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Solarpark soll im März ans Netz gehen

Neuer Investor für Öko-Projekt Solarpark soll im März ans Netz gehen

Für das Sonnenstrom-Projekt an der A 10 bei Fahlhorst (Potsdam-Mittelmark) gibt es einen neuen Investor. Der Bau des Solarparks nördlich der Autobahn hat begonnen. Die Gerüste für die Sonnenkollektoren sind bereits errichtet. Hinter dem Bau der Lärmschutzwände steht allerdings immer noch ein Fragezeichen.

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Die Gerüste für die Sonnenkollektoren stehen bereits. Der Solarpark nördlich der A 10 soll ab Ende März Strom liefern.

Quelle: Jens Steglich

Fahlhorst. Nach einigen Verzögerungen hat der Bau des Solarparks an der A 10 bei Fahlhorst begonnen. Die Gerüste, auf denen die Solarmodule befestigt werden, stehen bereits. Die Flächenanlage auf der Fahlhorster Seite der Autobahn soll Ende März ans Netz gehen, sagte Raphael Huber, Geschäftsführer der Green Energy GmbH & Co. KG, der MAZ.

Die Firma mit Sitz in Singen (Hohentwiel) in Baden-Württemberg hat das Projekt von der Dresdner Solar Factor GmbH übernommen und ist als neuer Investor auch in die alten Verträge eingetreten, die das sächsische Unternehmen mit der Gemeinde Nuthetal abgeschlossen hatte. Zum vertraglich vereinbarten Projekt gehören zwei Solarparks nördlich und südlich der A 10 sowie mit Photovoltaikanlagen bestückte Lärmschutzwände, die den Autokrach, mit dem die Fahlhorster zu kämpfen haben, vermindern sollen. Baurecht gibt es bisher für den jetzt begonnenen Solarpark. Für die zweite Flächenanlage auf der anderen Seite der Autobahn müssen noch Umweltfragen zwischen Investor und Brandenburgs Umweltministerium geklärt werden, sagte Nuthetals Bauamtsleiter Rainer vom Lehn. Sind sie geklärt, soll der notwendige Bebauungsplan für das Gelände vollendet werden, um Baurecht für den zweiten Solarpark zu schaffen.

Fahlhorsts Solarprojekt

Die Idee, an der A 10 bei Fahlhorst die Erzeugung von umweltfreundlichen Strom mit der Verminderung des Autolärms zu verknüpfen, war 2013 im Nuthetaler Ortsteil mit Freude aufgenommen worden.

Die Fahlhorster kämpfen schon lange um Lärmschutz. Chancen auf vom Bund finanzierte Lärmschutzwände bestehen kaum, solange dieser A-10-Abschnitt nicht ausgebaut wird.

Das Projekt sieht neben den Solarparks nördlich und südlich der A 10 vor, auf Fahlhorster Seite auf 700 Meter Länge mit Photovoltaikanlagen bestückte Lärmschutzwände aufzustellen. Ob es dazu kommt, ist unklar.

Sollte das Vorhaben komplett umgesetzt werden, könnten mit den Solarparks und den solaren Lärmschutzwänden pro Jahr 15 Millionen Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt werden. „Bei einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden je Haushalt und Jahr, könnten damit insgesamt 3500 Haushalte mit Strom versorgt werden.“ So rechnete es Bauamtsleiter Rainer vom Lehn aus. Die Kohlendioxid-Ersparnis liege bei etwa 15 Tonnen jährlich.

Fragezeichen stehen aber weiter hinter dem Bau der solaren Lärmschutzwände. „Wir wollen uns an die Verträge halten und das Vorhaben verwirklichen, haben hier aber noch mit übergeordneten Behörden zu kämpfen und können nur bedingt Einfluss nehmen“, sagte Green-Energy-Geschäftsführer Raphael Huber. Die Flächen direkt an der Autobahn, auf denen die Lärmschutzwände entstehen sollen, sind seit längerer Zeit blockiert durch ein Vorhaben des Brandenburger Landesstraßenbetriebs. Der will an der A 10 bei Fahlhorst Wildschutzzäune aufstellen und Glasfaserkabel verlegen lassen.

Das Planfeststellungsverfahren dazu ist aber inzwischen abgeschlossen, weiß Nuthetals Bauamtschef. Gebaut wurde bislang aber noch nichts. „Wir wollen uns jetzt noch einmal ans Land wenden“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). Die Gemeinde hatte immer mal wieder versucht, eine Freigabe der Flächen für die Lärmschutzwände zu beschleunigen – bislang aber ohne Erfolg. Weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Branche und mit ihnen die Solarstrom-Vergütungen regelmäßig ändern, hatten viele Gemeindevertreter den Glauben an den Bau der kostenintensiven solaren Lärmschutzwände schon verloren.

„Wir gehen nach wie vor davon aus, dass sie gebaut werden. Verträge sind erst einmal einzuhalten“, sagte Bauamtschef Rainer vom Lehn.

Von Jens Steglich

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