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Potsdam-Mittelmark So wird Bad Belzig für die Zukunft fit gemacht
Lokales Potsdam-Mittelmark So wird Bad Belzig für die Zukunft fit gemacht
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18:45 26.03.2018
In Bad Belzig sollen weitere Solaranlagen entstehen. Quelle: Peter Geisler
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Bad Belzig

Auf den Dächern der Gebäude des Arbeits- und Ausbildungsförderungsvereins in Kuhlowitz wird im Lauf des Jahres eine Photovoltaikanlage installiert. Sie soll das Übergangswohnheim und den vereinseigenen Betrieb mit Sonnenstrom versorgen.

Mehr noch: Insgesamt können jährlich sogar knapp 157 000 Kilowattstunden Elektroenergie erzeugt werden, wobei wohl lediglich 40 Prozent vor Ort verbraucht werden. Aus Effizienzgründen werden also Batterie und Ladesäule für Elektrofahrzeuge errichtet.

Andreas Schiller und Uqwe Stahn (rechts) sind die Vorstände. Sie gewinnen Energie aus Sonne und der Solarstrom bringt Geld ein - Ökologie und Ökonomie für Bad Belzig. Quelle: Ulrike Model

Der Rest kann von Ökostrom-Anbietern wie Greenpeace oder Flämingstrom der Stadtwerke-GmbH abgenommen werden. Das geht aus den Unterlagen der Natur-Energie „Fläming“ e. G. hervor. Sie tritt als Investor auf und könnte allein mit dem 215 000 Euro teuren Vorhaben ihre bisherige Kapazität verdoppeln.

Seit 2011 engagiert sie sich in Bad Belzig und Umgebung für die Energiewende. „Alle Anlagen laufen seit Jahren stabil und liefern planmäßig sauberen Strom“, sagt Unternehmenssprecherin Ulrike Model. Bisher liege die erzeugte Menge bei 130 000 Kilowattstunden pro Jahr.

Mitgliederzahl verdreifacht

Die Genossenschaft „Naturenergie Fläming” hat sich am 19. April 2011 in Bad Belzig gegründet. 13 Mitglieder. haben sie aus der Taufe gehoben. Startkapital: 23 000 Euro.

Inzwischen sind 37 Enthusiasten an dem Unternehmen beteiligt. Mit 500 Euro pro Anteil und einmaligem Baukostenzuschuss von 50 Euro ist man dabei.

Die Vorstande sind Uwe Stahn und Andreas Schiller. Als Bankkaufmann und Ingenieur bringen sie ihr Fachwissen nebenberuflich zu Gunsten des gemeinsamen Anliegens ein.

Jahresergebnisse im vierstelligen Plus sind seit 2013 üblich.

Einen ideellen Rückschlag musste sie 2013 hinnehmen. Ihre Offerte, eine Nahversorgung mit Strom und Wärme in Borne aufzubauen, hat die Einwohner vor Ort nicht überzeugt.

Das entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von 65 Haushalten. Die im Ökokombinat an der Bergholzer Straße gewonnene Solarenergie wird direkt ins regionale Netz eingespeist.

Die Anlagen auf dem Schulkomplex am Weitzgrunder Weg in Bad Belzig und auf der Kleinen Grundschule Dippmannsdorf decken indes einen Großteil des Verbrauchs in den Bildungseinrichtungen, heißt es. „Ökologisch und ökonomisch ein Gewinn für die Stadt Bad Belzig als Schulträgerin und für die Mitglieder der Genossenschaft“, schätzt Ulrike Model ein.

Seit 2013 erwirtschaftet das Unternehmen positive Jahresergebnisse und die einkalkulierten Verluste der Anfangsjahre konnten ausgeglichen werden.

Vorstand und Aufsichtsrat haben daher der Generalversammlung vorgeschlagen, für 2017 erstmals eine Dividende an unsere Mitglieder auszuzahlen. Nach Meinung des Vorstandes bietet sich Interessierten eine gute Gelegenheit, sich mit der Zeichnung von Anteilen einzureihen. Wobei die Finanzierung des Vorhabens laut Ulrike Model unabhängig davon längst gesichert sei.

Mit insgesamt drei neuen Projekten – zwei kleinere Solaranlagen in Beelitz im Gesamtwert von 46 000 Euro sind noch in Vorbereitung – will die Genossenschaft nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern dabei neue Wege beschreiten. Denn wie an den neuen Standorten, wo Speicher und Ladestation schon dazu gehören, sollen sie in Bad Belzig und Dippmannsdorf jetzt nachgerüstet werden.

„Die Nachfrage besteht schon und wird zunehmen“, sind sich die beiden Vorstände Schiller und Stahn sicher. „Während die Lehrer drinnen unterrichten, wird draußen das Auto wieder startklar gemacht für die Rücktour.“ So soll Bad Belzig fit gemacht werden für die Zukunft mit Elektromobilität.

Schließlich geht es beispielsweise in Kuhlowitz nicht nur um E-Autos, sondern auch -Roller und -Fahrräder, die bald die Pisten des Hohen Flämings erobern sollten.

Von René Gaffron

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