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Solange das Eis trägt

Beliebte Freizeit-Anlage in Bad Belzig Solange das Eis trägt

Der nächste Winter kommt bestimmt. Auf jeden Fall soll dann wieder die Bad Belziger Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße geöffnet werden. Das haben die Stadtväter angekündigt. Wie lange die Saison dauern wird, ist allerdings offener denn je.

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Exklusiver Kufenspaß in Bad Belzig: Über die Sanierung und damit langfristige Zukunft der Anlage ist noch nicht entschieden.

Quelle: D. Fröhlich

Bad Belzig. Zuletzt musste sie abgebrochen werden, weil der Traktor vor der Eismaschine und die Ersatzzugmaschine kurz hintereinander von der Defekthexe heimgesucht wurden. Dabei war nicht zuletzt dank guter Vermarktung vergleichsweise reger Zuspruch auf der Anlage zu verzeichnen gewesen, wie Uwe Moritz bestätigt hat. Nicht zuletzt deshalb wird diesmal wohl Technik für drei Monate geliehen, so der Chef der Anlage.

Womöglich ist die 20. Saison aber trotzdem die letzte. Denn neben allgemeinem Reparatur- und Nachrüstungsbedarf müsste vor allem eine Umstellung der Kältetechnik erfolgen. Allein dafür werden Kosten von 170.000 Euro kalkuliert. Das Ozon schädliche Kältemittel R 22 darf laut Vorschrift der Europäischen Union nicht mehr genutzt werden. Insofern würde eine Havarie dessen die sofortige Schließung der Kunsteisbahn bedeuten, wie jüngst im Fachausschuss bestätigt worden ist.

715 Läufer pro Woche

Die Besucherzahlen der Kunsteisbahn haben sich wie folgt entwickelt – 2011/12: 5511 (in zehn Wochen); 2012/13: 4700 (in zwölf Wochen); 2013/2014: 6975 (in elf Wochen); 2014/15: 6437 (in neun Wochen).
Das Budget zum Betrieb der Anlage (vor allem Ausgaben für Personal, Ausstattung und Energie) beläuft sich auf etwa 70000 bis 80000 Euro im Jahr.
Unter dem Strich war es immer ein Zuschussgeschäft. Zuletzt betrug das Manko lediglich 53000 Euro. Das höchste Defizit war 2012/13 mit 71000 Euro zu verbuchen.

Ob und wie eine grundlegende Sanierung in Angriff genommen werden soll, hat das Gremium nach wie vor nicht entschieden. Reichlich offene Fragen gibt es noch zu klären: Beispielsweise, ob die Nutzung der Mehrzwecksportfläche weiter für das Beheizen des Wassers im benachbarten Freizeit- und Erlebnisbad zur Verfügung stehen soll; ob Solarmodule für die Energieversorgung und eine Dachkonstruktion, die vor der für das Eis schädlichen Sonneneinstrahlung schützt, installiert werden.

„Wir sprechen dabei also von mindestens einer halben Million Euro an Ausgaben – neben dem jährlichen Betriebszuschuss“, resümierte Wolfgang Terp (CDU). Wie es aber von der Union weiter hieß, sei das bei dem Investitionsbedarf an anderen Stellen nicht zu rechtfertigen, zumal lediglich 10 bis 20 Prozent der Nutzer aus Bad Belzig kommen. Uta Hohlfeld (die Linke) plädierte für den Erhalt der Eisbahn und Hannelore Klabunde-Quast (parteilos) empfahl, noch keine endgültige Entscheidung zu treffen. Die Bürgermeisterin sieht das Angebot als einen Ausweis der Lebensqualität in der Kur- und Kreisstadt.

Von René Gaffron

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