle“ und Initiator der Petition, lässt das Wasser zweimal im Jahr untersuchen. Obwohl sich die Werte verbessert haben, kocht er noch immer jeden Kaffee und jede Suppe mit gekauftem Wasser aus der Flasche.

Irritiert war er über eine Äußerung des Landwirtschaftsministeriums zur Trinkwasserversorgung in der Siedlung. Minister Jörg Vogelsänger (SPD) hatte in einer Antwort auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Andreas Bernig (Die Linke) behauptet, alle Verbraucher würden seit 2009 Trinkwasser über das Netz der Energie und Wasser Potsdam beziehen. Aber: „Mindestens die Hälfte der Flottsteller hat einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück“, sagt Norbert Wilczek.

Offener Tiefbrunnen notdürftig gesichert

Tatsächlich gab es im Ministerium bei diesem Punkt ein Missverständnis, wie Sprecher Kurt Augustin gegenüber der MAZ einräumte. Gemeint waren lediglich alle Verbraucher, die zuvor an der stillgelegten Leitung des Landesbetriebs Forst angeschlossen waren und auf das andere Netz gewechselt sind.

Sorgen bereitet Norbert Wilczek nun vor allem noch der offene Tiefbrunnen unweit der Kreisstraße, den er im Sommer vorigen Jahres entdeckt und gemeldet hatte. Notdürftig sicherte er ihn mit zwei Stangen. „Da kann jeder alles Mögliche reinkippen. Das ist für uns kein Spaß“, erklärt er. Er schätzt, dass der Brunnen 70 bis 100 Meter tief ist. Das Ordnungsamt der Gemeinde berichtete der Unteren Wasserbehörde des Kreises von dem Fund. „Nach ersten Ermittlungen handelt es sich vermutlich um eine sehr alte Bohrung“, schildert Kai-Uwe Schwinzert. Weitere Untersuchungen des Kreises sollen nun klären, ob und wenn ja, welche wasserrechtlichen Maßnahmen nötig sind.

Diesen offenen Brunnen hat Norbert Wilczek notdürftig gesichert. Quelle: Privat

Von Luise Fröhlich

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