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Potsdam-Mittelmark So will Jan Eckhoff Stadtchef werden
Lokales Potsdam-Mittelmark So will Jan Eckhoff Stadtchef werden
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20:09 01.09.2016
Jung und dynamisch: Jan Eckhoff (Linke) bringt Bewegung in die Bürgermeisterfrage. Quelle: René Gaffron
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n Bad Belzig

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Potsdam-Mittelmark der Linken hat vor drei Wochen geheiratet – standesamtlich und kirchlich. Exakt sogar am 13. August, 55 Jahre nach dem Mauerbau, wie Jan Eckhoff bestätigt. Selbst aus einem ebenso religiösen wie humanistischen Elternhaus an der Schwäbischen Alb stammend hat er seiner Jana, einer gebürtigen Belzigerin, das Ja-Wort gegeben. Sie war nach jahrelangem Aufenthalt im Westen wegen dieser Liebe mit ihrer Tochter wieder zu Land und Leuten zurückgekehrt.

In seiner Wahlheimat will Jan Eckhoff nunmehr Bürgermeister werden. Mit vollem Rückhalt von der Basis nominiert reiht er sich für die Linke in das Sextett ein, das beim Urnengang am 25. September, nötigenfalls mit Stichwal am 9. Oktober, die Nachfolge von Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) anstrebt. Die Amtsinhaberin wechselt zum Jahresende in den Ruhestand.

„Kommunalpolitik ist das, was mir große Freude bereitet“, berichtet Jan Eckhoff von seinen Erfahrungen, die er bislang vor allem als sachkundiger Einwohner im städtischen Ausschuss für Soziales und Kultur, Ordnung und Sicherheit sowie in der Fraktionsarbeit gesammelt hat. Dabei war es vor etwa zwölf Jahren vor allem die konsequente Friedenspolitik der PDS, die ihn im damals mehrheitlich schwarzen Südwesten zum Eintritt in die dortige Splitterpartei bewogen hat, erinnert sich Jan Eckhoff. Bei der Nachwuchsorganisation Solid gehörte der Enthusiast bald zur aktiven Bundesspitze und zählt jetzt intern zu den gut vernetzten Kadern in der Mark.

Studium vor Master-Abschluss

Jan Eckhoff ist Jahrgang 1986. Er wurde in Geislingen (Baden-Württemberg) geboren, hat dort Grundschule und Gymnasium besucht.

Nach dem Zivildienst in der Jugendhilfe folgte die Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher für Schwererziehbare noch in Baden-Württemberg.

Nicht zuletzt Kontakte nach Berlin und Brandenburg, aber auch das Psychologie-Studium an der Universität Potsdam lotsten ihn aus der alten Heimat fort.

Nach dem Bachelor steht der Master-Abschluss bevor.

Eine Weiterbildung, um als Therapeut arbeiten zu können, könnte sich Jan Eckhoff vorstellen.

Seine meiste Freizeit opfert er als Kreisparteichef der Linkspartei in Potsdam-Mittelmark.

Seit dem Jahre 2008 fühlt sich Jan Eckhoff in Bad Belzig zu Hause. Er ist jung verheiratet und Vater einer elfjährigen Tochter.

Womöglich gerade weil er als Student der Universität Potsdam dennoch der Landeshauptstadt den Rücken gekehrt und ein bisschen sogar mit Parteiauftrag die Zukunft auf dem Lande gesucht und gefunden hat. „Unter anderem deshalb weil sich hier ein Häuschen leichter finanzieren lässt, als die exorbitante Miete dort“, nennt er einen Grund. Damit sieht er sich in der Vorreiterrolle. Der 30-Jährige wünscht sich ferner, dass in Zukunft noch mehr Initiativen der Kommune greifen, damit nicht nur mit der absehbare Zuzug die düsteren Prognosen des demografischen Wandels ad absurdum führt. Sondern es gehe ihm darum, möglichst die Lebensqualität in Bad Belzig und Umgebung so zu erhalten und zu verbessern, dass die Menschen hier wirklich gern zu Hause sind.

Dabei hat er einerseits viel Gestaltungsspielraum ausgemacht, sieht aber andererseits Notwendigkeit zur Innovation. Was immer schon so gewesen sei, müsse nicht auf ewig bleiben, „weil ich ja anderswo gesehen habe, wie es dennoch funktioniert“, sagt der studierte Psychologe.

Selbst engagiert er sich in dem Sinne: Die von Jan Eckhoff betreute Linke Jugend Fläming ist die einzige nennenswerte hiesige politische Nachwuchsorganisation, die in Bad Belzig besteht. „Mehr als 20 Leute kommen zu unseren Treffen in der Geschäftsstelle am Busbahnhof“, erzählt er nicht ohne Stolz. Die meisten anderen Parteigänger hierzulande sind 60plus, räumt er ein. Sie hegen mit dem Kandidaten allemal Hoffnung, die über die aktuelle Personalentscheidung hinausgeht.

Von René Gaffron

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