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Potsdam-Mittelmark Sonntag öffnet Deutschlands erste Hunde-Reha
Lokales Potsdam-Mittelmark Sonntag öffnet Deutschlands erste Hunde-Reha
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13:12 11.01.2017
Erste stationäre Hundereha und Wellnesskur Deutschlands: Ulf Wellnitz und Heike Bobel mit den Labradorhunden Ayana und Banu in dem umgebauten Schweinestall in Schlalach Quelle: Johanna Uminski
Schlalach

Liebevoll umsorgt die vier Jahre alte Labradorhündin Ayana ihre drei Monate alten Welpen. Bereits acht von zehn Babyhündchen konnten die Hundeliebhaber Heike Bobel und Ulf Wellnitz vermitteln. Auf ihrem großen Anwesen in Schlalach kann man aber nicht nur Hunde und wertvolles Hundefutter kaufen.

Ulf Wellnitz und Heike Bobel. Quelle: Johanna Uminski

In der Hundewelt bietet die gelernte Tierheilpraktikerin und Physiotherapeutin den treuen Begleitern ein ganzheitliches und breit gefächertes Konzept an. Nicht nur erkrankte Tiere finden mit ihren Besitzern aus ganz Deutschland den Weg nach Schlalach. Heike Bobel und Ulf Wellnitz erweitern ihre Hundewelt und eröffnen die erste stationäre Hunde-Reha und Wellnesskur in Deutschland.

Badepool und Massagen für Vierbeiner

Ein Badepool, große und weitläufige Spielwiese, Massagen – was sich nach einem reinen Urlaubsgenuss anhört, ist eine für Vierbeiner neu entstandene stationäre Hunde-Rehabilitation und Wellnesskur, die es den Betreibern zufolge so in Deutschland noch nicht gibt. Auf die Idee sind die beiden Schlalacher durch ihren aus dem Fernsehen bekannten und kürzlich verstorbenen Freund und Ostfriesen Tamme Hanken gekommen. „Unsere Patienten kommen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus Sachsen, Thüringen, dem Ruhrgebiet und Österreich“, sagt Ulf Wellnitz.

Eine Party zum Auftakt

Die Eröffnungsparty der stationären Hundereha und Wellnesskur in Schlalach steigt am kommenden Sonntag, 15. Januar, um 10 Uhr.

Bei der Tombola warten ein Hauptpreis mit einem Wellnesswochenende für einen Hund und viele weitere Preise. Darüber hinaus gibt es Gegrilltes am Lagerfeuer, warme Suppe, Kaffee und Kuchen und Glühwein.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.hundewelt-schlalach.de.

Weite Anfahrtswege und längere Therapien erschweren so die Behandlung der Hunde. „Die Idee einer Sammelstelle kam von Tamme Hanken“, sagt der 48-Jährige. Der über zwei Meter große Ostfriese war als Pferdeflüsterer weltweit bekannt und hatte ein Reha- und Ausbildungszentrum für Pferde in Filsum (Ostfriesland), das seine Ehefrau nach seinem Tod weiterführt. „Er war regelmäßig hier bei uns – mit ihm haben wir unsere Idee einer Hundereha besprochen und er wollte sich auch einbringen.“

Ehemaliger Schweinestall umgebaut

Die stationäre Hunde-Reha besteht aus vier Boxen im Haus und einer Box draußen, die mit Heu ausgestattet ist. „Manche Patienten sind es gewöhnt, nur draußen zu sein“, sagt Wellnitz. Die etwa vier Quadratmeter großen Räume sind mit einem gemütlichen Hundekissen, Spielsachen, Fress- und Trinknapf und Heizung ausgestattet. Bei Bedarf kann eine kleine Tür zwischen den Boxen geöffnet werden.

Individuell abgestimmter Therapie- und Medikamentenplan für jeden Patienten: Vor jeder Box wird genau vermerkt, welche Therapien und Medikamente der Hund bekommt. Quelle: Johanna Uminski

Insgesamt vier Monate lang wurde der ehemalige Schweinestall mit viel Kraftanstrengung umgebaut und renoviert. Stolz präsentieren Heike Bobel und Ulf Wellnitz ihren neuen Betrieb.

Für die Zukunft haben die beiden Schlalacher noch große Pläne. „Die Plätze sollen auf maximal 15 erweitert werden“, sagt Heike Bobel. Um dann eine optimale Versorgung zu gewährleisten, wäre eine Personalaufstockung in der Hundewelt notwendig. Schließlich nehmen die täglichen Therapieeinheiten und Spielzeiten für jeden vierbeinigen Patienten viel Zeit in Anspruch.

Leben ohne Hund „lohnt nicht“

Die gelernte Tierheilpraktikerin und Physiotherapeutin bietet den Patienten verschiedene Therapien wie Krankengymnastik, Lastertherapie, Neurophysiologie, Blutegel- oder Elektrotherapie an. Das Spektrum ist umfangreich und passt sich den individuellen Bedürfnissen der Hunde an. Ein ganzheitliches Angebot, das von Hundebesitzern angenommen werde.

„Wir hatten eine Hündin bei uns, die mehrere Krebsgeschwüre am Bauch hatte und vom Tierarzt aufgegeben wurde“, sagt die Tierheilpraktikerin, die schon als Kind eine enge Bindung zu Pferden und Hunden hatte. Die verschiedenen Therapien hätten Erfolg gezeigt. „Die Hündin ist geheilt und kommt regelmäßig zu Untersuchungen zu uns“, sagt Heike Bobel stolz. Den Alltag ohne die Vierbeiner können sich die beiden nicht vorstellen. „Es geht auch ein Leben ohne Hund, aber es lohnt sich nicht“, sagt Wellnitz.

Von Johanna Uminski

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