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Potsdam-Mittelmark Politische Erfahrung gegen soziale Kompetenz
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16:46 10.06.2014
Hans-Joachim Linthe (links) und Hans-Dieter Scherz geben sich vor dem Rathaus die Hand. Quelle: S. Specht
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Niemegk

Von den fünf Kandidaten, die sich um das Ehrenamt des Niemegker Bürgermeisters bewarben, sind noch zwei verblieben. Am Sonntag treten sie zur Stichwahl an. Die Bürger von Niemegk, Hohenwerbig und Lühnsdorf haben die Wahl zwischen Hans-Dieter Scherz (Wählergruppe Zukunft Niemegk) und Hans-Joachim Linthe (SPD). Im ersten Durchgang der Kommunalwahl am 25. Mai setzten sich beide Männer mit deutlichem Abstand vor den drei Konkurrenten durch.
Die vergangenen Tage wurden von ihnen genutzt, um deren Wähler nun auf ihre Seite zu ziehen. Der amtierende Bürgermeister Eckhard Zorn hatte angekündigt, dass er sich nicht mehr zur Wahl stellen würde.

Nun haben die Niemegker die Wahl zwischen zwei ganz unterschiedlichen Bürgermeisterkandidaten. Da gibt es auf der einen Seite Hans-Dieter Scherz, den Karnevalspräsidenten, der in der Drogerie seiner Frau arbeitet und im Vorstand des Sportvereins Grün-Weiß Niemegk tätig ist. Der sich aber bislang aus der Kommunalpolitik weitgehend herausgehalten hat.
Auf der anderen Seite steht der wissenschaftliche Mitarbeiter Hans-Joachim Linthe, der seit 24 Jahren in der Stadtverordnetenversammlung aktiv ist, sich für den Erhalt des Amtes Niemegk und die Errichtung einer Kanalisation eingesetzt hat. Der als stellvertretender Bürgermeister schon Kontakte zu Behörden pflegt. Der sich aber bislang aus dem gesellschaftlichen Leben der Stadt weitgehend herausgehalten hat.

Dass beide Männer Vertrauen in der Bevölkerung genießen, zeigt das Ergebnis des Urnengangs vor zwei Wochen. Zusammen kamen sie da auf über 84 Prozent der Stimmen. Lediglich vier Stimmen mehr erhielt Hans-Dieter Scherz (447) als Hans-Joachim Linthe (443). So vermuten beide, dass es am Ende ein ganz knappes Ergebnis geben wird. „Ich tippe mal auf eine Differenz von vielleicht 20 Stimmen“, sagt Hans-Joachim Linthe.

Der Mann kennt sich mit Zahlen aus. Nach seinem Abitur studierte er in Dresden Schwachstromtechnik, arbeitete vier Jahre als Technologe in Treuenbrietzen, ehe er 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Niemegker Observatorium wurde. Ende des Jahres wird er in den beruflichen Ruhestand treten. „Darum habe ich viel Zeit, um mich um die Stadt zu kümmern“, führt er als Argument für sich ins Feld. Nach der Wende trat er in die SPD ein und ist seitdem durchgängig Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. „Als Bürgermeister würde ich nicht viel ändern, sondern den erfolgreichen Weg meines Vorgängers weitergehen“, so der Familienvater. Unterstützung im Wahlkampf erhält er von seiner Frau Jutta, dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Helmut Köppke, sowie „nach einigem Drängen“ auch vom scheidenden Bürgermeister Eckhard Zorn.

Sehr aktiv ist auch das Unterstützerteam von Hans-Dieter Scherz. Reyk Schulz ist der Sprecher und kümmert sich um Termine, wie die Wahlveranstaltung heute Abend in Lühnsdorf. Sohn Tobias Scherz ist der Mann für das Internet und pflegt den Auftritt beim sozialen Netzwerk Facebook. Das Gespräch mit den Menschen ist die Stärke von Hans-Dieter Scherz. „Ich habe einen sehr guten Kontakt zu den Vereinen und kann auch gut mit jungen Leuten“, sagt er. „Darum weiß ich, was ihnen unter den Nägeln brennt.“
Am Ende wird der Kandidat gewinnen, der es schafft, die meisten unentschlossenen Wähler für sich zu gewinnen.

Von Stefan Specht

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