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Sichere Zukunft für Truppenübungsplatz

Gute Auslastung Sichere Zukunft für Truppenübungsplatz

Der Truppenübungsplatz Brück-Lehnin ist gut ausgelastet. Im Vorjahr gab es 206 Schießtage mit rund 1200 Schießvorhaben und 600 Übungen. Das sagte Kommandant Bastian Schad im Rahmen des von der Bundeswehr, der Bundesforst und dem Amt Brück am Donnerstagabend veranstalteten Neujahrsempfangs auf dem Kasernengelände.

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Helmut Kautz (v.l.), Christian Grossmann und Bastian Schad.

Quelle: A. Koska

Brück/Lehnin. Der Truppenübungsplatz Brück-Lehnin ist gut ausgelastet. Im Vorjahr gab es 206 Schießtage mit rund 1200 Schießvorhaben und 600 Übungen. Das sagte Kommandant Bastian Schad im Rahmen des von der Bundeswehr, der Bundesforst und dem Amt Brück am Donnerstagabend veranstalteten Neujahrsempfangs auf dem Kasernengelände.

Auch in diesem Jahr will man demnach die Übungen ohne Einschränkungen fortführen. Um dies zu gewährleisten, wurde ein neuer Zaun entlang der Zufahrt errichtet. „Es geht dabei um die Sicherheit von Flüchtlingen“, betonte Schad, der im Sommer zum Major befördert worden ist. Insgesamt zwei Kasernengebäude wurden im Herbst vorigen Jahres zu Flüchtlingsunterkünften. Damit ist die Unterbringungskapazität für die hier übenden Truppen um 40 Prozent gesunken. „Trotzdem werden wir es meistern“, ist sich Schad sicher.

Zwei Gebäude wurden Flüchtlingsunterkünfte

Im vergangenen, trockenem Sommer bereiteten Brände, die gleichzeitig an mehreren Stellen ausgebrochen waren, Sorgen, da auf dem Gelände mitunter Blindgänger zu finden sind. Allein bei einer intensiven zweiwöchigen Suche wurden 4,5 Tonnen Munitionsschrott und 22 Blindgänger gefunden.

Nachdem im Vorjahr rund drei Millionen Euro in den Aus- und Umbau des Truppenübungsplatzes investiert worden sind, wird auch in diesem Jahr eine ähnlich hohe Summe fließen. „Wir wollen die gesamte Ortskampfanlage I umbauen“, sagte Peter Fuchs vom Bundeswehrdienstleistungszentrum Burg in einem Gespräch mit der MAZ. Allein dieses Projekt soll zwei Millionen Euro kosten.

Zusätzlich werden Sanitäranlagen im Bereich Brück II für rund 500 000 Euro saniert. „Auch in der Fläming-Kaserne steht eine solche Sanierung an“, sagte Fuchs.

Drei Millionen für Um- und Ausbau

Der Standort selbst wird indessen nicht in Frage gestellt. „Die Perspektive ist gut“ bekräftigte der Bundeswehrlogistiker. Damit wird im Sommer das 60-jährige Gründungsjubiläum sicherlich nicht das letzte sein. Gleichzeitig will in diesem Jahr das Bundesforstamt Westbrandenburg eine Erfassung und Bewertung der Waldbestände vornehmen. „Der Holzeinschlag ist unser Motor“, begründete Forstdirektor Hans-Joachim Weber das Vorhaben. Im gesamten Westbrandenburg gab es eine Ernte von 110 000 Festmetern Holz, was rund drei Millionen Euro in die Kassen spülte. Allein auf dem Truppenübungsplatz Brück-Lehnin wurden etwa 30 000 Festmeter geschlagen. Nicht ohne Stolz berichtete Weber, dass es auf dem Gelände einen Ausbildungsstützpunkt für Forstarbeiter gibt, drei Azubis wurden übernommen.

Die Bundesforst hat hier fünf Reviere. Drei mit Sitz auf dem Truppenübungsplatz, eins in Rädel und eins in Brück. „Das Brücker Forsthaus wird in diesem Jahr ebenfalls auf den Platz ziehen“, berichtete Weber. In dem Stützpunkt des Forstgebäudes wurden die IT-Technik erneuert, eine Maschinenstation gebaut und eine neue Kühlzelle für das erlegte Wild eingeweiht. „Wir sind auf der Suche nach Auszubildenden für das kommende Jahr“, hofft Weber auf Bewerbungen.

IT wird erneuert

Der Brücker Amtsdirektor Christian Großmann (SPD) sagte in seiner kurzen Ansprache, ihn freue es, dass am Standort wieder ein vollwertiger Kommandant tätig sei. „So ist die Kommunikation einfacher, denn jetzt können Entscheidungen vor Ort getroffen werden und es muss nicht alles über die Schreibtische in Klietz gehen“, erklärte Großmann.

Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Amtsverwaltung und der Bundeswehr. Darin ist er sich mit Major Schad, der erst seit 14 Monaten den Standort leitet, einig. „Ich habe mich hier gut eingelebt, bin mit der Tätigkeit und dem Team hochzufrieden, aber auch die Zusammenarbeit mit dem Amt Brück und seit kurzem mit dem Landkreis läuft reibungslos“, sagte der Offizier.

Von Andreas Koska

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