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Seit einem Jahr Klimaschutzmanagerin im Kreis

Bad Belzig Seit einem Jahr Klimaschutzmanagerin im Kreis

Barbara Ral ist seit gut einem Jahr Klimaschutzmanagerin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Einiges ist seither erreicht, einiges aber noch zu erledigen. Gute Möglichkeiten für aktiven Klimaschutz ohne großen finanziellen Aufwand bietet der Ausbau von Infrastruktur für Elektromobilität.

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Barbara Ral

Quelle: Thomas Wachs

Bad Belzig. Barbara Ral ist seit gut einem Jahr Klimaschutzmanagerin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Einiges ist seither erreicht, einiges aber noch zu erledigen.

Frau Ral, Sie bekleiden seit mehr als einem Jahr eine Funktion, die es im Landkreis bisher nicht gab. Was konnten Sie erreichen?

Barbara Ral : Die Zusammenarbeit mit Verbänden, Ministerien, Institutionen und Kommunen ist prima angelaufen.

Geht es bei Ihrer Funktion hauptsächlich um die Vernetzung von Akteuren und Ansprechpartnern?


Ral : Ja, unter anderem. Mir schwebt vor, wie beim Lotsendienst für Existenzgründer zentraler Ansprechpartner in Fragen des Klimaschutzes zu sein. Zudem gehört die Kooperationsarbeit mit dem Neue Energien Forum Feldheim (Neff) zu meinen Aufgaben. Dort finden einmal monatlich Großveranstaltungen statt. Allein im ersten Halbjahr habe ich zehn internationale Gruppen durch den Modellort geführt. Hinzu kommen die Projekttage, die der Landkreis für Schulen aus Potsdam-Mittelmark kostenlos im Neff anbietet.

Ziel ist auch die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für den Kreis. Wie weit ist diese vorangeschritten?

Ral : Die Befragungen zu den Erwartungen an das Konzept sind durch. Vom Beschluss des Kreistages im Herbst hängt ab, ob im Jahr 2017 ein Konzept erstellt wird.

Wie sehen Sie den Landkreis beim Thema Klimaschutz aktuell im Vergleich aufgestellt?

Ral : Was den Anteil Erneuerbarer Energien angeht, gehören wir in Brandenburg sicher zu den Spitzenreitern, ebenso in der Bildungsarbeit. Personell müssen die Weichen aber noch gestellt werden. Einige Kreise haben vier Beschäftigte für das Thema, andere allerdings auch noch gar keinen. PM könnte mit zwei festen Stellen im Klimaschutz schon gut vorankommen.

Wo sehen Sie Handlungsbedarf im Kreis?

Ral : Ein Netz von Ladepunkten für Elektro-Mobilisten wäre jetzt dran. Durch die Förderung für Elektroautos vom Bund wächst der Bedarf. Bei der Fahrzeugwahl lässt sich mit wenig Geld und sofortiger Wirkung ein Viertel der klimaschädlichen Immissionen einsparen. Das Hotel-Restaurant „Linther Hof“ hat kürzlich einen kostengünstigen Ladepunkt statt einer teuren Ladesäule eingerichtet. Der Hagebaumarkt Bad Belzig ist auch bald dabei: Eine geringe Investition lockt Kunden zum Verweilen und zahlt sich nach kurzer Zeit aus. Wer zusätzlich seine Fitness steigern und am Stau vorbei fahren will, steigt um auf Fahrrad oder Bahn.

Von Thomas Wachs

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