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Potsdam-Mittelmark Seecafé macht zum Monatsende dicht
Lokales Potsdam-Mittelmark Seecafé macht zum Monatsende dicht
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00:18 10.03.2017
So gut besucht wie am Sonntagnachmittag war das Seecafé häufig: Am Zuspruch liegt es nicht, dass der Betreiber den Pavillon jetzt an die Stadt zurück gibt. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Sonntagnachmittag zur schönsten Kaffeezeit: Im Bad Belziger Seecafé gibt es keinen einzigen freien Tisch. Buntes Stimmengewirr und klappernde Kaffeetassen erfüllen den kleinen Pavillon am Stadionteich. Sogar auf der Außenterrasse schlürfen bei frühlingshaften 10 Grad Celsius bereits die ersten Gäste ihren Kaffee.

Holger Schiero, der Pächter des Cafés, hat gut zu tun – dennoch wird er zum Monatsende den Geschäftsbetrieb einstellen. Den bestehenden Mietvertrag mit der Stadt Bad Belzig hat er zum 31. Oktober 2017 gekündigt. Diese Nachricht kam für die Verwaltung als auch für viele Stammkunden überraschend.

Seit dem ersten Tag gehört Edith Specht aus Bad Belzig zu den Stammkunden des Seecafés. Sie bedauert, dass das Lokal schließt. Quelle: Christiane Sommer

Über die Gründe hält sich der Unternehmer ziemlich bedeckt. „Zu viel Arbeit“, sagt Schiero kurz und erklärt, dass er die Selbstständigkeit an den Nagel hängen will. Mangelnde Kundschaft soll für seine Entscheidung nicht ausschlaggebend gewesen sein. Vielmehr habe er sich „beruflich neu orientiert“.

Aktuell sucht die Stadt Bad Belzig bereits nach einem neuen Pächter. So soll vermieden werden, dass der Pavillon über die Sommermonate geschlossen bleibt. Zum Wochenende endet die Ausschreibung. Ab dem 1. Mai, spätestens ab dem 1. November 2017, soll ein neuer Mieter das Objekt wieder langfristig als gastronomische Einrichtung übernommen haben.

Bislang haben zwar bereits einige Leute ihr Interesse mündlich bekundet. Schriftliche Bewerbungen waren bis Montagmorgen jedoch noch nicht im Rathaus eingegangen. „Das beunruhigt mich nicht und ist völlig normal. Die Ausschreibung läuft ja noch bis zum Wochenende“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter Frank Friedrich. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein Teil der Interessenten ihre Offerte noch fristgerecht abgeben und ein Leerstand vermieden werden kann.

Das Seecafé am Bad Belziger Stadionteich. Quelle: Christiane Sommer

Mit Blick auf Sanierungsarbeiten, die bald anstehen, liebäugelte die Kommune zeitweilig mit einem Verkauf des Pavillons, nach dem Schiero seinen Rückzug angekündigt hatte. Dagegen sprach sich jedoch im Februar der städtische Wirtschaftsausschuss aus – ungeachtet der Information durch Bauamtsleiter Christoph Grund, das bald Sanierungsarbeiten in Höhe von etwa 10.000 Euro anstehen. So sei die Heizungsanlage des 1996 eröffneten Pavillons überholungsbedürftig. Ferner müssten die Holzterrasse, die Dachkuppel und einige äußere Holzbauteile überarbeitet werden.

Ursprünglich war das Gebäude als Veranstaltungs- und Ausstellungspavillon für 219.000 Euro mit einem Förderanteil von noch 87 Prozent erbaut worden – als Bindeglied in der gedachten „grünen Achse“ von Bad Belzig. Diese Achse sollte sich von der Stein-Therme bis in die Innenstadt erstrecken. Während der Pavillon anfangs von der kommunalen Kur Service Belzig GmbH betrieben wurde, suchten später private Gastwirte ihr Glück mit dem am Stadionteich idyllisch gelegenen Objekt, dass zusätzlich zur Nutzfläche mit einer rund 200 Quadratmeter große Außenterrasse punkten kann.

Von Christiane Sommer

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