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Sechs Millionen Euro für den Schulausbau

Geltow Sechs Millionen Euro für den Schulausbau

Nach einer langen Vorbereitungsphase wird der Aus- und Umbau der Meusebach-Grundschule in Geltow nun im Oktober beginnen. Zuerst soll das alte Heizhaus abgerissen werden. An dieser Stelle werden die Schüler künftig im neuen Anbau Mittag essen. Das Planungsbüro hat Details zum derzeitigen Planungsstand bekannt gegeben.

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Zwischen 1955 und 1990 wurden Schulen fast ausnahmslos einheitlich gebaut – die Grundschule Geltow ist ein Typ „Erfurt“.

Quelle: Luise Fröhlich

Geltow. Modern soll sie sein, mit hellen Fassaden, großen Fenstern, barrierefreiem Zugang und neuester Technik. In drei Jahren wird die Meusebach-Grundschule in Geltow fertig saniert und umgebaut sein, zumindest nach derzeitigem Planungsstand. Den stellte das zuständige Planungsbüro S&P am Dienstagabend zusammen mit der Gemeinde Schwielowsee bei einer Informationsveranstaltung Lehrern, Eltern und anderen Geltowern vor.

„Es war ein langer Prozess bis hierher, und es ist auch noch ein langer Weg, der vor uns liegt“, sagte Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) zu Beginn. Für die Gemeinde hängt an der Investition in den Schulstandort Geltow eine wichtige Entscheidung, denn sie nimmt einen Kredit in Millionenhöhe auf. Zunächst sind 3,1 Millionen Euro angesetzt. Fast das doppelte soll der Aus- und Neubau der Grundschule insgesamt kosten, dort liegt die Grenze. „Die Höhe der Fördermittel ist bis heute noch nicht bekannt“, berichtete Kerstin Hoppe. Einige Anträge scheiterten, die Gemeinde hofft nun auf ein Landesprogramm.

Bestandsgebäude wird solange wie möglich genutzt

Währenddessen nimmt die neue Schule, die von den Planern in Gänze auch als „Bildungscampus Geltow“ bezeichnet wird, zumindest auf dem Papier immer mehr Form an. „Beginnen wird es mit dem Abriss der alten Heizstation. Genau an diese Stelle wird später der Erweiterungsneubau kommen“, erklärte Marco Gierisch, projektleitender Architekt. Die neue Heizanlage soll schon im Oktober ins Bestandsgebäude einziehen. Im März kommenden Jahres wird als nächstes der Erweiterungsneubau in Angriff genommen, der im August 2019 fertig sein soll. Erst danach wird das Bestandsgebäude saniert, das soll bis August 2020 dauern.

Für die Übergangszeit wird die Hälfte der Schüler in einer Containeranlage mit sechs Klassenräumen unterkommen. Stehen wird der „temporäre Ersatzbau“ zwischen Turnhalle und Sportplatz. Wenn dieser nach dem kompletten Umzug wieder abgebaut wird, sollen auch die Sportanlagen neu hergestellt werden, versicherte Bauamtsleiterin Kerstin Murin.

Turnhalle ist von morgens bis abends ausgebucht

„Der Neubau wird drei Stufen höher liegen, aber barrierefrei erreichbar sein und er verfügt über einen Fahrstuhl“, schilderte Marco Gierisch. Verbunden sind die beiden Gebäude durch einen Übergang. Um die unterschiedlichen Niveaus der Häuser auszugleichen, ist auf der einen Seite des Bestandsgebäudes ein neues Treppenhaus nötig. Insgesamt soll es unter anderem sechs neue Klassenräume geben, zusätzliche Toiletten, zwei Multifunktionsräume, die auch von der integrierten Kindertagesbetreuung genutzt werden, und eine Mensa mit Lernküche. „Wenn wir weiter so wachsen, brauchen wir flexible Klassenräume“, erklärte die Bürgermeisterin. Letztlich soll die Meusebach-Grundschule nach der Sanierung komplett zweizügig laufen, so Marco Gierisch. Aktuell lernen rund 170 Schüler in Geltow.

Die Turnhalle ist nach Angaben von Schulleiterin Monika Nebel immer ausgebucht, was die Notwendigkeit eines individuell nutzbaren Raumes, den man durch eine Trennwand kleiner oder größer machen kann, rechtfertigt. „Wer mitzählt, stellt fest, dass wir keine neuen Fachräume bekommen“, erklärte sie. Auch für Veranstaltungen wird in der großen Mensa, die zur Schulaula umfunktioniert werden kann, künftig genug Platz sein. Der Spielplatz wird an seinem jetzigen Ort bleiben, der Eingangsbereich an der Kita wird verbreitert und auch der Zugang von zwei Seiten (Moosweg und Hauffstraße) bleibt.

Bauarbeiten rund um die Schule

In unmittelbarer Nachbarschaft der Schule und der Kita will Rewe den neuen Markt bauen. Die Gemeinde informierte vorab über die bevorstehenden Bauarbeiten.

In den Wochen vom 7. bis 27. August soll die Linksabbiegerspur für den neuen Rewe-Markt auf der B 1 gebaut werden. Dies sei nur mit einer halbseitigen Sperrung der Straße möglich, sagte Bauamtsleiterin Kerstin Murin. Die Spur in Richtung Werder soll frei bleiben, der Verkehr in Richtung Potsdam wird über die Straße Baumgartenbrück umgeleitet. Lkw sollten großräumig umfahren.

Der Landesbetrieb Straßenwesen plant zudem parallel, die Fahrbahndeckschicht zwischen der Kreuzung Caputher Chaussee und Gartencenter zu erneuern. Am zweiten oder dritten August-Wochenende wird die B 1 in diesem Bereich deshalb voll gesperrt.

Die Geltower Feuerwehr erhält indes , wie berichtet, einen kleinen Anbau an der Fahrzeughalle. Denn die dringend benötigte Ausrüstung, die gerade noch im Heizhaus untergebracht ist, braucht Platz.

Das Heizhaus selbst wiederum wird im Herbst abgerissen.

Erfahrungen hat das Planungsbüro S&P beim Umbauen von Schulen des Typs „Erfurt“ aus DDR-Zeiten bereits in Potsdam gesammelt. Auch die Kita Birkenhain Ferch haben die Architekten und Ingenieure begleitet. Schon nach den Sommerferien können sich Schüler und Lehrer über erste Verbesserungen freuen. Denn in der Ferienzeit werden in die Räume des alte Schulhauses Akustikdecken eingebaut.

Von Luise Fröhlich

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