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Fit für die letzte Runde

Seddiner See Fit für die letzte Runde

Im Bürgermeisterwahlkampf in Seddiner See setzt Amtsinhaber Axel Zinke (parteilos) auf seinen Bekanntheitsgrad und auf die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde unter seiner Führung. Der 62-Jährige ist seit nunmehr 15 Jahren Bürgermeister und fühlt sich fit, in einer letzten Amtszeit vor seinem Ruhestand Seddiner See weiter voranzubringen, sagt er.

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Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) führt seit 15 Jahren die Gemeinde Seddiner See. Er fühlt sich fit, in einer letzten Amtszeit vor seinem Ruhestand die Gemeinde weiter voranzubringen.

Quelle: H. Helwig

Seddiner See. Im Bürgermeisterwahlkampf in Seddiner See setzt Amtsinhaber Axel Zinke (parteilos) auf seinen Bekanntheitsgrad und auf die erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde unter seiner Führung. Der 62-Jährige ist seit 15 Jahren Bürgermeister und fühlt sich fit, in einer letzten Amtszeit vor seinem Ruhestand Seddiner See weiter voranzubringen, sagt er. Ob das letztendlich reicht oder ob die Wähler mit der Neuseddinerin Carina Simmes (40) von den Freien Wählern oder der parteilosen Einzelbewerberin Nicole Witte (41) aus Kähnsdorf eher eine jüngere Chefin in die Gemeindeverwaltung sehen wollen, wird sich am 24. September entscheiden.

„Wir haben 18 Straßenbauprojekte umsetzen können, sechs neue Wohngebiete in allen drei Ortsteilen erschlossen, neue Feuerwehrdepots in Seddin und Neuseddin gebaut, Kitas, Schulen und Spielplätze saniert sowie den Bürgern den schnellen Internetzugang ermöglicht“, zählt Zinke in seinem Werbeflyer auf. Der Bürgermeister ist stolz darauf, die erfolgreiche Sanierung des Großen Seddiner Sees und das brandenburgweit einzigartige „Dorv“-Projekt in Seddin mit durchgesetzt zu haben. Sein „Meisterstück“ nennt Zinke die restlose Beseitigung der alten Entenmastfabrik in Seddin und die Entwicklung des Wohngebietes Mühlenberg II.

Für die nächsten acht Jahre stellt sich der gebürtige Babelsberger anspruchsvolle Aufgaben, sofern ihn die Seddiner wiederwählen. Bedeutendstes Vorhaben wird der Umbau des Bahnhofs Seddin zur barrierefreien Station durch die Deutsche Bahn werden, wofür die Gemeinde auch den davor liegenden Parkplatz erweitern will. Um den kleinen Gewerbebetrieben gegenüber dem Bahnbetriebswerk in Neuseddin die Existenz zu sichern, arbeitet die Gemeindeverwaltung bereits an einer Umgehungsstraße, die das benachbarte Wohngebiet vom Verkehrslärm entlasten soll. Auch das Projekt der geplanten Personenaufzüge an den Plattenbauten in Neuseddin würde Zinke gern zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Nachdem in Seddin und Kähnsdorf die Hauptstraßen erneuert wurden, will er nun in Absprache mit den Anwohnern auch die Nebenstraßen sanieren lassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, Bürgermeister einer größeren Stadt zu sein. Da wäre ich zu sehr im politischen Raum gefangen. In einer kleinen Gemeinde kann ich mich viel intensiver um die Alltagsdinge kümmern“, bekennt der Diplomstaatswissenschaftler.

Das Versprechen seiner Herausforderinnen, „frischen Wind in die Verwaltung“ zu bringen, nennt Zinke „reinen Populismus“. Vielleicht dauerten einzelnen Seddinern bestimmte Vorgänge zu lange oder sie seien mit einer Entscheidung nicht einverstanden, will er zugeben. Grundsätzlich arbeite seine Verwaltung aber ordentlich, freundlich und kompetent, stellt sich der Bürgermeister vor sein Team.

Allein aus rein logistisch-organisatorischen Gründen sei es auch nicht gerechtfertigt, jungen Eltern Kitaplätze zum Wunschtermin zu versprechen, wie eine Herausforderin in ihrem Flyer angibt, meint Zinke. „Unsere Kitas sind aber gut aufgestellt.“ Alternativen Erziehungskonzepten freier Träger stünde er nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Es komme aber auf den Inhalt und die Langlebigkeit dieser Konzepte an. Bislang habe sich jedoch kein freier Träger für eine Kita in Seddiner See interessiert, sagt Zinke.

Aus seinen bisherigen Amtserfahrungen leitet er drei entscheidende Eigenschaften ab, die ein erfolgreicher Bürgermeister unbedingt haben sollte – ein dickes Fell, die Fähigkeit zu moderieren und viel Geduld.

Eine Stichwahl fände am 8. Oktober statt

In Seddiner See sind knapp 3500 Wahlberechtigte aufgerufen, am 24. September einen neuen Bürgermeister zu wählen.

Die Stichwahl fände am 8. Oktober statt.

Erstmals zum Bürgermeister wurde Axel Zinke am 6. Januar 2002 gewählt. Er folgte Manfred Bittner (CDU), der am 9. September 2001 von den Seddinern abgewählt worden war.

Seinen Wahlkampf führte Zinke nach eigenen Angaben bislang lediglich mit Flyern und nie mit Wahlplakaten.

Die Flyer zu seiner ersten Wahl hatte er auf dem eigenen Heimcomputer entworfen und mit dem privaten Tintenstrahldrucker ausgedruckt.

Bis heute verteilt der Bürgermeister seine Wahlwerbung selbst an die Seddiner.

Seine Bekanntheit half Zinke nach eigenen Worten schon bei der Erstwahl. Damals war er Niederlassungsleiter der Präzisa Immobilien Management GmbH, die auch in Seddiner See Wohnungen verwaltet.

Ursprünglich wollte Axel Zinke Richter werden. Er stammt aus einer Juristenfamilie.

Bei der vorigen Wahl hatte Zinke keinen Gegenkandidaten.

Von Heinz Helwig

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