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Potsdam-Mittelmark Sie ist Grubos singende Puppenspielerin
Lokales Potsdam-Mittelmark Sie ist Grubos singende Puppenspielerin
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00:18 18.10.2017
Rosi Weber ist vielseitig engagiert.
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Grubo

„Eigentlich bin ich doch ein Einwohner wie jeder andere in Grubo“, sagt Rosi Weber als sie davon hört, dass sich die Zeitung für sie interessiert. Bescheiden bemerkt die 65-Jährige: „Ich glaube aber, dass ich das Herz auf dem richtigen Fleck habe.“ Dass das so ist, wird aus vieler Munde bestätigt – weil Rosi Weber in vielerlei Hinsicht Freude verschenkt.

Seit 20 Jahren ist sie im Gruboer Chor aktiv. „Am Singen hatte ich schon immer Spaß“, sagt die Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Sie erinnert sich noch genau an jenen Septemberabend des Jahres 1997, als die Sangesgemeinschaft durch die Niemegker Orgellehrerin Martha Gleiniger aus der Taufe gehoben wurde. Als letztere die geplante Chorgründung mit den Gruboern besprach, waren die noch skeptisch. „Die meisten von uns konnten doch keine Noten lesen“, erklärt Rosi Weber und offenbart: „Ich auch nicht.“

Leidenschaft für Musik vom Vater geerbt

Doch Martha Gleiniger machte Mut. Mit einfachen Kanons und Gesängen tastete sich die Gruppe an den gemeinsamen Gesang heran und wurde zu einer festen Gemeinschaft. Am Sonnabend wurde mit einem Konzert in der Dorfkirche das 20-jährige Chorjubiläum gefeiert. Eine gute Gelegenheit für eine Rückschau. „Hinter uns liegen Auftritte in Bad Belzig, Klepzig, Lehnsdorf, Buchholz und anderen Orten. Damit verbunden sind immer auch wunderschöne Erinnerungen“, erzählt die Seniorin.

Die Leidenschaft für die Musik glaubt Rosi Weber von ihrem Vater geerbt zu haben. „Er hat Akkordeon gespielt“, erzählt sie. „Die Quetsche“, wie sie das Instrument liebevoll nennt, hat heute einen Ehrenplatz in ihrer Wohnung und ist zugleich eine Erinnerung an den Vater. „Eigentlich wollte ich während der Schulzeit auch das Spiel auf dem Instrument erlernen“, erzählt Weber weiter. Doch weil der Weg mit dem Fahrrad nach dem Schulunterricht von Grubo nach Wiesenburg auf Dauer zu zeitaufwendig war, hat sich dieser Traum nicht erfüllen können.

Liebe zum Heimatdorf gab Ausschlag für Kirchenführungen

Das Lernen war aber dennoch ein steter Lebensbegleiter. So hat Rosi Weber unter anderem auch das Puppenspiel erlernt. Seit mehr als 15 Jahren gehört sie der kleinen Puppenbühne an, die Stefanie Kümmerling nach Grubo holte. Aktuell wird das Stück „Ein Schneemann in Afrika“ einstudiert. Als Premierentermin ist das erste Adventswochenende vorgemerkt. Aufgeführt wird das Puppenspiel im Naturparkzentrum in Raben. Beim Bau der Dekorationen, der Stabpuppen und bei deren Einkleidung kann Rosi Weber als gelernte Dekorateurin immer wieder auf ihre beruflichen Erfahrungen zurückgreifen.

Damit nicht genug: Die Liebe zu ihrem Heimatdorf war mit ausschlaggebend, als sie sich entschloss, als Mitglied des Gemeindekirchenrates auch Führungen durch die Gruboer Dorfkirche anzubieten. Die einkommenden Erlöse wandern jeweils in den Klingelbeutel. „An einer Kirche gibt es schließlich immer etwas zu tun gibt“, erklärt Rosi Weber ihr Engagement.

„Bei all dem bekommt man soviel zurück“, bemerkt sie lachend. Aktuell hat sie sich ein weiteres Ziel gesetzt. „Ich erwandere mir gerade alle Wanderwege in der Umgebung.“ Aber auch das macht Rosi Weber nicht ohne Grund. Gästen, die ins Naturparkzentrum nach Raben kommen, wo die Ruheständlerin einen kleinen Hinzuverdienst hat, möchte sie von den schönsten Plätzen in der Natur erzählen.

Von Christiane Sommer

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