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Seminarhaus rückt Asylbewerber in den Fokus

Unsichtbare Grenzen Seminarhaus rückt Asylbewerber in den Fokus

Das Seminarhaus "Alte Brücker Post" zeigt ab Dienstag die Ausstellung "Residenzpflicht ‒ Invisible Borders (Unsichtbare Grenzen)" zeigen. Sie macht zum Thema, dass Menschen, die in Deutschland Schutz vor Verfolgung suchen, keinen Zugang zum gesellschaftlichen Leben bekommen und stattdessen ausgegrenzt werden.

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Unsichtbare Grenzen: In einem Film werden Passanten gefragt, wie sie reagieren würden, wenn sie zum Verlassen des Landkreises eine behördliche Genehmigung bräuchten.

Quelle: Veranstalter

Brück. Unter dem Jahresthema "Global unterwegs ‒ Menschen, Daten, Waren grenzenlos mobil" finden die 10. Brandenburger Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationstage (Brebit) statt. Das Seminarhaus "Alte Brücker Post" reiht sich ein und wird aus dem Anlass die Ausstellung "Residenzpflicht ‒ Invisible Borders (Unsichtbare Grenzen)" zeigen. Für Dienstag, 16 Uhr, ist die Eröffnung geplant.

Mit dieser Exposition soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie in Deutschland für Asylbewerber und Menschen mit Duldungsstatus, unter anderem durch Aufenthaltsbeschränkungen ‒ die sogenannte Residenzpflicht ‒, finanzielle und gesundheitliche Unterversorgung bei gleichzeitig weitgehendem Arbeitsverbot und lagerartige Unterbringung, sowohl physische als auch psychologische Grenzen geschaffen werden, ist in der Ankündigung zu lesen. Statt Möglichkeiten zu eröffnen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, drängten diese Maßnahmen systematisch in die Abhängigkeit von Behörden und staatlichen Leistungen. Statt Menschen, die in Deutschland Schutz vor Verfolgung suchen, Zugang zum gesellschaftlichen Leben zu gewähren, würden sie markiert und ausgegrenzt, finden die Veranstalter.

Zur Veranschaulichung wird eine Simulation geboten. Mit dem Planspiel "Asylopoly" wird der Versuch unternommen, das deutsche Asylrecht und das -verfahren nachzuvollziehen und verständlicher zu machen, heißt es. Die Teilnehmenden könnten damit ansatzweise nachempfinden, was es bedeutet, in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht beherrscht und dessen Regeln und Erwartungen unbekannt sind, um Schutz zu bitten.

Info: Ausstellung "Residenzpflicht ‒ Invisible Borders (Unsichtbare Grenzen)" Montag bis Freitag und Sonntag 10 bis 18 Uhr (bis 30.November) im Seminarhaus "Alte Brücker Post" Brück, Ernst- Thälmann Straße 38

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