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Solarmodule neben Biogas-Anlagen geplant

3,5 Millionen für Sonnenenergie Solarmodule neben Biogas-Anlagen geplant

Am Wiesenburger Ortsrand soll neben den Biogas-Anlagen künftig Sonnenenergie gewonnen werden. Eine Investorengruppe, hinter der die Stadtwerke Halle (Saale) stehen, planen den Aufbau von 72 Modulen für das Frühjahr. Im Interesse der bisherigen Nutzer des Areals mussten jedoch erst Zugeständnisse gemacht werden.

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Kraft aus der Sonne tanken: Demnächst soll solch ein Solarpark am Wiesenburger Ortsrand entstehen.

Quelle: Peter Geisler

Wiesenburg. Unmittelbar neben den Biogas-Anlagen soll demnächst Sonnenenergie gewonnen werden. Dazu hat die Investorengruppe, hinter der die Stadtwerke Halle (Saale) stehen, die in Privateigentum befindlichen Flächen am Borner Weg gepachtet und zum Teil erworben. Auf dem 4,8 Hektar großen Grundstück, das zuletzt ein Baubetrieb als Lagerplatz genutzt hat, will die Gesellschaft im Frühjahr 72 Solarmodule aufstellen. Sie sollen künftig eine Leistung von 3,8 Megawatt erzeugen. Mit den vorbereitenden Arbeiten wird bereits in diesen Tagen begonnen.

Denn unter anderem gilt es, die Belange der dort bisher siedelnden Schlingnatter und Zauneidechse zu beachten. Den geschützten Tieren, in deren Lebensraum eingegriffen wird, muss noch vor Frühlingsbeginn ein Ausweichquartier geschaffen werden. Außerdem ist das Vorkommen der seltenen Sandstrohblume zu berücksichtigen, wie Alexander Rosenthal erklärt hat. Der Fachplaner von der Castus-GmbH aus Boock war jüngst in Ortsbeirat und Gemeindevertretung zu Gast, um das etwa 3,5 Millionen Euro teure Vorhaben zu erläutern.

Schlingnatter und Zauneidechse müssen geschützt werden

In den Gremien fand es Zuspruch, gleichwohl es bestenfalls indirekt Beschäftigung bringt und 70 Prozent der Gewerbesteuern vor Ort gezahlt werden. Bei der vorgezogenen Bürger- und Behördenbeteiligung seien einige Kompromisse erarbeitet worden, hieß es. Büro und lokale Bauverwaltung gehen deshalb nunmehr davon aus, dass die für Mai ins Auge gefasste Genehmigung vom Landratsamt Bad Belzig erteilt werden kann.

Bürger können Einsicht nehmen

Die aktuelle Bauleitplanung für die Umwandlung der Gewerbefläche am Borner Weg zum Standort für Solaranlagen wird demnächst zur Einsichtnahme ausgelegt. Zwischen 7. März und 13. April kann jeder zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Wiesenburg/Mark seine Stellungnahme abgeben.

Die Castus-GmbH Reetz hat außerdem eine 6,2-Hektar-Fläche hinter dem Reetzer Friedhof ins Auge gefasst. Dort könnte ebenfalls eine 5-MW-Anlage errichtet werden. Aktuell gibt es lediglich einen Aufstellungsbeschluss.

Außerdem ruht derzeit die im Ortsbeirat Reetzerhütten vorgestellte Planung. Dort war das ehemalige Agrochemische Zentrum als Standort vorgesehen.

Um die bei einem Neigungswinkel von etwa 35 Grad 2,80 hohen Photovoltaikanlagen wie gewünscht postieren zu können, musste der bestehende Bebauungsplan für das sogenannte Gewerbegebiet II in einigen Punkten verändert werden. Dies betrifft nicht zuletzt die Regelungen für die Ausgleichspflanzungen. Jene, die nicht auf dem Gelände selbst realisiert werden können, sind nun weiter östlich sowie am Weg von der B 107 zur Siedlung Glashütte (bei Jeserigerhütten) geplant. Dies wird in einem städtebaulichen Vertrag fixiert.

Fixierung in städtebaulichem Vertrag

Vorgesehen ist darüber hinaus die Pflanzung von bis zu 80 Bäumen. Sie sollen dem unteren Borner Weg einen gewissen Alleecharakter verleihen. Es handelt sich schließlich um einen Abschnitt der Südroute des Internationalen Kunstwanderweges, samt Rastplatz gleich daneben. Vor allem haben sich Naturparkverein „Hoher Fläming“ und betroffene Anrainer um die Sich- und Blendwirkung der Kollektoren in der Landschaft gen Süden gesorgt. Ihre Forderungen konnten durchgesetzt werden, weil der Bauherr noch demnächst ein weiteres Einvernehmen der Kommune braucht.

Nur die formelle Umwandlung des bisher ausgewiesenen Gewerbegebietes in eine Photovoltaik-Sonderfläche sichert dem Unternehmen nämlich die Sondervergütung für den dann eingespeisten Strom. Das Recht, diesen lins Netz einspeisen zu dürfen, hat es sich im vergangenen Jahr bei einer Ausschreibung des Bundesministeriums erworben.

Von René Gaffron

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