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Angst um den Sparstrumpf

Seddiner See Angst um den Sparstrumpf

Mehr als 3,3 Millionen Euro will Seddiner See in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Die Summe ist Teil des Gesamthaushaltes, den die Gemeindevertreter am Dienstag mit einigen Bauchschmerzen beschlossen. Einige Gemeindevertreter mahnen ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept an und fürchten um die Reserven im Gemeindehaushalt.

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Mehr als 3.3 Millionen Euro will die Gemeinde Seddiner See in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Doch einige Gemeindevertreter befürchten, dass die Reserve bald aufgebraucht sein könnte.

Quelle: DPA

Seddiner See. Mehr als 3,3 Millionen Euro will die Gemeinde Seddiner See in diesem Jahr für Investitionen ausgeben. Diese Summe ist ein Teil des Gesamthaushaltes, den die Gemeindevertreter am Dienstag mit einigen Bauchschmerzen beschlossen. Für eine ausgeglichene Haushaltsführung muss sich die Verwaltung allerdings bei den Banken um etwa 632 600 Euro verschulden. Rund 588 700 Euro werden durch Mieteinnahmen wieder hereinkommen, sagte Bürgermeister Axel Zinke (parteilos). 34 900 Euro muss die Gemeinde Seddiner See allerdings selbst beschaffen.

Das Defizit im aktuellen Etat sei so hoch wie nie zuvor, kritisierte SPD-Gemeindevertreter Werner Ruhnke. Er erinnerte in der Haushaltsdebatte an einen Beschluss des Finanzausschusses aus dem Jahr 2015 zur Erarbeitung eines freiwilligen Haushaltssicherungskonzeptes. „Damit sind wir aber bis jetzt nicht erfolgreich gewesen“, resümiert Ruhnke. Es gäbe in dem Ausschuss schon Stimmen, den Beschluss wieder aufzuheben. Der Gemeindevertreter sorgt sich ernsthaft, dass die Gemeinde ihre Reserven bald aufgebraucht haben und sich dann keine freiwilligen Leistungen mehr erlauben könne.

Ruhnkes Fraktionskollege Thomas Hartfuß schob nach, die Gemeindevertretung solle den Liquiditätszuschuss für das Dorv-Zentrum noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Nach seinen Worten erhält das Projekt in Seddin 137 000 Euro, von denen 32 000 Euro auf den Dorv-Laden entfallen. Dem gegenüber stünden aber nur 14 900 Euro an Mieteinnahmen. Für den SPD-Mann Hartfuß heißt das, dass etwa 122 100 Euro zu Lasten der Gemeinde gehen.

Vom diesjährigen Haushalt profitiert vor allem die Freiwillige Feuerwehr. Neben den Planungen für das neue Depot in Seddin stehen ein neues Einsatzführungsfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug sowie diverse Geräte und Ausrüstungen auf dem Einkaufszettel der Gemeinde. Der größte Brocken im Haushalt sind mit knapp 2,7 Millionen Euro die geplanten Personenaufzüge in der Neuseddiner Hans-Beimler-Straße. Aber auch die Grundschule „Friedrich List“ in Neuseddin wird neue höhenverstellbare Schülerstühle und ein interaktives Whiteboard – eine beschreibbare Weißwandtafel – mit Zubehör erhalten. Die Kita „Waldsternchen“ in Neuseddin kann ihren Spielplatz weitergestalten und bekommt einen Wickeltisch mit Badewanne. Auch der Hort kann sein Außengelände mit einer Spiellandschaft auf zwei Ebenen und Baupodesten weiter ausbauen. Außerdem soll der Weg zwischen der Kita und dem Kiefernweg beleuchtet werden.

Von Heinz Helwig

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