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Potsdam-Mittelmark Seepferdchen-Kurse in Borkheide ausgebucht
Lokales Potsdam-Mittelmark Seepferdchen-Kurse in Borkheide ausgebucht
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00:30 20.08.2015
Frank Wiens, DLRG Borkheide Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

Olympiasiegerin Franziska von Almsick sorgt sich, dass die Kinder, wenn überhaupt, zu spät schwimmen lernen. Frank Wiens von der Ortsgruppe Borkheide in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft mit seinem Fazit.

MAZ:Ist die Warnung aus berufenem Munde zu Recht ausgesprochen?

Frank Wiens: Das kann ich so explizit nicht beurteilen. Der Schwimmunterricht der Drittklässler wird hier vor Ort von Lehrern durchgeführt. Allerdings erzählte neulich eine Mutter, dass sie erschrocken war, dass bis dahin nur sehr wenige der Jungen und Mädchen bis dahin die Seepferdchen-Prüfung gemacht haben, was bei uns aber möglich ist.

Wie alt sind die Kinder, die bei Ihnen lernen?

Wiens:Sie sind zwischen fünf und acht Jahre alt. Wobei ich nicht allein die Ausbildung verantworte. Wir sind vier Trainer der DLRG-Ortsgruppe.

Entspricht das Angebot der Nachfrage?

Wiens:In den Ferien bieten wir durchgehend Seepferdchenkurse an. Es sind drei Lehrgänge über je zehn Tage. Wir haben in jedem Kurs zwölf Kinder. Die Nachfrage ist mitunter noch höher. Aber die Kapazitäten bei der Ausbildung sind begrenzt.

Wo kommen die Kinder her, die sie in diesem Sommer ausbilden?

Wiens: Es sind schon viele Teilnehmer aus den beiden Waldgemeinden. Aber wir haben zudem Schüler aus Bad Belzig , Michendorf, Seddin und sogar aus Potsdam. Interessant ist vielleicht, dass wir das ganze Jahr über Schwimmkurse anbieten. Im Winter nutzen wir mit der Unterstützung des Borkheider SV 90 die Schwimmhalle in der Bundeswehr-Kaserne Beelitz. Ab September geht es dort wieder los. Am 31. August gibt es bereits einen Schnupperkurs.

Bestehen alle die erste Prüfung?

Wiens: Na klar, alle Kinder schaffen das Seepferdchen. Sprung vom Beckenrand, 25 Meter Schwimmen und Herausholen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser meistert jeder. Neulich hatte ich zwei Mädchen, welche die Prüfung schon nach drei Tagen absolviert haben und danach noch das Schwimmabzeichen in Bronze gemacht haben.

Wie könnte sie Situation weiter verbessert werden?

Wiens: Wir haben einige Jahre, von 2010 bis 2013, zusätzlich eine erfolgreiche Schwimmausbildung mit Kindergartenkindern praktiziert. Die Erzieherinnen kamen im Sommer morgens mit zehn Kindern her. Da ich einen verständnisvollen Arbeitgeber habe, konnte ich mir die Zeit einteilen und mich dem Nachwuchs widmen.

Warum gibt es das Angebot jetzt der frühzeitigen Schwimmausbildung nicht mehr?

Wiens:Wir haben es drei Jahre lang erfolgreich durchgeführt. Dann kam das Aus, da die Amtsverwaltung Brück von den begleitenden Erziehern eine Rettungsschwimmerausbildung verlangt hat. Sie beruft sich auf eine Richtlinie der kommunalen Unfallversicherung. Das Wiehern des Amtsschimmels ist für uns unverständlich, weil wir von der DLRG ja praktisch dabei sind.

Haben sie genügend Schulungspersonal?

Wiens:Wir bräuchten einen weiteren Trainer. Die Ausbildung dafür ist nicht ohne, weshalb ein jeder sich genau überlegt, ob er den Aufwand betreiben will und kann. Im Winter bilden wir jedoch Rettungsschwimmer aus, die dann im Sommer im Bad eingesetzt werden können.


Interview Andreas Koska

Von Andreas Koska

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