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Siegertreppchen fest in polnischer Hand

Dritter Aquarellsonntag im Wiesenburger Park Siegertreppchen fest in polnischer Hand

Brütende Hitze und keine Wolke am Himmel. Selten war ein schattiges Plätzchen im Wiesenburger Schlosspark so beliebt wie am Sonntagnachmittag. Das machte der Stimmung beim Aquarellsonntag im Wiesenburger Park keinen Abbruch: Knapp 30 Künstler nahmen trotz der Rekordhitze an der dritten Auflage teil.

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Ihren Schattenplatz im Wiesenburger Schlosspark hat Kornelia Stephan auch zum Thema ihres Wettbewerbs-Bildes gemacht.

Quelle: T. Potratz

Wiesenburg. Die 30-Grad-Celsius-Marke ist schon am Vormittag weit überschritten und selbst die Schwäne, die sonst so elegant ihre Runden auf dem See des Parks ziehen, haben sich längst unter den Bäumen und Sträuchern am nahe liegenden Tümpel versteckt. Die Flucht vor der Hitze kommt allerdings für Kornelia Stephan aus Neuehütten nicht in Frage. Sie nimmt gemeinsam mit 27 weiteren Enthusiasten trotz Rekordhitze am dritten Malwettbewerb der Projektgruppe Kunstwanderweg teil. Die Veranstaltung hat sich längst als „Aquarellsonntag“ in den Kalendern der Kunstliebhaber etabliert.

„Im Beruf zeichne ich nur trocken am PC. Da sind solche Veranstaltungen ein toller Ausgleich“, sagt die 58-Jährige, die hauptberuflich als Bauingenieurin arbeitet. Im Schatten eines großen Baums hat Kornelia Stephan mit Blick auf das Schloss ihre Decke ausgebreitet. Mit Wasser, Papier, Pinsel und Farbe hat sie sich der prachtvollen Kulisse angenommen. Sowohl das von der Sonne angestrahlte Schloss, als auch der Schatten spendende Baum tauchen später auf ihrem Malpapier auf.

Mit der Idee aus dem Dunkeln ins strahlende Schloss zu blicken hat sich Kornelia Stephan auch an das erstmalig festgelegte Motto „Licht und Schatten“ gehalten. „So ein Motto kanalisiert alles etwas, aber ich denke, das ist ein allgemeines Thema und das schränkt niemanden stark ein“, sagt die Architektin mit einem Lächeln und taucht ihren Pinsel wieder in die Farbpalette.

Unter den Mitstreitern sind sogar acht Teilnehmer, die eine sehr weite Anreise auf sich genommen hatten, um am Aquarellsonntag teilzunehmen. Zu ihnen gehört Daniel Hermela. Der 15-Jährige kommt aus dem polnischen Kreis Nowy Tomysl, dem Partnerkreis Potsdam-Mittelmarks. „Ich bin zum ersten Mal in Deutschland und freue mich sehr, hier dabei zu sein“, sagt Daniel Hermela. Auch er kann sich früh einen Platz im Schatten sichern und arbeitet an einem massiven Malstativ aus Holz.

Auf die Frage, ob ihn die extreme Hitze stört, zeigt er nur auf eine große Wasserflasche, die er in Griffweite platziert hat. „So ist es ok“, sagt er lachend. Später darf er sich sogar noch mehr freuen, denn im Wettbewerb der Kinder und Jugendlichen belegt Hermela am Ende den ersten Platz. Auch bei den Erwachsenen behalten seine Landsleute die Oberhand. Mit Ivan Malinsky als Sieger, Zdzislaw Polacarz auf Rang zwei und Ryszard Pozdrowicz als Drittem bleibt das Siegerpodest fest in polnischer Hand.

„Die Polen haben abgeräumt. Wir waren also ganz gute Gastgeber“, sagt Stefan Ratering mit Augenzwinkern. Er zeigt sich am Ende sichtlich zufrieden. „Bei diesem Wetter dachten wir schon, dass wir hier alleine sitzen. Wir sind aber froh, dass so viele Leute gekommen sind“, so der Veranstalter.

Von Tobias Potratz

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