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Potsdam-Mittelmark Skigaudi beim Fährfest in Schwielowsee
Lokales Potsdam-Mittelmark Skigaudi beim Fährfest in Schwielowsee
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08:56 16.07.2014
Bürgermeisterin Kerstin Hoppe will auch diesmal wieder bei derWasserskishow mitlaufen. Quelle: Archiv
Schwielowsee

Seit Jahresbeginn laufen in Schwielowsee die Vorbereitungen für das größte Fest im Ort. Geplant wird bei Schneetreiben, damit zum 12. Fährfest am 2. August beim Skigaudi im Sommer auf dem Gemünde auch alles glatt geht.

Die Welt- und Europameister des legendären Wasserskiclubs Caputh Preußen trainieren gerade mit Vereinsmitgliedern für ihren großen Auftritt bei der Wasserskishow. Präsident Heiko Hüller aus Caputh freut sich, dass der 50-jährige Club, der gerade das dritte Mal mit dem Grünen Band für vorbildliche Jugendarbeit geehrt wurde, vor mehr als 2500 Gästen sein Können präsentieren kann. 25 Wasserskiläufer wirken mit, der Jüngste gerademal vier Jahre, der Älteste 70. 30 Helfer sollen für den reibungslosen Ablauf sorgen, 100 Kostüme sind zum Reinschlüpfen vorbereitet. Beim Umziehen muss alles schnell gehen, denn alle vier Minuten zeigen die Sportler neue Kunststücke zu Wasser.

Doch was wäre das Fest ohne die Fähre, die seit 1853 Caputh und Geltow verbindet. Dabei setzt Tussy II fort, was mit Tussy begann. Letztere ist als Museumsstück auf der Geltower Seite für die Nachwelt aufbewahrt. Die Tradition der Havelüberquerung gab dem Fest den Namen und Einheimischen und Gästen den entscheidenden Grund, sie einmal im Jahr mit allem Drum und Dran zu feiern. Fährmann Carsten Grunow gehört seit Jahren zu den rührigen Mitorganisatoren der Party. Und nicht nur das, zum Fest ist für alle Fußgänger und Radfahrer die Überfahrt kostenfrei. „Aus Erfahrung weiß ich, was zum Fest auf der Fähre los ist“, sagt Grunow. „Und auf dem Gemünde geht es zu, wie auf einem Bahnhof, weil die Wasserstraße natürlich stark befahren ist, zeitweise Sperrungen nötig sind und sich dann schnell Staus bilden und nur langsam wieder auflösen.“

Das Sicherheitskonzept steht

40 000 Euro kostet der Spaß des Fährfestes. 20 000 Euro spendieren 65 Sponsoren aus der Region, 3000 gibt die Gemeinde dazu. Den Rest müssen die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten bringen, damit die Gemeinde nicht in die roten Zahlen rutscht.

Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) zeigt sich zur Pressekonferenz im Vorfeld des Festes erleichtert, dass auch das Sicherheitskonzept steht. Vor dem bevorstehenden, begleiteten Wasserskilauf zum Fährfest zeigt sie sich wenig aufgeregt. Dass zum Höhepunkt im Ort alles reibungslos funktioniert, bewegt die sportliche, ehrgeizige Bürgermeisterin viel mehr. „30 ehrenamtliche Kameraden unserer drei Feuerwehren werden mit für die Sicherheit beim Fest sorgen“, sagt Hoppe. Zwei Feuerwehrboote stehen bereit, die Wasserschutzpolizei hat Unterstützung zugesagt. „Diesmal können wir auch unseren neuen Einsatzleitwagen testen. Im Vorjahr mussten wir das Fahrzeug noch vom Landkreis ausleihen“, erinnert sich Hoppe. Bisher gab es bei keinem der Feste Ausnahmezustände, weil die Fähre oder die Zufahrten überfüllt waren. „Zum Glück. So soll es auch bleiben. Möge unsere Patenschaft mit der Bundeswehr in Geltow so gepflegt werden wie bisher und wir nicht auf eine Pontonbrücke der Wehr angewiesen sein, weil Tussy unter der Last der Massen nicht mehr tuckern kann“, sagt Hoppe mit einem Augenzwinkern.

Bei der Begleitung des Festes wird die Gemeinde von der Polizei in Werder, von Sicherheitskräften und vom Verein Cool Tours in Caputh unterstützt. Der Verein hat seit Jahren Erfahrung als Veranstalter von „Rock in Caputh“, wo es auch mal heiß hergeht. Doch haben es die jungen Leute bisher immer verstanden, dass es bei einem friedlichen Fest blieb. „Das Fährfest schweißt alle Mitwirkenden jedes Jahr einmal mehr zusammen. Das tut dem Leben im Ort sichtbar gut“, meint Hoppe.

Von Regine Greiner

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