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Seit zehn Jahren grüßen die Rabenbrüder

Raben Seit zehn Jahren grüßen die Rabenbrüder

Die Rabenbrüder können auf das zehnjährige Bestehen des Ensembles zurückblicken. Zu dem Anlass erscheint das fünfte Album des Trios aus dem Hohen Fläming. Von Freitagabend bis Sonntagfrüh wird – natürlich auf Burg Rabenstein – mit musikalischen Mitstreitern gefeiert.

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Gern gesehen auf großen Bühnen und kleinen Höfen: die Rabenbrüder aus dem Hohen Fläming.

Quelle: Stefan Specht

Raben. Die Rabenbrüder feiern. Sie blicken an diesem Wochenende auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück. Das zweiteilige Spektakel aus dem Anlass findet nicht von ungefähr auf Burg Rabenstein statt und soll vom heutigen Freitagabend bis in den Sonntagmorgen dauern.

Gegründet wurde das Ensemble am 25. März 2007 im vogtländischen Auerbach. Seither hat sich die Mittelalterband in ganz Deutschland eine Fangemeinde erspielt und sind musikalische Botschafter aus dem Hohen Fläming. Angefangen hatte alles mit einer Wein-Idee beim Altstadtsommer in Bad Belzig vor elf Jahren. Ralf der Rabe hatte damals Musiker vermittelt. Neben ihm waren Wilhelm von Jitterbog, Ekkehard der Barde, Jacques le Loup und Ralf der Raben auf verschiedenen Höfen jeweils allein unterhaltend zu erleben.

Musikalische Visitenkarte

Jacques le Loup – Daniel Jack Wolf – stammt aus Quedlinburg, wo er im Jahre 1973 das Licht der Welt erblickt hat. Musik hat er studiert und vor allem mit Leidenschaft betrieben. Neben der Stimme bringt er Davoul, Percussion, Laute und Cister zum Klingen.

Ekkehard der Barde – Ekkehard Glaß – ist 1960 geboren, stammt aus dem sächsischen Vogtland. Nach der Schule schon mal als Rockmusiker und Kabarettist aktiv, war er dann als Journalist tätig. Bis ihn die Bühne wieder lockte. Er singt, spielt Cister und Drehleier.

Ralf der Rabe – Ralf Kirsten – wohnt am Fuß der Burg Rabenstein. Der Vater von drei Kindern sorgt allein oder mit Verstärkung für gute Unterhaltung. In dem Ensemble verantwortet er: Dudelsack- und Flötenspiel.

Zusammen haben sie bisher vier Alben veröffentlicht: „Durst im Horst“ (2008), „Geteert und gefedert“ (2010), Verspielt, verliebet & vertrunken (2011 und „Die Zaubertröte“ (2014). Nun folgt zum Jubiläum: „Das Beste aus dem Neste“).

Da sie aber die gleiche Art Musik spielten, kannten sie sich gut und trafen sich abends nach den Auftritten gern zum Wein. „Das war damals eine interessante Idee, uns vier unterschiedliche Charaktere zu einer Gruppe zusammenzuführen. Jeder von uns hatte schließlich die Fähigkeit, als Solist zu unterhalten. Aber irgendwie war es für alle der richtige Zeitpunkt, dies fortan gemeinsam zu tun“, erinnert sich der in Raben wohnende Ralf Kirsten.

In Auerbach gab es die offizielle Gründung und gleich einen gemeinsamen Konzertabend mit der Gruppe „Furunkulus“ und dem bekannten Comedy-Duo „Pampatut“ im Wernesgrüner Saustall der Brauerei. Viele Auftritte folgten, einige vor mehr als 1000 Zuschauern. Doch aller Anfang war manchmal schwer. Oft wurde die Formation als ‚Singegruppe’ bezeichnet. Sie kämpfte um Anerkennung auf den Märkten und Bühnen. „In grausiger Erinnerung ist uns da ein Marktplatz, auf dem von anfänglich 150 Leuten noch drei blieben“, erinnern sich die Spielleute.

„Die drei Jahre, in denen wir bei den Altenburger Prinzenraubfestspielen jeweils drei Wochen lang mitwirkten, waren die entgegen gesetzte Erfahrung“, so Ekkehard der Barde. „Nicht nur, dass wir bei einer großen Theaterproduktion mitmachen konnten. Vor allem das Flair und das tolle Teamgefühl mit allen Akteuren, ob nun Profis oder Laien, bleiben mir angenehm im Gedächtnis“, sagt der Musikus.

„Hausburg“ der Gruppe war und ist Burg Rabenstein auf dem Steilen Hagen. Dort sind sie regelmäßig zu erleben – sei es beim Rabensteiner Herbst, bei Konzerten im Sommer, der lebendigen Burgführung oder den legendären Ritteressen mit musikalischer Begleitung. Das 770 Jahre alte Gemäuer war es auch, wo die Rabenbrüder erstmals John Kelly und dessen Frau Maite Itoiz als ,Elfenthal` bei einem gemeinsamen Konzert begegneten, woraus sich eine Freundschaft und weitere gemeinsame Auftritte entwickelten. Da ist es kein Zufall, dass bei den Brüdern auf deren vierter CD ein Elfenthal-Lied in einer Coverversion mit deutschen Text erschienen ist.

Pünktlich zur Geburtstagsfeier bringen die seit einigen Jahren zu dritt spielenden Musiker ihr fünftes Album heraus. Auch ohne Wilhelm von Jitterbog gelingt es den Rabenbrüdern dabei, mittelalterliches Flair, Wortwitz und unermüdliche Spiellaune zu präsentieren. Das Album mit dem Titel „Das Beste aus dem Neste“ beinhaltet Hits und Neues. An diesem Sonnabend wird sie als Jubiläumsgeschenk erscheinen.

Ralf der Rabe vermutet, dass der Rittersaal der Burg an diesem Tag regelrecht beben wird. „Es haben sich schon viele Gäste angesagt, darunter das bekannte Irish-Folk-Quartett ,The Sandsacks’, die Sängerin und Harfenistin ,Kasjopaja’, der Gaukler ‘Ferdinand Freudensprung’, die Gruppe ‚Bergfolk’ und die Hexe ,Chibraxa’, die zum Abschluss noch für feurige Stimmung sorgen wird. Durch das Programm führt mit gewitzter Zunge der thüringische Herold Radolf zu Duringen“, sagt Ralf der Rabe.

Karten für diese Veranstaltung am Sonnabend ab 18 Uhr gibt es nur noch vereinzelt. Anders sieht das für das Ritteressen am Freitagabend aus. „Da können gern noch kleinere Gruppen kommen“, sagt Musiker und Manager Ralf Kirsten.

Von Stefan Specht

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