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Potsdam-Mittelmark Spaziergang auf den Fingerkuppen
Lokales Potsdam-Mittelmark Spaziergang auf den Fingerkuppen
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02:15 30.11.2015
Klein und kompakt: Der Probeabguss des Bad Belziger Rathauses für das 3-D-Stadtrelief der Rotarier. Quelle: Saskia Popp
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Bad Belzig

Die Bad Belziger Altstadt ganz kompakt: 250 Kilogramm schwer, 110 mal 90 Zentimeter groß, 30000 Euro teuer. Dies sind die Eckdaten des bronzenen Altstadtreliefs, das der hiesige Rotary Club anfertigen lässt.

„Ab Januar 2016 wird unser Relief dann zunächst in der Steintherme ausgestellt, bevor es im Frühjahr an seinen eigentlichen Platz vor dem Rathaus ziehen wird“, sagt Conrad Kopsch. Der Polarforscher und Rotarier hatte die Idee zum Altstadtmodell schon vor einem Jahr. Auf Reisen hatte er ähnliche Stadtmodelle gesehen, auch in Brandenburg an der Havel gibt es ein vergleichbares Relief zu bewundern. Für Conrad Kopsch war klar: das braucht Bad Belzig mit seiner historischen Altstadt und den steigenden Touristenzahlen auch. Sofort machte sich Kopsch an die Verwirklichung seiner Idee, versuchte, seine Vereinsfreunde zu überzeugen und suchte Firmen zur Umsetzung.

Conrad Kopsch hatte die Idee für das Tastmodell. Quelle: Saskia Popp

„Doch so schnell geht das alles nicht“, sagt Kopsch lachend. Zunächst muss die Finanzierung stehen. 30000 Euro kostet das Relief insgesamt, die Hälfte davon finanziert die Kreisstadt, den restlichen Betrag spenden die Rotarier. „Das teuerste daran ist der Guss des Modells“, so Kopsch. Zunächst wurde anhand digitaler Daten des Landesamtes für Vermessung und Geobasisinformation ein dreidimensionaler Druck erstellt, dieser diente dann als Rohmodell für die eigentliche Gussform. Ganz problemlos ging die Herstellung nicht vonstatten. „Natürlich haben wir uns mit möglichem Vandalismus auseinandergesetzt“, so Kopsch.

Kirchtürme könnten von übermütigen Souvenirsammlern abgebrochen werden, auch Verunreinigungen sind denkbar. Als Eigentümer wird die Stadt für die Instandhaltung der Miniatur-Altstadt verantwortlich sein. Eine weitere Frage war, wie ein Abfluss von Regenwasser auf dem Modell funktionieren kann. „Jeder Zentimeter, jede Erweiterung kostet bares Geld“, sagt Conrad Kosch.

Oliver Windeck vom Rotary-Club erklärt Jugendlichen das Tastmodell auf dem Neustädtischen Markt in Brandenburg an der Havel. Quelle: Jacqueline Steiner

Dabei ist das Projekt keine Luxusinvestition, stellt Initiator Conrad Kopsch klar. „Man kann durch solche Modelle Architektur- und Stadtgeschichte erfahren, Kinder lernen etwas über Größenverhältnisse von Gebäuden und, was mir besonders wichtig ist, Sehbehinderte können die Stadt richtig erfahren“, so Kopsch. Er kann sich vorstellen, dass Stadtführer das neue Relief für ihre Touren nutzen. „Es gibt Orientierung und kann hervorragend als Basis für Erklärungen dienen“, beschreibt der Rotarier den dreidimensionalen Stadtplan.

Er möchte der Stadt eine neue Attraktion geben und zugleich den Rotary Club in Bad Belzig sichtbarer machen. Gehören wird das Altstadtmodell der Stadt, welche das Projekt von Beginn an unterstützt hat. „Da habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Initiator Conrad Kopsch. Lediglich innerhalb des Rotary Clubs musste sich Kopsch gegen einige Bedenkenträger durchsetzen, sagt er, „doch mittlerweile sind wirklich alle begeistert von unserer bronzenen Stadt.“

Von Saskia Popp

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