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Potsdam-Mittelmark Seelsorgerin verlässt Johanniter-Krankenhaus
Lokales Potsdam-Mittelmark Seelsorgerin verlässt Johanniter-Krankenhaus
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20:04 21.02.2018
Blumen zum Abschied gab es für Angelika Döpmann (li.) am Freitag auch von der Leitung des Krankenhauses Treuenbrietzen.       Quelle: JKH
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Treuenbrietzen

Trubel und viel Aufmerksamkeit um die eigene Person sind ihre Sache eigentlich nicht. Zumindest am Freitagnachmittag kann sich Angelika Döpmann dennoch nicht verwehren. In der voll besetzten Kapelle des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen – und später bei der Kaffeetafel im Festsaal des Gutshofes – steht sie im Mittelpunkt. Viele Menschen möchten sich von der Pastorin verabschieden. Nach viereinhalb Jahren Dienst in Treuenbrietzen gibt die 55-Jährige zum 1. März die Stelle als Klinik-Seelsorgerin ab. „Diese Befristung ist in unserem Dienst üblich“, erklärt Angelika Döpmann der MAZ.

Traurig über den Abschied

Die offizielle Verabschiedung durch Vertreter des Johanniterordens, des Kranhauses sowie des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg erfolgte nun mit einer Andacht. „Wir sind sehr traurig, denn Sie haben gut in dieses Haus gepasst“, sagt Christian von Wissmann. „Die Zusammenarbeit mit einer einfühlsamen, ausgleichenden und zugewandten Theologin wie Ihnen ist sehr geschätzt worden“, erklärt das Mitglied der Brandenburgischen Provinzialgenossenschaft des Johanniterordens gegenüber Angelika Döpmann. Sei sie eine spürbare Unterstützung gewesen und von Mitarbeiter sehr gern gerufen worden, wenn ein Patient Zuspruch und Ermunterung bedurfte, würdigte Christian von Wissmann nach der offiziellen Entpflichtung Döpmanns durch Siegfried Thomas Wisch, Superintendent des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg.

Bei einer Andacht ist Seelsorgerin Angelika Döpmann vom Krankenhaus Treuenbrietzen verabschiedet worden. Superintendent Siegfried-Thomas Wisch übernahm die Entpflichtung. Quelle: JKH

Angelika Döpmann wird künftig im Kirchenkreis Zossen-Fläming tätig sein. „Auf einer Pfarrstelle zur besonderen Verfügung“, erzählt die Pastorin gegenüber der MAZ. „So werde ich an verschiedenen Orten Unterstützung in pastoralen Diensten leisten“, sagt die Theologin. Mit ihrer Familie bleibt sie weiter in Berlin wohnen.

Dort wurde sie einst auch im Stadtteil Buch geboren. Nach dem Theologie-Studium in Jena und Prag war eine Stelle als Gemeindepfarrerin in Cottbus ihre erste Station. Später unterstützte Döpmann Hilfsprojekte in Russland. Fünf Jahre war sie dort, erlernte die russische Sprache fließend und sammelte Erfahrungen bei Krankenbesuchen in Kliniken.

Viel intensiver als die übliche Arbeit eines Pastors

Seit Oktober 2013 war die erstmals praktizierte Klinikseelsorge im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen ihre neue Herausforderung, die zur Erfüllung wurde. Döpmann absolvierte Qualifizierungen in Trauerbegleitung und als Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen. „Die Seelsorge in der Begleitung oft sehr kranker Menschen ist viel intensiver als die übliche Arbeit eines Gemeindepfarrers“, sagt Angelika Döpmann rückblickend.

Zur Verabschiedung von Angelika Döpmann (re.) kamen auch Superintendent Siegfried-Thomas Wisch, Pfarrerin Adelheid Vitenius aus Lehnin (2. v. r.) und Anne Heimendahl, Landespfarrerin für Krankenhausseelsorge, nach Treuenbrietzen.         Quelle: JKH

Und so waren die für sie besonderen Momente ihrer Arbeit oft die sehr stillen. In guter Erinnerung behalten möchte die Pastorin von ihrer Zeit in Treuenbrietzen jedoch auch die Kontakte „zu den vielen engagierten Mitarbeitern im Haus, die sehr den Patienten zugewandt sind“. Auch die Arbeit mit den Schülern der Pflegeschule, die Gestaltung von Andachten, Waldgottesdiensten und auch fünf Taufen sowie die Anleitung der Grünen Damen im Besuchsdienst boten Abwechslung im vielseitigen Arbeitsfeld, berichtet die Pastorin. Dazu zählten neben Patienten und Mitarbeitern des Krankenhauses auch Klienten von Tochtergesellschaften wie dem Johanniter-Gesundheitszentrum in Treuenbrietzen und Bewohner des Johanniter-Seniorenzentrums in Jüterbog.

Eine direkte Nachfolge für die Krankenhausseelsorge gibt es nicht. Der Kirchenkreis will die Stelle, die traditionell von den Johanniter-Kliniken finanziert wird, demnächst ausschreiben. Wann sie neu besetzt wird, ist derzeit offen.

Von Thomas Wachs

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