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Potsdam-Mittelmark Seddiner wählen neuen Bürgermeister
Lokales Potsdam-Mittelmark Seddiner wählen neuen Bürgermeister
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08:28 20.09.2017
Der Seddiner See ist aufwendig renaturiert worden. Ein Konzept zur Stabilisierung der Wasserqualität und -menge gibt es aber nicht. Quelle: Fotos (2): Gartenschläger
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Seddiner See

In der Gemeinde Seddiner See können am Sonntag, dem 24. September, 3520 wahlberechtigte Einwohner – darunter 132 Erstwähler ab 16 Jahre – darüber entscheiden, ob der bisherige Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) für weitere acht Jahre im Amt bleiben soll oder ob nach 15 Jahren ein Generationswechsel fällig ist. Dafür bieten sich seit Wochen die 40-jährige Neuseddiner Gemeindevertreterin Carina Simmes von den Freien Wählern sowie die 41-jährige parteilose Kähnsdorferin Nicole Witte an. Bei der voran gegangenen Bürgermeisterwahl 2010 hatte Zinke keinen Herausforderer zu fürchten und wurde mit insgesamt 1069 Stimmen (88,64 Prozent) wiedergewählt. 137 Seddiner (11, 36 Prozent) hätten sich schon damals ein anderes Gemeindeoberhaupt gewünscht. Die Wahlbeteiligung lag seinerzeit bei lediglich 35,8 Prozent.

Zinke wird bei älteren Seddinern punkten

Inzwischen sind vor allem im Ortsteil Seddin neue Wohngebiete entstanden und junge Familien in die Gemeinde gezogen, so dass sich Zinkes eindeutiger Wahlsieg von 2010 nicht unbedingt wiederholen muss. Der Bürgermeister setzt im Wahlkampf auf seinen Bekanntheitsgrad und auf die Beständigkeit seiner Gemeindepolitik und wird deshalb vielleicht vor allem bei den älteren Seddinern punkten können. Seine Wahlkampfthemen wie die zeitgemäße Weiterentwicklung von Kitas, Schule und Freiwilliger Feuerwehr, barrierefreiem Zugang zum Bahnhof in Neuseddin oder der Ausbau der Nebenstraßen in Seddin und Kähnsdorf werden aber auch von seinen Herausforderinnen besetzt, allerdings mit anderen Ansätzen und Konzeptionsentwürfen.

Bewerber für alternative Kinderbetreuung

Die meisten Neu-Seddiner sind wegen der idyllischen Landschaft und des Seddiner Sees in die Gemeinde gezogen und wollen, dass beides auch möglichst lange erhalten bleibt. Ein konkretes Seekonzept, das sowohl Simmes als auch Witte in ihren Wahlflyern versprechen – und das von Professor Olaf Mietz vom Seddiner Gewässerökologieinstitut seit langem gefordert wird -, könnte für manchen Wähler womöglich ein Entscheidungsgrund sein. Ob sich dagegen der Wunschtermin für einen Kitaplatz wirklich umsetzen lässt, was Amtsinhaber Zinke aus logistischen Gründen bezweifelt, werden die Kandidatinnen jeweils nach ihrer eventuellen Wahl beweisen müssen. Mit alternativen Kinderbetreuungsformen durch freie Träger oder durch Kindertagespflegekräfte stoßen die Bewerberinnen sicher bei vielen Eltern in der Gemeinde auf großen Zuspruch. Bürgermeister Zinke steht diesem Thema bislang eher skeptisch gegenüber.

Floskeln, die Seddiner oft genug gehört haben

Auch der künftige Bürgermeister wird die drei Ortsteile Neuseddin, Seddin und Kähnsdorf zusammenhalten müssen, die durch eine Bundesstraße voneinander getrennt werden. Mit verschiedenen Festen und in Vereinen gelingt das gemeinschaftliche „Wir-Gefühl“ schon ganz gut. Ein Rufbus vor allem für Seddin und Kähnsdorf, für den sich Simmes und Witte stark machen wollen, soll die Seddiner noch öfter und enger zueinanderbringen. Mehr Transparenz der Verwaltungsarbeit, rechtzeitige Information der Einwohner und ihre Einbeziehung in Verwaltungsentscheidungen sind sicher Floskeln, die auch die Seddiner schon oft genug gehört haben. Ob solche Zusagen die Abstimmung letztendlich beeinflussen, wird wohl ein Geheimnis des Wählers bleiben. Im Gegensatz zu Carina Simmes, die die Gemeindeverwaltung erneuern will, setzt Nicole Witte auf die Erfahrungen der Mitarbeiter und will mit ihnen neue Ansätze und Konzepte finden, die die Arbeit der Gemeindeverwaltung effektiver macht und ihre Außenwirkung verbessert.

Von Heinz Helwig

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