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Seit 2004 für die Nöte der Jugend im Einsatz

Kloster Lehnin Seit 2004 für die Nöte der Jugend im Einsatz

Sie ist eine Kinder-Versteherin mit sanfter Stimme und Geduld: Sabine Strich ist seit fast 14 Jahren für die Jugendarbeit in der Gemeinde Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) zuständig. Für die gebürtige Brandenburgerin ist das ein Traumjob.

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Sabine Strich liebt ihre Arbeit als Jugendkoordinatorin, einen Bürojob kann sich die Sozialarbeiterin nicht vorstellen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Kloster Lehnin. Sabine Strich ist seit 2004 Jugendkoordinatorin der Gemeinde Kloster Lehnin und mittlerweile so etwas wie eine Institution. Über die fast 14 Jahre hat die gebürtige Brandenburgerin viele junge Menschen in der Region begleitet. „Ich treffe heute im Eltern-Kind-Zentrum bei Babykursen Frauen, die als junge Mädchen bei mir im Jugendclub waren“, sagt Sabine Strich, selbst Mutter einer 26-Jährigen. Die studierte Sozialarbeiterin ist zuständig für die Jugendarbeit in den 14 Ortsteilen Kloster Lehnins.

Ihre sanfte Stimme, die behutsame Art, mit Kindern zu sprechen, das fällt bei Sabine Strich sofort auf. Sie lässt sie zu Wort kommen, die Jungen und Mädchen, die an ihren Projekten teilnehmen. „Wie siehst du es denn“, sagt sie dann und hört geduldig zu, wenn eine Schülerin von Erlebnissen berichtet.

Der Ton junger Leute kann auch rau sein

Als Sabine Strich, anfangs noch angestellt bei der Gemeinde selbst, im Jugendclub auf dem Lehniner Schulcampus anfing, musste sie sich an den manchmal auch etwas rauen Ton der jungen Leute gewöhnen. Damals kamen auch noch 28-Jährige in die Begegnungsstätte. „Heute bin ich längst Respektperson, das ist gar kein Thema mehr“, erzählt Sabine Strich.

Hintergrund

Jugendkoordinatorin Sabine Strich öffnet montags bis donnerstags das Jugendcentrum Lehnin in der Goethestraße 18 auf dem Schulcampus. Dort bietet sie Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden Angebote von 13 Uhr an bis um 17 Uhr.

In Trechwitz engagiert sich der Freitzeit- und Jugendverein des Ortes.

In Krahne gibt es in der Hauptstraße 10 einen Jugendclub direkt am Sportplatz. Unterstützt wird er vom Feuerwehrverein Krahne.

Der Reckahner Jugendtreff ist in der Krahner Straße zu finden.

Der Kinder- und Jugendclub Damsdorf in der Bergstraße 11 ist laut Gemeinde Donnerstag und Freitag 14 Uhr bis um 18 Uhr geöffnet.

Für ihre Ausbildung und das Studium der Sozialen Arbeit ist die hochgewachsene dunkelhaarige Frau vor Jahrzehnten nach Hamburg gegangen. Dort auch kam ihre Tochter zur Welt. Doch es zog sie wieder zurück in die Heimat.

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Lehniner Jugendcentrum

Der Job als Jugendkoordinatorin, den sie angestellt bei der GFB – Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH mit Sitz in Potsdam hat, füllt sie aus, macht sie zufrieden mit ihrem Leben: „Ich kann so frei arbeiten mit den Jugendlichen“, schwärmt sie. „Ich kann mich so einbringen.“ Ein Bürojob ist für sie schwer vorstellbar.

Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Angebote der Jugendclubs, der von Montag bis Donnerstag jeden Nachmittag geöffnet hat. „Das ist meine Hauptaufgabe.“ Zwischen zehn und 20 Kinder und Jugendliche kommen dort täglich vorbei, die meisten sind zwischen zwölf und 18 Jahre alt. Doch auch junge Eltern kennen Sabine Strich von ihrer Tätigkeit im Eltern-Kind-Zentrum Ekiz in Lehnin, gleich schräg gegenüber vom Jugendclub.

Auch im Eltern-Kind-Zentrum ist Sabine Strich tätig

Immerhin ein Viertel ihrer vollen Stelle widmet die heute 47-Jährige der Begegnungsstätte, die vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit initiiert wurde. Sie betreut in Vertretung von Ekiz-Leiterin Kerstin Krämer Krabbelgruppen, lädt junge Eltern ein ins Nähcafé und leitet Schüler an, die das Einmaleins des Babysittens lernen möchten.

Sabine Strich kennt sich also aus mit den Wünschen von Kindern ebenso wie mit jenen junger Eltern. Ihre Arbeit von Lehnin aus soll ausstrahlen in alle 14 Ortsteile. Ihre Angebote sind für alle jungen Leute zwischen Reckahn und Göhlsdorf, Rädel und Trechwitz gedacht. „Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren. Jugendarbeit gibt es nicht mehr in allen Ortsteilen“, sagt sie. Jugendclubs auf dem Dorf sind landesweit rar geworden, in Kloster Lehnin auch.

Gut ist es da, wenn auch die Feuerwehr Jugendarbeit macht, wie in vielen Orten wie in Reckahn und Krahne. An der Damsdorfer Schule gibt kleinen Anlaufpunkt, doch den nennt Sabine Strich eher Schülerclub. Die Grundschulkinder besuchen ihn regelmäßig.

Sie nimmt die Eltern mit ins Boot

Ferienprogramme bietet die Jugendkoordinatorin an und regelmäßige AGs. Und sie hat ein Ohr für die Nöte der Kinder, etwa, wenn sich die Eltern trennen oder es an der Schule ungute Begegnungen mit Mitschülern geben hat, so dass eine Angst aufkommt bei Gedanken daran. Über Gefühle zu reden, dazu ermuntert Sabine Strich sanft.

Sie bohrt nicht, sie drängt nicht, irgendwann öffnet sich ein Kind, wenn es Vertrauen gefasst hat. Die Eltern dann mit ins Boot zu holen, auch das ist Sabine Strich wichtig.

Von Marion von Imhoff

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